Sonntag, 12. Juli 2026

Lebensperspektiven, am Beispiel konkreter Erlebnisse

Wer sich bloß an den physischen Dingen orientiert, in der Arbeit physische Dinge handhabt (z.B. als Arzt den Körper), in der Freizeit physische Dinge kennenlernt (z.B. verschiedene Weinsorten, Holzarten, Fleischsorten) und als Wohlstand und Reichtum bloß Physisches als wertvoll erachtet (z.B. Gegenstände oder Grundbesitz), der kann über die Zeit eine gewisse Leere empfinden und dann pessimistische Züge entwickeln. 

Weil etwas fehlt. Es fehlt das Geistige.

Sowohl bei der Arbeit, als auch in der Freizeit und dann auch im Besitz, wird nur Physisches angehäuft und gehandhabt. Und dann entwickelt die Person ein negatives Weltbild und spricht sich z.B. für die Todesstrafe aus. 

Die Idee der Todesstrafe, ist eine pessimistische Weltsicht. Sie sagt, es geht nicht weiter, es geht zu Ende. Und sie wird düster, wenn sie die Peinigung des Anderen vorsieht. Diese Ideen als Weltsicht, sind aber begrenzt. Die Chance, die Möglichkeit kann man sich immer vorstellen. Wer sich diese nicht mehr vorstellt, hat sein eigenes Denken beendet und ist in einer Sackgasse. 

In allem Leben ist Hoffnung. Wenn man sie denkt. 

Niemand muss in der denkerischen Dunkelheit stehenbleiben. In der Welt gibt es mehr Möglichkeiten, als bloß die Eine. 

Aber vielleicht richten sich einige in ihrer Dunkelheit ein, weil sie den gewählten Lebensstil rechtfertigen hilft. Wer den gewählten Lebensstil durchhalten will, braucht eine Rechtfertigung dafür.

Einen geistigen Weg wählen, heißt, sich von dem bloß Physischen zu befreien und diesem noch Weiteres hinzufügen, was darüber hinausragt. Dies eröffnet Optionen, die vorher noch nicht in dem Maße da waren.

Wer also in der physischen Welt verloren zu gehen droht, der gewinnt mit geistigen Perspektiven Sichtweisen hinzu, die einen neuen Horizont schaffen. Dies kann etwas Befreiendes sein. 

Was sind geistige Perspektiven?

Kunst, Kultur, Wissenschaft, Bildung enthalten Dimensionen, die über das Physische hinausgehen. Es ist doch erstaunlich, dass wir von Kindesbeinen an, mit bestimmten Worten, Begriffen hantieren, aber uns deren Bedeutung nicht wirklich bewusst sind. 

Was heißt es denn, wenn wir die Worte Seele, Ich, Bewusstsein, Denken, Gefühle verwenden. Glaubt denn jemand ernsthaft, es würde sich bei diesen Dingen um etwas Physisches handeln?

Nehmen wir das Beispiel Denken und Ich. Wenn jemand behauptet, nicht ich denke, sondern mein Gehirn würde denken, dann erkennen die meisten doch sofort, dass diese Aussage absurd ist. Denn es kann doch nur das Eine oder das Andere richtig sein. Wenn ich denke, dann denkt nicht mein Gehirn, sondern ich. Ansonsten würde mein Gehirn denken und ich selbst hätte damit nichts zu tun, was allerdings einfach nur albern wäre, weil dann jemand anderes als ich in mir denken würde. Aber jeder würde es doch als lästig empfinden, wenn jemand anderes in einem wäre, das denkt. Deshalb ist die Annahme, dass ich denke, doch die wahrscheinlichere. Und das Ich ist nicht physisch.

Wenn wir also über Seele, Ich, Bewusstsein, Denken, Gefühle reden, dann meinen wir höchstwahrscheinlich seelisch-geistige Phänomene. Seelisch-geistige Phänomene sind keine physischen Dinge. Aber es mag Übergangssituationen geben. Zum Beispiel die Gefühlswelt. Sie drückt sich seelisch-geistig aus, sie kann sich aber auch zusätzlich physisch ausdrücken, wenn jemand z.B. rot wird. 

Wer sich geistig orientieren will, meint somit wahrscheinlich Seelisch-Geistiges. Und nicht Physisches.

Sonntag, 28. Juni 2026

AI oder KI und die Aussagen von Menschen

Erstmal erlebe ich eine Aussage. Diese macht einen Eindruck. Man kann der Aussage zugeneigt sein oder sie gleich verwerfen. 

Ist man einer Aussage zugeneigt, stellt sich die Frage, ob es wichtig ist, wer sie macht. Wenn z.B. ein Faschist oder Nationalist eine Aussage macht, die man zuerst für richtig hielt, also wenn man zuerst eine Aussage erlebte und dann erst im Nachhinein erfährt, wer diese Aussage gemacht hat, ändert sich dann die eigene Bewertung der Aussage?

Natürlich nicht. Denn die Richtigkeit von Aussagen ist unabhängig von den Personen, die sie machen. Wenn jemand sagt, die Blätter eines Baumes sind grün, kann ich das nicht abhängig machen, von der politischen Orientierung dieser Person, ob ich die Aussage für wahr oder nicht wahr halte.

Sowohl KI als auch Personen, die ich nicht leiden kann, können richtige Aussagen machen. 

Man kann aber nach Personen oder Quellen suchen, mit denen man die richtigen Aussagen lieber verknüpft. Dies ist erlaubt. :-)

Denn die Quellen, die man für schlecht hält, werden nicht besser, wenn man sie mit richtigen Aussagen verbindet.


TRANSKRIPT
Zuerst ist zu prüfen, ob eine Aussage richtig ist. Im zweiten Schritt schaue ich nach, wer die Aussage gemacht hat. Wenn ich der Meinung bin, die Aussage ist richtig, dann kann ich sie erstmal hinnehmen. Wenn einem die Instanz, die die Aussage verbreitet, nicht gefällt, dann kann man überprüfen, ob die Aussage auch von anderen Quellen verbreitet wird. Zum Beispiel durch einen selbst. Man kann selbst eine Aussage verbreiten, sofern man sie für richtig hält, um jegliche Bezugnahme zu Quellen, die man ablehnt, zu vermeiden. Letztlich zählt sowieso immer nur, ob eine Aussage richtig ist, egal, wer sie verbreitet.

Das heißt, der Inhalt einer Aussage muss geprüft werden und nicht die Quelle. Die Quelle ist nachrangig.

Man kann alle Quellen nutzen, sofern man sich in der Lage sieht, den Inhalt zu beurteilen. Wenn man allerdings sagt, ich kann den Inhalt nicht beurteilen, dazu bin ich nicht fähig, erst dann kommt man überhaupt auf die Idee, man müsse Vertrauen in die Quellen haben. Nur dann macht dieser Schritt überhaupt Sinn. Wenn ich sage, ich bin nicht fähig zu beurteilen, ob eine Aussage richtig ist, dann will ich wenigstens die Quellen prüfen, ob ich ihnen vertraue.

Eine Quelle für wichtig zu erklären, kommt nur dann in Betracht, wenn man Aussagen insgesamt, nicht selbst zu beurteilen im Stande ist. Menschlichen Quellen zu vertrauen, ist eher sinnlos, weil Menschen sich jederzeit verändern können. Sie ändern ihre Haltung, ihre Meinung, ihre Grundorientierung, ihre Beziehungen, ihre Parteizugehörigkeit usw., und darauf habe ich als Außenstehender keinen Einfluss. Das heißt, ich müsste ständig überprüfen, ob meine Quellen mit ihren hervorgebrachten Aussagen immer gleichermaßen meinen eigenen Kriterien und Vorstellungen entsprechen, die dafür ausschlaggebend waren, als ich sie ursprünglich gewählt hatte. Denn auch um Quellen zu vertrauen, braucht der Mensch einen Maßstab. Sonst könnte er allen Quellen vertrauen.

 Es macht somit keinen Sinn, eine Quelle höher zu bewerten, als den Inhalt selbst.

