Posts mit dem Label Gesellschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gesellschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 14. Mai 2026

Die Zukunft des Tauschrings

 Vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren, gab es eine Idee des Tauschrings. Was ist an ihr realistisch, was muss revidiert werden.

Ursprünglich war der Tauschring wie eine Verkaufsplattform aufgebaut, wie ein Handelskonzept umgesetzt. Wer etwas anzubieten hatte, gab dies bekannt und Interessierte konnten sich dieses Angebot holen. Der Unterschied zum regulären Wirtschaftsmarkt, war die Währung. Es ist eine eigene Währung, z.B. die Heunis. Zehn Heuni entsprachen 10 Euro. Bei Eintritt in den Tauschring, wurden Heunis großzügig vergeben, sodass ein Neumitglied gleich mit dem Tauschen beginnen konnte.

Auf dieser Plattform fanden sich sowohl einige ein, die etwas zum Tauschen anboten und mehr noch solche, die etwas von dem Angebotenen haben wollten. Somit konnte der Tauschring beginnen. 

Über die Jahre nun, konnte der Tauschring ausprobiert werden und die Erfahrungen mit dem Tauschring können unterschiedlich sein. Hier nun eine Einschätzung.

Das Konzept funktioniert nicht so, wie angedacht. Es sind gefühlt oder tatsächlich, mehr Nachfrager nach Dienstleistungen vorhanden, als es ein Angebot gibt. Das Angebot von Gütern kann man vernachlässigen, da der Handel damit ohne Probleme ablief, mit der Einschränkung, dass es verkehrt ist, wenn Tauschringe einen Handel von Gütern und Dienstleistungen mit der allgemein gültigen Währung einschränken oder verbieten.

Da mehr Nachfrager vorhanden sind, haben die Anbieter mehr Druck, ihren Aufgaben nachzukommen. Sie erhalten zwar recht schnell eine Menge Heunis, aber die Einlösung ihrer Einnahmen gegen andere Angebote gelingt nur schleppend, da solche Angebote nicht reichhaltig genug vorhanden sind. So füllt sich für die Anbieter von Dienstleistungen, das Konto, aber das Geld ist mehr oder weniger wertlos.

Das erinnert ein bisschen an die DDR, die auch ein Geld hatte, aber für dieses Geld gab es nicht wirklich einen Markt an Gütern und Dienstleistungen, die attraktiv erschienen.

Ein anderer Aspekt kommt erst auf den zweiten Blick zustande. Da die Angebote annonciert wurden, bestand eine Verbindlichkeit, auch diese Angebote zu leisten. Mit anderen Worten, es gab quasi eine Arbeitspflicht. Wer z.B. anbot, Elektroarbeiten im Haushalt zu übernehmen, wurde angerufen, er möge einen Auftrag übernehmen. Wer sich dem dann verweigerte, stand seltsam da und es wurde womöglich herumerzählt, die Person sei unzuverlässig und