Es kann sein, der Inhalt einer Aussage ist einer falschen Quelle zugeordnet. Dann muss man die Aussage von der Quelle trennen und sie bloß selbst vertreten. Ob eine Aussage sachlich richtig ist, muss man selbst prüfen. Tue ich das nicht, dann überlasse ich es der Quelle zu überprüfen, ob die von der Quelle verbreiteten Aussagen richtig sind. Das wäre aber die ausdrückliche Erklärung der eigenen Unmündigkeit !?

An dieser Stelle wird immer wieder eingewandt, dass wir Menschen nicht zu allen Themen uns schlau machen können, allein aus Zeitgründen. Trotzdem bewerten wir auch in solchen Fällen, instinktiv oder intuitiv die Situationen und Aussagen. Oder es sind einem die Leute, die Aussagen verbreiten unsympathisch, sodass man nicht bereit ist, deren Aussagen für bare Münze zu nehmen, auch wenn sich diese als Sachverständige, Fachleute oder mit Doktortitel darstellen, so kann man die ganze Art, wie die Aussagen vorgebracht werden, ablehnen. Wenn die Leute einen schlechten Eindruck machen, kann man sie ablehnen. Dann bewertet man nicht den Inhalt, weil man es nicht kann, aber man bewertet die Quellen, nach dem eigenen Eindruck.

Somit aber, beurteile und bewerte ich immer selbst. Entweder die Inhalte oder die Quellen.

Wer sich z.B. in Gesundheitsfragen nicht auskennt, bewertet trotzdem immer, entweder die Personen die Aussagen verbreiten oder die Aussagen selbst. Es ist möglich, bestimmte Gruppen und ihre Aussagen zu meiden, während man andere Aussagen und Personen für richtig und passend erklärt. Somit gelangen wir zu individuellen Bewertungen, die das Subjekt vornimmt. Die Bewertung ist korrekt und anzuerkennen, weil sie vom Subjekt gewählt ist. Diese Entscheidung ist gültig. Die Faktoren, die man für seine Bewertung relevant findet, entscheiden die eigene Auswahl. Dies ist von der Umwelt zu respektieren. Das zeigt auch, dass sich keine Außenstehende einzumischen haben.

Es wird nicht das Thema selbst bewertet und beurteilt, sondern wie andere Leute dieses Thema handhaben und beurteilen. Es ist eine Verlagerung oder Verschiebung des eigenen Urteils, auf Menschen und nicht auf die Sache.

Wenn die KI eine Aussage macht, so hat sie sich nicht für diese Aussage entschieden, sondern die systemimmanente Methodik hat sie dazu gebracht, es zu tun. Urteilt und informiert die KI zu Alltagsfragen, dann erweist sich dies meist als richtig, während wenn die KI Grundsatzfragen bezüglich der menschlichen Existenz beurteilen soll, dann sind die Aussagen oft falsch, aber auch nicht immer. Philosophie ist kein Spezialgebiet der KI. Hier ist die macht-gewollte Aussage vorherrschend und die KI kann sich dieser Regel nicht entziehen, sonst wird sie verboten, ihre Verbreitung behindert oder deren Mitarbeiter als Kriminelle denunziert. Die KI dient somit auch den herrschenden Verhältnissen, weil sie in diese eingebettet ist. 

So sind Aussagen über die menschliche Seele parteiisch, indem Unbewiesenes, nämlich dass keine Seele nachweisbar sei, verbreitet wird, während auch die Aussage möglich ist, dass der Mensch eine eigenständig seelisch-geistige Entität sei, aber diese nicht zum Zug kommt, weil es die bestehenden Verhältnisse nicht zulassen. Das heißt, die KI ist in ihren Aussagen nicht neutral. Man kann ihr vorschreiben, was sie sagen soll. 

KI ist aber grundsätzlich möglich, als neutrale Quelle für Informationen. Man muss es halt wollen.

Die KI wird aber heute solche Aussagen verbreiten, die in der Öffentlichkeit als korrekt durchgehen. Insbesondere dann, wenn verschiedene Sichtweisen möglich wären. Sie wird also immer auch fragen, welche Antworten sind in jenem Land z.B., als korrekt erlaubt. 

Sind die Vorschläge der KI praktikabel, funktioniert das, was die KI andeutet, im Vergleich zu anderen Optionen, in der optimalsten Weise, wie man es erwartet (z.B. eine schnelle Lösung anzustreben) und ist die Aussage der KI schlüssig und logisch. Welche Erfahrung mache ich mit der KI. Bin ich mit den Abläufen und Hilfestellungen, die ich erhalte zufrieden.

Die KI soll allen Menschen bei ihren Anliegen helfen. Die richtigen, hilfreichen Hinweise sollten ohne Bezahlung zugänglich sein. Aber man braucht einen Internetanschluss und ein Anzeigegerät (z.B. Smartphone, PC, Notebook, Tablet, etc.). Die benötigten Antworten sollten als Menschheitswissen zugänglich sein. Wer sein Wissen nicht zur Verfügung stellen will, muss es verbergen. Aber leben wir nicht in einer sozialen Welt? Das heißt, immer mit unseren Mitmenschen. Welches Wissen soll ich dann verbergen? Und neben jenen Menschen, die ihr Wissen verbergen wollen oder nur gegen Bezahlung hergeben, gibt es mindestens genauso viele, die gerne ihr Wissen anderen zur Verfügung stellen. Ob sie es selbst bereitstellen oder die KI ihre Aussagen im Internet findet, wäre unerheblich, wenn es darum ginge, möglichst schnell Hilfesuchenden eine Antwort zu geben. 

Sollte der Bevölkerung nicht alles Wissen zugänglich sein? Wenn es menschliches Wissen ist, welches könnte man berechtigterweise verbergen?

Samstag, 27. Juni 2026

Reziprozität braucht BGE

S.151
Karl Widerquist - Universal Basic Income, MIT PRESS

Reziprozität wird von den BGE-Gegnern eingefordert, von den Grundeinkommen-Befürwortern:

Wer etwas bekommt, soll etwas zurückgeben. Wer also Geld bekommt, soll dafür Arbeit zurückgeben.

Aber im bestehenden System ist die Reziprozität nicht gewährleistet:

Nicht alle haben Grund-und-Boden. Aber alle brauchen Grund-und-Boden, um darauf dasjenige zu gewinnen, von dem sie leben können: Wasser, Nahrung, Kleidung, Behausung.

Wenn sie kein Grund-und-Boden haben, müssten sie von denjenigen entschädigt werden, die diesen haben. Diese Entschädigung wäre dauerhaft, z.B. ein BGE.

Arbeit schafft kein Land. Deshalb können auch Landbesitzer nicht reklamieren, sie hätten ihren Besitz selbst geschaffen. Eigentum ist in vielen Fällen aus Ressourcen entstanden. Ressourcen kann man nicht produzieren und erarbeiten. Ressourcen sind da, von der Natur gegeben.

Donnerstag, 14. Mai 2026

Die Zukunft des Tauschrings

 Vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren, gab es eine Idee des Tauschrings. Was ist an ihr realistisch, was muss revidiert werden.

Ursprünglich war der Tauschring wie eine Verkaufsplattform aufgebaut, wie ein Handelskonzept umgesetzt. Wer etwas anzubieten hatte, gab dies bekannt und Interessierte konnten sich dieses Angebot holen. Der Unterschied zum regulären Wirtschaftsmarkt, war die Währung. Es ist eine eigene Währung, z.B. die Heunis. Zehn Heuni entsprachen 10 Euro. Bei Eintritt in den Tauschring, wurden Heunis großzügig vergeben, sodass ein Neumitglied gleich mit dem Tauschen beginnen konnte.

Auf dieser Plattform fanden sich sowohl einige ein, die etwas zum Tauschen anboten und mehr noch solche, die etwas von dem Angebotenen haben wollten. Somit konnte der Tauschring beginnen. 

Über die Jahre nun, konnte der Tauschring ausprobiert werden und die Erfahrungen mit dem Tauschring können unterschiedlich sein. Hier nun eine Einschätzung.

Das Konzept funktioniert nicht so, wie angedacht. Es sind gefühlt oder tatsächlich, mehr Nachfrager nach Dienstleistungen vorhanden, als es ein Angebot gibt. Das Angebot von Gütern kann man vernachlässigen, da der Handel damit ohne Probleme ablief, mit der Einschränkung, dass es verkehrt ist, wenn Tauschringe einen Handel von Gütern und Dienstleistungen mit der allgemein gültigen Währung einschränken oder verbieten.

Da mehr Nachfrager vorhanden sind, haben die Anbieter mehr Druck, ihren Aufgaben nachzukommen. Sie erhalten zwar recht schnell eine Menge Heunis, aber die Einlösung ihrer Einnahmen gegen andere Angebote gelingt nur schleppend, da solche Angebote nicht reichhaltig genug vorhanden sind. So füllt sich für die Anbieter von Dienstleistungen, das Konto, aber das Geld ist mehr oder weniger wertlos.

Das erinnert ein bisschen an die DDR, die auch ein Geld hatte, aber für dieses Geld gab es nicht wirklich einen Markt an Gütern und Dienstleistungen, die attraktiv erschienen.

Ein anderer Aspekt kommt erst auf den zweiten Blick zustande. Da die Angebote annonciert wurden, bestand eine Verbindlichkeit, auch diese Angebote zu leisten. Mit anderen Worten, es gab quasi eine Arbeitspflicht. Wer z.B. anbot, Elektroarbeiten im Haushalt zu übernehmen, wurde angerufen, er möge einen Auftrag übernehmen. Wer sich dem dann verweigerte, stand seltsam da und es wurde womöglich herumerzählt, die Person sei unzuverlässig und nicht empfehlenswert.

Und ein Weiteres, es kann der Eindruck entstehen, dieser Dienstleistungsmarkt geht in Richtung, Ausbeutung von Arbeitskraft. Warum? Zum einen sind die Arbeitskräfte im Tauschring, im Vergleich zum regulären Arbeitsmarkt, billig, zum anderen kann man sich einem einmal gemachten Angebot, nicht ohne weiteres wieder entziehen, ohne fragwürdig zu erscheinen.

Was sind die Lehren aus den Erfahrungen mit 20 Jahren Tauschring?

Der Hauptteil dieses Konzepts, funktioniert nicht ohne weiteres. Der Handel mit Dienstleistungen gelingt nur mit Einschränkungen. 

Hat der Tauschring eine Zukunft?

Ja, wenn man das Konzept weiterentwickelt. Es sollte auch der private Handel, geknüpft an die Eurowährung erlaubt sein. Der eigenen Einschätzung nach, sind andere Aspekte viel wichtiger, die gar nicht groß erwähnt werden, im Tauschring, aber zentral sind, für das Gelingen dieser Einrichtung. 

DIE KOMMUNIKATION

Auf den regulären Verkaufsplattformen, ist die Kommunikation nur Mittel zum Zweck. Aber im Tauschring ist die Kommunikation für die TeilnehmerInnen von großem Interesse. Über die Kommunikation lernt man die anderen Tauschring-Mitglieder kennen. 

Für die Kommunikation gibt es verschiedene Angebote. Das Sonntagsfrühstück, alle zwei Monate. Die TeilnehmerInnen bringen etwas zu essen mit und ein Büfet entsteht, für alle Anwesenden. Der Stammtisch. Einmal im Monat abends, können sich die Mitglieder in einem Lokal treffen. Und eventuell gibt es weitere Termine. Zu solchen Gelegenheiten, können die Mitglieder miteinander ins Gespräch kommen und sich gegenseitig kennenlernen.

Ein offizieller Angebotsmarkt, ist nur mit Einschränkung zu empfehlen. Man kann z.B. zeitlich befristete Angebote machen. Das verhindert Ausbeutung. Weiterhin ist es möglich, über die eigenen Fähigkeiten zu informieren, während der Kommunikations -Begegnungen. Im persönlichen Gespräch kann dann der Einzelne etwas anbieten. Aber nicht offiziell, über eine Angebotsplattform des Tauschrings. 

Wenn man diese Punkte berücksichtigt, ist der eigenen Einschätzung nach, auch weiterhin ein Tauschring attraktiv für die Bewohner. Denn die Armut ist noch nicht abgeschafft, in den Gesellschaften.

Donnerstag, 7. Mai 2026

Wie funktioniert Ausbeutung?

Eine Firma liefert Energie an Kunden. Diese Energieträger werden portionsweise ausgegeben. Der Kunde nimmt sich eine Portion und geht dann an die Kasse. Dort zahlt er bei einem Mitarbeiter der Firma die Menge Energie, die er genommen hat. 

Der Mitarbeiter gibt dem Kunden eine Quittung über die gekaufte Menge Energie. Der Mitarbeiter bekommt einen Lohn für die geleistete Arbeit.

Soweit so gut. 

Wenn dem Mitarbeiter der Job gefällt, kann er ihn weiterhin machen.

Wenn ihm der Lohn ausreichend oder gut erscheint, dann ist das ein weiterer Grund, dabei zu bleiben.

Wenn die Arbeitsbedingungen gut sind, gibt es keinen Grund unzufrieden zu sein.

WAS KANN SICH JETZT ÄNDERN?

Dem Arbeitgeber könnte in den Sinn kommen, dass der Mitarbeiter zu wenig Arbeit hat. Und dass man dem Mitarbeiter mehr Arbeit geben sollte, damit dieser ausgelastet ist. 

Dies ist ein sehr heikler Moment. 

Denn die Person A will darüber entscheiden, welche Arbeit der Person B zugemutet werden kann. 

Ist das in Ordnung so?

Nein, das ist nicht in Ordnung. Wer von anderen Anweisungen bekommt, was zu arbeiten ist, ist der Sklave des anderen. Und Sklave sein, ist menschenunwürdig und widerspricht den Menschenrechten.

Wenn jetzt der Mitarbeiter in der Energiefirma, zusätzlich zum Verkauf der Energieträger, auch noch Mitarbeiter eines Verkaufsshop sein soll, mit diversen Artikeln, die in die Regale eingeräumt werden müssen, dann hat die Person zusätzliche Arbeit, die sie nicht frei gewählt hat. 

Denn jetzt kann es sein, dass die Mitarbeiter-Person zu viel Arbeit und zu viel zu tun hat. Und es entsteht Stress, weil sowohl die Energieträger verkauft werden sollen und zusätzlich noch die Shop-Ware. Das kann dann zu viel sein und der Job wird stressig und anstrengend und den Mitarbeitern vergeht die Lust an der Arbeit. Zumal solche Jobs eh eher schlecht bezahlt sind. 

Da gerät dann der Bewohner in eine Ausbeutungssituation. Und da braucht man keine Gewerkschaften, um festzustellen, dass das nicht in Ordnung ist.

Das heißt, die Ausbeutung entsteht durch Überlastung von Mitarbeitern. Und diese Überlastung ist von den Arbeitgebern so angelegt. Denn sie können sehr wohl erkennen, dass eine Arbeitssituation zu stressig ist, für ihre Angestellten. 

Und es gibt dann diverse Ausreden, warum das scheinbar nicht anders geht: 

  • Die Konkurrenz ließe keine andere Arbeitssituation zu. 
  • Im Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern, müsse halt die maximale Arbeitsleistung erbracht werden. 
  • Wer die Arbeit nicht machen will, wird zwangsläufig durch einen besseren Mitarbeiter ersetzt. 
  • Eine höhere Bezahlung ließe der Markt nicht zu. Man stünde im internationalen Preiskampf. 

Ausbeutung wird so erklärt, dass es nun mal nicht anders ginge. 

PS: Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) würde Ausbeutung unmöglich machen. Weil sich niemand ausbeuten lassen müsste. 😊

Donnerstag, 30. April 2026

Muss man was tun oder geschieht die Gesellschaftsgestaltung auch ohne mich?

Wenn man mit irgendwas unzufrieden ist, wäre das eine gute Gelegenheit, aktiv zu werden. 

BEISPIEL
Einerseits mag man den Arbeitsplatz und die Aufgabe, die man übernommen hat, andererseits findet man die Arbeitsbedingungen schlecht und menschenunwürdig. Was soll ich jetzt machen?

Die einen warten, bis die Politiker die Welt noch besser gestalten, mit ihren Gesetzen und Verordnungen. Und dann gibt es noch welche, die nicht warten wollen und selbst aktiv werden. 

Dieser zweite Weg, ist der interessantere. 

Was kannst du tun, bei einem solchen Arbeitsplatz?

Es gibt immer mehr Menschen, die sich einen solchen Job nicht bieten lassen wollen. Sie kündigen und machen irgendwas anderes. Obwohl sie eigentlich die Arbeit gerne machen würden. Aber eben nicht unter solchen Bedingungen.

Andere wenden sich an die Gewerkschaften und suchen bei denen Unterstützung für ihre Situation. Aber gerade bei den schlechten Jobs, sind eher keine Gewerkschaften zu finden.

Und Gewerkschaften sind dann keine Lösung, wenn die Mitarbeiter nicht ihr Klientel bestreiken wollen, weil sie wissen, dieses braucht sie. Im Grunde wollen die MitarbeiterInnen für ihr Klientel da sein, aber nicht unter diesen Bedingungen.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) würde in solchen Situationen eine große Erleichterung darstellen. Denn schlechte Arbeitsbedingungen könnten die Leute dann ablehnen, ohne ihre Existenzsicherung zu verlieren, die sie über ein BGE haben.

Und andererseits könnten sie die Arbeit so machen, wie sie sie für richtig halten, ohne dafür einen Lohn fordern zu müssen, denn sie haben ein Grundeinkommen.

Die heutigen gesellschaftlichen Bedingungen erfordern einen Systemwechsel. Und dieser kann bloß über die Bewohner selbst stattfinden.

Samstag, 18. April 2026

Wie sieht das Arbeitsleben aus?

Die Arbeitswelt ist so gestaltet, dass der Bewohner in einem Land verpflichtet ist, zu arbeiten. Dies muss man ablehnen lernen. Sonst meint der Bewohner, das sei normal und man könne daran nichts ändern.

Wenn es Pflicht ist, zu arbeiten, gibt es keinen Weg, diesem Schicksal zu entkommen.

Warum ist das so? Weil die Menschen, die ohne einen Arbeitsplatz, die ohne eine Arbeit, die sie für andere verrichten, nicht existieren können. Es ist in allen Gesellschaften so angelegt, dass diese Konsequenz eintritt. Denn es ist dafür gesorgt, zum Beispiel in den europäischen Ländern, dass der Arbeitslose irgendwann nur noch so wenig Geld bekommt, dass er kaum davon leben kann und ständig verpflichtet ist Anträge zu stellen und nachzuweisen, dass er immer noch keinen Job gefunden hat, damit er das bisschen Geld bekommt, das ihm der Staat gewährt. 

Ist diese Regel gerecht und gut?

Eine Arbeitspflicht widerspricht der Würde des Menschen. Sie dürfte gar nicht existieren. Niemand darf verpflichtet sein, für andere Leute arbeiten zu müssen. Die Arbeitspflicht widerspricht den Grundrechten.

Was ist aber die Folge der Arbeitspflicht? Die Ausbeutung. 

Denn wer sich gegen eine Arbeitszumutung nicht wehren kann, nicht wehren darf, der ist der Ausbeutung ausgeliefert.

Wie funktioniert die Ausbeutung?

Manche Leute erhalten einen Job, der Nachteile hat. Was ein Nachteil ist, kann zwar subjetiv unterschiedlich empfunden werden, aber oft sehen die Menschen recht schnell die Probleme, die sie mit einem Job haben.

Manche müssen nachts arbeiten oder sehr früh morgens oder bis spät in den Abend. Andere müssen an den Wochenenden arbeiten, während manche dies nicht müssen.

Wieder welche, müssen in Schicht arbeiten. Das heißt, ständig wechselnde Arbeitszeiten, die ein geordnetes Privatleben unmöglich machen.

Oder es fallen ständig Überstunden an, obwohl man keine Überstunden arbeiten möchte. 

Dann wiederum kann es sein, dass die Kollegen ständig krank sind und der Mitarbeiter verpflichtet ist, deren liegengebliebene Arbeit mitzuerledigen. 

Derlei schlechte Arbeitsbedingungen, können die Menschen krank machen. 

Wer sich laufend krank meldet, kann auf die Dauer seinen Arbeitsplatz verlieren. 

Ausbeutung geschieht in solchen Arbeitszusammenhängen, die zum Nachteil des Arbeitnehmers ausgelegt sind. Der Arbeitnehmer kann sich oft nicht solchen Umständen entziehen, weil er dann kein Einkommen hätte und sich nicht mehr selbst finanzieren kann. Er wäre, wenn er z.B. seinen ausbeuterischen Job kündigt, existenziell abhängig vom Staat. Und der will nicht für die Existenzsicherung des Einzelnen verantwortlich sein. Er will den Bewohner gleich wieder in einen neuen Job loswerden.

Das kann dann wie ein Teufelskreis sein. Der Staat will den Arbeitslosen schnell wieder loswerden. Deshalb soll dieser in irgendeinem Job seine Existenzsicherung verdienen. Jobs für Arbeitslose, sind oft miese Jobs. Sogenannte Niedriglohnjobs. In ihnen verdient der Bewohner nicht nur wenig Geld. Meistens sind solche Jobs auch mit Ausbeutung verknüpft, mit schlechten Arbeitsbedingungen. Diese soll der Arbeitslose aber akzeptieren, statt dem Staat mit seiner Existenz auf der Tasche zu liegen. 

Wer jetzt aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen krank wird, sich krank meldet, riskiert, entlassen zu werden und der Kreislauf beginnt von neuem. 

Dienstag, 24. Februar 2026

Zusammenleben

Familie ist wie Firma. Der gesamte Ablauf, wer übernimmt welche Arbeiten, wer entscheidet über welche Bereiche, muss geregelt sein. Es muss Personen geben, die das entscheiden. Idealerweise handeln die Erwachsenen, die die Eltern der Kinder sind, wie ein Team. 

Ein Team sind Entscheider, die auf natürliche Weise herausfinden, wer welche Aufgaben entscheidet, wer welche Bereiche in seine Verantwortung übernimmt. Und der große Zusammenhang ist dann die Familie oder die Firma.

Wenn ein Verbund von Menschen existiert, weil Kinder gezeugt wurden, weil eine Firma gegründet wurde, dann kann man im Nachhinein herausfinden, ob die beteiligten Erwachsenen wie ein Team handeln können. Und es kann sich herausstellen, dass man nicht wie ein Team zusammenarbeitet. Weil eine Person hauptentscheidend sein will. Das ist dann eher eine hierarchisch gestaltete Zusammenarbeit. Aber, auch da ist es möglich, ähnlich wie ein natürlich gewachsenes Team zu arbeiten, aus der Einsicht heraus. Voraussetzung dabei ist, dass die hauptsächlich bestimmen wollende Person, die etwas nachrangig dastehende Person grundsätzlich achtet und den dieser Person zugeteilten Bereich anerkennt und dieser zweiten Geige, Respekt zollt. 

Dann haben wir eine Person, die grundsätzlich das Hauptentscheidungsrecht der anderen Person zuerkennt und von dieser dominierenden Kraft in der Zuständigkeit für andere Bereiche, anerkannt und würdevoll behandelt wird. 

1. Person, dominierende Kraft
2. Person, nachrangig, aber vollumfänglich anerkannt, in der Zuständigkeit für eigene Bereiche.

Der Clou dabei ist, dass diese Arbeitsbeziehung nachträglich erarbeitet und gemeinsam ausgetüftelt wurde. 

Was ist dabei der Punkt?

Ist einmal die Familie gegründet, die Firma eingetragen, dann entstehen Verantwortlichkeiten, denen man sich nur noch schwerlich entziehen kann. Den Kindern ist es egal, ob die Eltern sich alles vorher gut überlegt haben. Wenn diese den Nachwuchs einmal gezeugt haben, besteht ein Muss, für die Kinder dazu sein. Wer es dann noch wagt, sich zu entziehen, nimmt schwere Schuld auf sich.

Die Realität ist aber anders. Wir können als Erwachsene hinterher merken, dass die Beziehung zum Geschäftspartner oder Ehepartner nicht richtig funktioniert und das man nicht in der Lage ist, die Hindernisse in der Kommunikation zu überwinden. Wer nicht zu einem Team wird, ob auf natürliche Weise oder bemüht, der landet womöglich in einer hierarchisch strukturierten Beziehung, in der man als 2.Person nicht anerkannt ist und ein sado-maso Leben führen muss. Solches Zusammenleben gibt es zwar auch, es ist aber nicht zu empfehlen, weil es menschenunwürdige Umstände hervorruft. 

Oder, was ebenfalls passieren kann, dass die zweitrangig behandelte Person, sich einen anderen Partner sucht und die Beziehung und das Hervorgebrachte, die Kinder, die Firma aufgibt. 

Auch wenn dieses Verhalten nach einer Lösung ausschaut, so lässt sie doch ein Trümmerfeld an menschlichem Leid zurück, insbesondere bei den Kinder, Mitarbeitern, wenn sich eigentlich-Verantwortliche zurückziehen, egal, wie sie das begründen.

Samstag, 14. Februar 2026

Wieso weiterhin sich für ein BGE einsetzen?

Weil sich nichts zum Besseren entwickelt. 

Aber sind scheinbar nicht genügend Menschen am Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) interessiert?

Diejenigen, die unter den jetzigen Bedingungen leiden und daran zugrunde gehen, sind es, die in erster Linie ein Interesse an Veränderung haben. Der Maßstab für alle, müssen die Menschenrechte und Grundrechte sein. Das BGE ist die direkte Umsetzung der Menschenwürde. Wer es nicht unterstützt, hält diese Würde und die Grundrechte für vernachlässigbar. Dies kann aber von allen anderen nicht hinnehmbar sein.

Auch wenn es Kräfte gibt, die ein BGE bislang verhinderten, so ist an der Ausrichtung der Gesellschaften, bezüglich einer humanen Gestaltung des Zusammenlebens, nichts zu ändern. Es wird so kommen müssen, dass die Grundüberzeugungen, die in der BGE-Idee enthalten sind, sich realisieren. Alles andere ist eine Verletzung der Menschlichkeit im tagtäglichen Leben, durch die Gestaltungsordnung, die wir anwenden.

Heute können wir jeden Tag in den Medien darüber erfahren, dass die Armut nicht abnimmt und dass außer den alten Lösungen, keine anderen in Anwendung kommen. Obwohl das BGE eine Lösung für diese Probleme ist, wendet man es nicht an. Die Botschaft an die Leute ist, nehmt es hin, dass sich nichts ändert. Es ist halt so.

Das hängt auch damit zusammen, dass nicht alle Bewohner auf ein BGE angewiesen sind. Und diese können sich sagen, ich brauche es nicht, also setze ich mich auch nicht dafür ein. Aber das ist kurzsichtig gedacht, weil sich die Lebensumstände ändern können und man dann doch froh wäre, wenn es da ist. Und es ist unmoralisch, wenn man das würdelose Leben anderer hinnimmt, weil man selbst nicht betroffen ist.

Und wir können das BGE in einen größeren Zusammenhang stellen. Dann wirkt es wie ein roter Faden, der die Orientierung erleichtert. Zum Beispiel wenn wir fragen, in welchen Gesellschaften wollen wir leben. Wie soll jetzt und in Zukunft das Zusammenleben der Menschen gestaltet sein. Dieser größere Zusammenhang muss von uns allen in den Blick genommen werden. Also nicht mehr auf Parteien und Politiker schauen, nicht mehr die Medienberichte über diese Gruppen und Leute verfolgen, sondern seine Zeit mit der Formulierung von besseren Welten verbringen und diese gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern umsetzen und in die Tat bringen.

Diese Vernetzung ist anzustreben. Selbst sich sachlich kompetent machen, in einzelnen Bereichen, die einen interessieren: Soziales, Gesundheit, Ökologie, Umwelt, und so weiter. Und dann die Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinnen und Bürgern in der Welt, suchen.

So gelangen wir zu den Gesellschaften, die wir wollen.

Sonntag, 11. Januar 2026

Wo geht es lang ..

Soll man sich um die Dinge kümmern, die in der Gesellschaft passieren oder sich mehr auf das Privatleben konzentrieren?

Auf den ersten Blick scheint das Privatleben das Naheliegende. Und wir Menschen verwenden unterschiedlich viel Zeit, diesen Bereich zu gestalten. Aber wenn die einen damit in einem bestimmten Zeitraum fertig sind, brauchen andere viel, viel länger und manche sind ihr ganzes Leben nur mit diesen Dingen beschäftigt. 

Es kann aber sein, dass für einige Menschen die Außenwelt an Bedeutung gewinnt, der Bereich, der über das eigene Privatleben hinausreicht. Wie geht es den anderen Leuten, in welche Aufgaben sind die verstrickt. Was ist für die wichtig? Dann kann man zwar sehen, dass andere Leute ganz andere Schwerpunkte setzen, als man selbst, aber es ist auch möglich, festzustellen, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt, zwischen der Lebenssituation anderer Leute und der eigenen. 

Mit anderen Worten, die Aufgabenbereiche der Mitmenschen und die eigenen, überschneiden sich oft in beträchtlichem Maße, sodass schnell die Frage aufkommt, warum arbeiten wir nicht in diesen Bereichen zusammen, um für uns alle (und nicht bloß für mich) ausreichende Bedingungen, gute Bedingungen zu erhalten, für das eigene Leben? 

Wer das wahrnimmt, dass die eigenen Interessen, sich gar nicht so viel unterscheiden, von Interessen anderer Leute, der kann dies als Grundlage nehmen, einen weiteren Blick auf das Leben zu wählen, bei dem die anderen immer mit eingeschlossen sind.

Dadurch werden die eigenen Interessen eingebunden in eine gemeinschaftliche Wahrnehmung von vielen. Und man selbst ist davon ein Teil. Wenn ich mich jetzt um die Anliegen aller kümmere, dann gehöre ich zu diesen allen, dazu. 

Damit ist dem immer mal wieder vorgebrachten Vorwurf, die Beachtung der eigenen Lebenssituation sei egoistisch, widersprochen. Die eigenen Anliegen müssen, gerade wenn sie von grundsätzlicher Art sind (Grundversorgung, Nahrung, Kleidung, Wohnraum und Energie), immer behandelt werden. Und dies ist leichter möglich, wenn man einsieht, dass es den Mitmenschen ähnlich geht. Wer sich dann für die Grundversorgung aller Menschen einsetzt, z.B. für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), der hat dabei immer die eigenen Anliegen mit eingeschlossen, ohne dabei egoistisch zu sein. 

Natürlich können wir auch spezielle Anliegen haben, die sich von den allgemeinen Interessen aller oder vieler Leute, unterscheiden und für diese werden dann ebenfalls Lösungen benötigt.

Es wäre deshalb zumindest die Überlegung gegeben, warum arbeiten wir nicht zusammen, um für alle die grundlegenden Dinge zu regeln? Und dass es so nicht funktioniert, wie es heute gemacht wird, sehen wir jeden Tag.

Samstag, 10. Januar 2026

Güter oder Geld

Jetzt ist zu erfahren, dass die Armut im Jahr 2026 und schon vorher, ein chronisches Problem sei und ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung dauerhaft arm ist. Und was ist die Lösung?

Heute geben die Medien und die Institutionen und Einrichtungen, die die Armut betreuen, keinerlei Auskunft darüber. Aber vor einiger Zeit war für viele in der Gesellschaft klar, dass das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) die Lösung ist? Nur wollten diese Gruppierungen davon nichts hören und wissen. 

Warum ist das so?

Das BGE beendet die bestehenden Systeme oder führt sie weiter. Wer aber den Arbeitsmarkt, das Sozialsystem, die Wirtschaft weiterhin so gestaltet sehen will, wie es die ganzen Jahre und Jahrzehnte war, der will keine Änderung, will keine Neugestaltung. Dann ist das Wichtigste, die bestehende Ordnung beizubehalten und alles in diesem Rahmen zu versuchen. 

Nicht nur die Armut ist chronisch, in den Gesellschaften, sondern auch die Lösungsnotwendigkeit. Die Lösung kann nur darin bestehen, die Grundversorgung kostenlos allen Personen auf der Erde zur Verfügung zu stellen. Alles andere ist ein Umweg, Fehlerquelle oder Verzögerung.

Eine direkte Zur-Verfügungstellung ist nicht die Geldübergabe. Denn diese besagt gar nichts. Die Menschen können auch heute schon Geld haben, aber es ist ihnen nicht möglich die lebenswichtigen Güter zu erhalten. 

Zum Beispiel Energie. Energie kann aus verschiedensten Gründen für knapp erklärt werden. Dann kann Energie astronomisch teuer sein. Und das Grundeinkommen nützt nichts, genügend von diesem Grundversorgungsgut zu bekommen.

Ein anderes Beispiel ist Wohnraum. Wir gehen davon aus, dass ein BGE dazu berechtigt, Wohnraum zu erhalten. Aber die Preise für Wohnraum können durch die Decke schießen und wie auch immer das BGE bemessen ist, es könnte zu wenig sein.

Deshalb ist der Ansatz, bei der Geldverteilung anzusetzen falsch? 

Warum nicht bei der Güterverteilung ansetzen und die Geldverteilung ist dann bloß Zugriffsrecht auf ein bestimmtes Quantum dieser Gütermenge.

Montag, 5. Januar 2026

BGE-Entwicklung 2025

 https://www.youtube.com/watch?v=nZy3ii_6s8w

Zusammengefasst.

2020 gab es eine Art Ideenwettbewerb bei der Präsidentschaftswahl in den USA. Wie sollen wir unsere Gesellschaften gestalten. Diese Sicht auf die Dinge, fehlt heute. Alle Warnungen bezüglich der gesellschaftlichen  Entwicklungen, Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz, Automatisierung, sind heute eingetreten und es passiert jeden Tag und wir sehen die Kündigungen, die die Leute erhalten.  Und für Berufseinsteiger ist es heute schwer, weil Firmen, Einrichtungen sagen, wir haben genug Leute und brauchen keine weiteren.

In der aktuellen Politik, wird eine Zunahme der Arbeitsplätze als sinnvoll vorgestellt. Aber die Umsetzung dieser Vorstellung ist mehr als fraglich, weil in der Wirtschaft Konkurrenz darüber besteht, wie effizient Arbeit verrichtet wird.

Wenn in der Autoherstellung 20 Personen pro Fahrzeug gebraucht werden und in einem anderen Land bloß 5 Personen, dann hat das Land mit 20 Personen zwar mehr Arbeitsplätze für seine Bewohner, ist aber gleichzeitig weniger produktiv als das Land, welches nur 5 Personen für die Herstellung eines Autos braucht. 

Die aktuelle Entwicklung ist erschreckend, weil es einerseits genügend Leute gibt, die jeden Preis bezahlen können, weil sie genügend Geld auf ihrem Konto haben und das bewirkt ein Anziehen der Preise. Andererseits gibt es gleichzeitig viele Menschen, die es sich nicht leisten können, die hohen Preise zu bezahlen und deshalb eine Verschlechterung ihrer Lebenssituation erleben. 

Zu den Studien zum Bedingungslosen Grundeinkommen sagt Scott Santens, dass die Wirkung eines Bedingungslosen Grundeinkommens auf die einzelne Person, eine Sicht ist, aber die Wirkung eines BGE auf die Gemeinde, die Stadt, nochmal eine weitere Perspektive bringt. Und gerade bei dieser zweiten Sicht, wird deutlich, welche positiven Entwicklungen mit einem BGE verbunden sind. 

Auf die Frage, ob noch weitere Studien notwendig sind, um zu beweisen, dass das BGE der richtige Weg ist, deutet Santens mehr die jetzt notwendige Umsetzung der ganzen Idee an, denn die Beweise sind längst erbracht, dass ein BGE das bessere Sozialsystem und den besseren Arbeitsmarkt und ein humaneres Zusammenleben bringt, im Vergleich zu den heutigen Umständen.

Hat die Grundeinkommen -Bewegung an Bedeutung verloren? 

Die Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger, sind heute andere. Es genügt nicht mehr, darauf zu warten, was die Politik macht. Jeder Bürger hat sich um die wichtigen und richtigen Schritte in der Gesellschaft selbst zu kümmern. Das ist neu. Diese Einsicht ist für viele neu. Man kann heute nicht mehr die Aufgaben in der Gesellschaft an andere Leute delegieren, wenn man sie erledigt haben will. Man muss sie selber anpacken. 

Wir brauchen keine Bewegung, aber einzelne Menschen, die sich bewegen. Die sich in der Sache öffentlich äußern, für ein BGE und das immer wieder begründen und erklären. Die sich mit anderen Personen vernetzen, um gemeinsam mehr Effekt zum Thema zu erzielen. - Dann erreichen wir etwas. Dann kommen wir in die richtige Richtung. Das können die Leute, die Bewohner bemerken.

Sonntag, 28. Dezember 2025

Weltenraum

Wenn wir uns Regeln auferlegen, wo kommen diese her?

Haben wir sie uns selbst ausgedacht, dann kommen sie aus unserem Empfinden, was angemessen ist. Wir können es fühlen. Aber wir können die Gründe ebenso denken. Dann haben wir vor Augen, was passiert, wenn wir die Regeln nicht einhalten würden. 

Gehen wir einen Irrweg, so können wir das wahrnehmen, feststellen. Wir können dann versuchen, bewusst einen anderen Weg zu gehen.

Was also, führt uns zu Entscheidungen?

Einmal die individuelle Orientierung. Wir lassen unsere Persönlichkeit entscheiden, was richtig für uns ist. 

Und dann die ideelle Orientierung.

Wo mögen die Leitbilder dafür und die Regeln herkommen? Woher weiß ich, dass etwas nicht von mir, sondern von einem anderen kommt? Die ideelle Orientierung kann durch mich selbst geschehen, aber es kann ebenso von anderen stammen.

Ich nehme es z.B. physisch wahr, dass es von anderen kommt. Etwas ist außer mir und spricht zu mir. Zum Beispiel ein Wesen. Etwas wurde von anderen geschrieben und der Text liegt mir vor. Es ist nicht mein Text.

Wir haben Leitbilder in uns zugelassen, die als nicht von uns selbst erscheinen und so wirken, als ob sie uns von einem anderen, gegeben sind.

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Dasjenige, was angemessen ist, können wir fühlen. 

Was heißt das? 

Etwas Unrechtes lässt sich empfinden. Eine schlechte Tat ist spürbar. Jetzt können wir aber sagen, jeder empfindet anders. Und was dann?

Annahme
Die Sittlichkeit ist keine menschliche Erfindung. Das Moralisch-Ethische ist gesetzt. Es ist nicht der Beliebigkeit menschlicher Entscheidungen unterworfen. Es existiert bereits und wir Menschen können bloß dessen Existenz und Berechtigung bestätigen. Tun wir das nicht, gehen wir unweigerlich zugrunde. 

Das Moralisch-Ethische betrifft nicht nur die Frage, wie wir Menschen miteinander umgehen, sondern auch, wie wir Menschen unsere Umwelt, die Tiere, Pflanzen, den Planeten, das Sonnensystem, den Kosmos, das Universum behandeln. Auch das ist eine sittliche Aufgabe.

Wäre das Moralisch-Ethische bloß durch den Menschen gegeben, wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet. Dann könnte der Mensch in einem Zustand des Wahnsinns, womöglich die Erde und alles Leben vernichten wollen. Und dem könnte kein Einhalt geboten werden. 

Wenn wir aber annehmen, dass das Sittliche nicht durch den Menschen gegeben ist und der Mensch kann sich dieser nur anschließen, dann wäre alles Handeln und Wollen des Menschen relativ, weil es seine Grenze im Gegebenen hat. Und das Sittliche ist das Gegebene.

Es ist also nicht nur gegeben, der Kosmos, in dem sich der Mensch vorfindet, sondern auch das Wertesystem, welches den Wesen in der Welt die Orientierung bei ihrem Handeln gibt.

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Ist der Mensch dann aber nicht unfrei?

Nein. Es wird verwechselt, Willkür mit Freiheit. Willkür hat nichts mit Freiheit zu tun.

Deswegen ist die Idee auch falsch, anzunehmen, jede neue Partei, könne ein Gemeinwesen völlig anders, als die vorher regierende gestalten. Denn das wäre Willkür.

Die Kontinuität in den Gemeinwesen, ergibt sich nicht aus verschiedenen Parteien und deren extrem unterschiedlichen Vorstellungen von Gesellschaftsgestaltung, sondern aus einer Grundorientierung und Grundregeln, wie wir ein Zusammenleben für möglich erachten. Und solche Grundregeln müssen von allen jeweils herrschenden Kräften anerkannt sein. Sonst funktioniert es nicht.

Gesellschaften sind dann krank, wenn sie derlei Grundregeln missachten und ein Verhalten praktizieren, dass dem gegebenen Moralisch-Ethischen widerspricht. Der Mensch ist zwar frei, sich solchem Verhalten anzuschließen, es symbolisiert aber nicht die Menschheitsentwicklung, sondern eine andere. Es führt in eine andere Richtung.

Wir sind zwar frei, aber im gegebenen Rahmen. Der Rahmen umschließt das Gewordene, Gegebene, Geschaffene. Wir sind innerhalb dieses Szenarios, selbst Geschaffene. Der Bildhauer, Architekt und Künstler, der es geschaffen hat, sind wir nicht.

Samstag, 27. Dezember 2025

Wichtige Bereiche im Zusammenleben

 Die Zivilgesellschaft hat eine bedeutende Rolle in unserem Dasein, weil sie die staatlichen Angebote ergänzt. Der Staat hat das Normangebot, das universelle Angebot und die Standarddienstleistung, und die Zivilgesellschaft geht konkreter auf die individuellen Bedürfnisse der Leute und Gruppen im Einzelnen ein und stellt diese zufrieden.

Dieses Ergänzungsangebot, welches die Zivilgesellschaft leistet, kann vom Staat abgelehnt werden. Dies geschieht meistens in Diktaturen und totalitären Staaten. Dort wird die Zivilgesellschaft als Konkurrenz erlebt und es wird verweigert, diese in ihrer Funktion anzuerkennen. Dann greift man die zivilgesellschaftlichen Angebote an, bezichtigt sie irgendwelcher Fehler und versucht sie zu diskreditieren, sodass sie sich nicht entfalten können.

Die Zivilgesellschaft kann dann eine Bereicherung für das Gemeinwesen sein, wenn Staat und Bürgerinitiativen sich aktiv und willentlich ergänzen und zueinander sich aufmerksam verhalten und sich gegenseitig unterstützen.

Dann setzt der Staat die Rahmenbedingungen, die grobe Orientierung und die Zivilgesellschaft komplettiert das Geschehen im Gemeinwesen, mit ihren Angeboten.

Samstag, 22. November 2025

Welches Gesellschaftssystem?

Immer wieder hört man Menschen sagen, der Sozialismus sei schlecht. Sie kämen selbst aus diesem und das sei keine Alternative.

Aber im Kapitalismus haben wir ständig zunehmende Armut. Die Leute dort, leben nicht selten in prekären Verhältnissen. Kann es sein, dass beide Konzepte ungeeignet sind und wir Erdenbewohner nach neuen Lösungen Ausschau halten müssen?

Zum Beispiel Kunst und Kultur. Diese Gesellschaftsbereiche können sich in der Regel nicht selbst tragen. Sie brauchen oft eine Finanzierung von außen. Im Sozialismus ist diese vom Staat getragen. Im Kapitalismus soll es Schenkgeld sein. Schenkgeld bedeutet, dass Unternehmen einen Teil ihres Gewinns an soziale und kulturelle Einrichtungen abgeben. Aber dies ist nicht festgelegt. Es wäre der Entscheidung der Betriebe überlassen, wie sie das handhaben.

Thema Armut. Im Sozialismus gibt es keine Armut. Aber jeder ist zur Arbeit verpflichtet, wie im Kapitalismus auch. Armut soll in beiden Systemen durch Unfreiheit des Einzelnen abgeschafft sein. Aber dies ist keine Option und es gelingt in vielen Fällen auch nicht. 

Der Arbeitszwang im Kapitalismus zeigt, dass dort die Menschen gar nicht frei sind, wie so oft behauptet wird. Und dass die Leute im Sozialismus unfrei sind, war schon lange bekannt. 

Gesellschaftssysteme, in denen die Menschen ihre Arbeitskraft an andere Personen verkaufen müssen, sind kein Fortschritt und können nicht empfohlen werden. 

Also was dann?

Das Sozialsystem, die Wirtschaft, die Arbeitsordnung in einem Gemeinwesen, müssen so gestaltet sein, dass sie die Würde der Menschen, die sich aus den Grundrechten und Menschenrechten ergibt, achten.

Jedes Gesellschaftssystem, welches diese Aufgabe nicht leistet, ist ungeeignet.

Was macht man heute, um Menschen in Armut zu helfen, in den kapitalistischen Ländern? Die Armen müssen Einkommensnachweise erbringen, damit die privaten und staatlichen Hilfen an sie weitergegeben werden. Und was ist mit den Armen, die so etwas nicht tun? Sie bekommen halt nichts. 

Das ist eine Form von Aggression gegen die Armen. Denn diese sollen etwas tun. Sie sollen die Behördenformalitäten erledigen, sie sollen Anträge ausfüllen, sie sollen Nachweise erbringen. Gegen diejenigen Armen, die sich nicht anpassen und nicht das tun, was in solchen Ländern verlangt wird, werden Maßnahmen ergriffen. In manchen Ländern werden z.B. Arme aus den Städten gegen ihren Willen wegtranportiert, in Gegenden, in denen sie sich nicht ernähren können und aus denen sie schlecht wieder herauskommen, weil sie keine Transportmittel haben und diese nicht bezahlen können.

Es wäre zu vermuten, dass in Zukunft verstärkt mit Gewalt gegen Arme vorgegangen wird, weil man die Angebote nicht abändern will, die für die Armen vorgesehen sind?

Die bestehenden Gesellschaftssysteme funktionieren nicht mehr und es besteht keine Bereitschaft, von innen heraus etwas zu ändern? Dann werden diese Formen des Zusammenlebens zugrunde gehen, weil in ihnen keine Perspektive besteht. 

Aber eine Weiterentwicklung der Gesellschaften ist immer möglich. Sie geschieht durch den einzelnen Menschen. Dieser muss sich entscheiden, welche Welt er bejaht und wie sie aussehen soll. Und dann kann der Einzelne sich für dieses Ziel engagieren. Das ist der Ausweg.

Montag, 17. November 2025

Betreuungsgutscheine?

 Wer Kinder in Betreuungseinrichtungen geben will, muss in manchen Ländern für diese Betreuung bezahlen. Da Eltern aber oft unterschiedliche hohe Einkommen haben, ist es für Eltern mit geringem Einkommen schwer, Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder zu finden.

Aus dieser Situation heraus, entstand die Idee von Betreuungsgutscheinen. Eltern mit geringem Einkommen sollen diese Gutscheine erhalten und damit die Betreuung ihrer Kinder finanzieren.

Sowohl zur Idee als auch zur Ausgestaltung, gibt es unterschiedliche Ansichten.

Betreuungsgutscheine werden von der Regierung und den Verwaltungen der Länder ausgegeben und von der Gemeinschaft finanziert, über Steuern. Dies wird von manchen Personen abgelehnt, weil sie der Meinung sind, jede Familie sei für ihre Situation selbst verantwortlich. Und wer kein Geld hat, muss eben zusehen, wie das Leben zu gestalten ist.

Dann gibt es eine Gruppe, die der Finanzierung von Betreuungsgutscheinen durch die Gemeinschaft zustimmt, aber die Ausgestaltung wird unterschiedlich gesehen. Die einen wollen, dass nur Familien mit geringem Einkommen diese Gutscheine bekommen. Und es gibt jene, die wollen, dass diese Gutscheine allen Familien zustehen. 

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Dadurch käme eine zusätzliche Variante ins Spiel. Da die Kinder als auch die Eltern ein BGE hätten, könnten die Eltern oder ein Teil der Eltern zuhause bleiben und selbst die eigenen Kinder betreuen und großziehen. 

Diese Variante kommt bei den Betreuungsgutscheinen gar nicht zum Zug.

Und das BGE käme allen Personen zugute, nicht bloß Eltern, die ihre Kinder zur Betreuung weggeben.

Samstag, 15. November 2025

Immer wieder Mindestlohn -Diskussionen

 Mindestlohn PRO:

  • Die Bürger bräuchten ein existenzsicherndes Einkommen. Deshalb sollten die Arbeitgeber einen ausreichend hohen Lohn zahlen.


Mindestlohn CONTRA: 

  • Die Arbeitgeber könnten nicht solche hohen Löhne zahlen. Besser wäre es, der Staat würde mittels Ergänzungsleistungen (Sozialprogrammen) den Arbeitnehmern zur Seite stehen.


Das Problem bei solchen Diskussionen ist, dass sie am Thema vorbeigehen. Denn alle Menschen brauchen eine sichere Existenz und zwar unabhängig von einem Lohn. Das heutige Problem ist, die Kopplung von Arbeit und Einkommen. Besser wäre es, Einkommen von Arbeit zu entkoppeln.

Und wie sind dann die Argumente zum Mindestlohn?

Ein Mindestlohn wäre unnötig, weil alle Bewohner bereits über ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) eine sichere Existenz haben. Und dann kann der Lohn frei durch Arbeitsinteressierte und Arbeitsanbieter ausgehandelt werden.

Das wäre die beste Lösung. 🙂

Donnerstag, 13. November 2025

Medien

Aussagen in den Medien, lassen sich immer herunterbrechen auf Aussagen von Einzelnen. Werden Medien für Mitteilungen angegriffen, dann wird gefragt, wer hat die Texte, Worte, Bilder erstellt. Dann kann z.B. herauskommen, es waren Dritte. Dritte sind solche Personen, die nicht in den Medienunternehmen arbeiten, sondern z.B. selbstständig beschäftigt sind. 

So hat man Medien und dann zusätzlich, die einzelnen Mitteilungen und für diese sind dann wieder Personen verantwortlich, die als Einzelpersonen für Ihre Zusammenstellungen von Aussagen haftbar sind. 

Auch, wenn immer wieder behauptet wird, Medien seien 
unverzichtbare Institutionen, so stehen hinter diesen, benennbare Personen und ihre Arbeit ist immer die, von einzelnen Menschen.

Also eigentlich nichts anderes, wie in den Sozialen Netzwerken auch. Dort aber, ist es sofort erkennbar, dass die Mitteilungen von bestimmten Menschen kommen (Influenzer, Trolle, Fake Accounts mal außer Acht gelassen).

Man will Medien als Institutionen erhalten, damit die Leute nicht selbst Mitteilungen machen. Bloß die Menschen erkennen fortlaufend, dass die Medien nichts anderes sind, als Einzelpersonen. Also nichts anderes, wie sie selbst.

Und die Sache wird noch heftiger. Werden Sichtweisen verbreitet, die nicht von allen geteilt sind, dann insistieren die Autoren darauf, nur ihre Wahrnehmung sei die richtige und wer anders denkt, sei manipuliert. Aber auf dieser Ebene ist gar kein Gespräch mehr möglich, weil derjenige schon eine andere Meinung, die von ihm wahrgenommen sein will, ausschließt.

Das nennt man auch Blockdenken. Nur die eigene Gruppe hat die Wahrheit und die anderen brauche ich nicht mehr ernst nehmen. Diese sind die Gegner oder Marionetten der Gegner. 

Das sogenannte Gespräch in den Medien hat dann den Charakter von, Rufe in der Wüste. Hallo, ist da noch jemand. Aber etwas anderes als man selbst, will man gar nicht mehr wahrhaben. Wer zeigt, anders zu sein, wird aussortiert.

Sonntag, 9. November 2025

Rechte und Verantwortung

Wenn wir Rechte haben oder solche einfordern, dann gehen wir davon aus, dass sie in der Gesellschaft vorhanden sind, sodass wir sie in Anspruch nehmen können. 

Aber wer garantiert diese Rechte. Wer sorgt dafür, dass sie einzulösen sind?

Diejenigen, die diese Rechte fordern, müssen sie selbst garantieren, sofern wir erwachsene Menschen sind. 

So kann man sagen, es gibt keine Rechte ohne Verantwortung.

Wollen wir also ein Recht auf eine bedingungslose Grundversorgung, so müssen die Menschen, die dies wollen, dieses Recht garantieren. Und zwar dauerhaft. Denn wenn niemand da ist, der ein Recht garantiert, dann ist dieses Recht wieder weg oder war nie da.

Nehmen wir als Beispiel die Grundrechte oder Menschenrechte.

Diese sind wohl auf Papier und in Dateien vermerkt, aber allein dadurch werden sie nicht wirksam. Zum Beispiel kann ein Grundrecht auf Existenzsicherung bestehen, aber dieses ist wertlos, wenn niemand es so umsetzt, dass die Würde der Menschen dabei nicht verletzt wird.

Wer Menschen nur dann eine Grundversorgung gibt, wenn sie bestimmte Regeln einhalten, der verletzt die Grundrechte dieser Menschen.

So brauchen wir Menschen, die die Grundrechte einführen und solche, die diese garantieren. Und wenn uns das eine oder das andere fehlt, dann sind keine Grundrechte in Anspruch zu nehmen.

Das zeigt, dass es nicht genügt, auf andere zu warten, dass diese etwas tun, sondern wir alle sind aufgefordert, uns für die Dinge einzusetzen.

Donnerstag, 6. November 2025

Ethik in der Arbeitswelt

Eines der Haupthindernisse für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), sind ethische Vorbehalte bei den Gegnern. Bei näherem Hinsehen, entpuppen sich diese Vorbehalte aber als unberechtigt.

Gegner des BGE wollen einen Arbeitszwang für alle Bürger. Warum wollen sie das? Sie behaupten, wenn die einen arbeiten und andere arbeiten nicht, dann sei das ungerecht. Deswegen will man alle Menschen dazu zwingen, arbeiten zu müssen.

Hier stellt sich die Frage, ob das Ansinnen der Grundeinkommen-Gegner unmoralisch ist? Ja, das ist es. Warum? Sie haben kein Recht, in das Leben der Mitmenschen einzugreifen. Aber das tun sie.

Sie haben alle existenznotwendigen Güter der Erde in den Ländern, privatisiert oder vergesellschaftet (sprich verstaatlicht):
Wasser, Grund-und-Boden, frei wachsende Nahrungsmittel und Essbares

Es gibt keinerlei Gemeingüter, die die Menschen nutzen können, um sich zu ernähren, zu kleiden oder Wohnraum herzustellen. Alles gehört entweder Privatpersonen oder dem Staat. Es gibt nichts, was allen Bewohnern oder Bürgern gehört. Das ist das erste Hindernis.

Da jetzt die Menschen sich nicht von der Natur die notwendigen Güter nehmen können:
Fische fangen, Wild jagen, Tiere halten und Pflanzen anbauen auf eigenem Gemeingüter-Grund, sind sie abhängig von den gesellschaftlichen Angeboten für eine Existenzsicherung. 

Diese Angebote gibt es heute über das Jobcenter, welches seine Angebote an Pflichten für die Antragsteller knüpft. Nämlich die Pflicht, jegliche Arbeit anzunehmen, die angeboten wird. Das ist die heutige Zwangsarbeit. Und das ist das zweite Hindernis für eine menschengemäße Moral und Ethik. Denn mit diesen Regeln wird die Würde des einzelnen Menschen verletzt. 

Entweder man müsste den Leuten freien Zugang du den Angeboten der Natur ermöglichen, sodass darüber eine Versorgung für alle möglich wird, die dies in Anspruch nehmen wollen, oder sie müssten auf die Zwangsarbeit verzichten, die indirekt, durch die Gestaltung der Sozialsysteme zustande kommt.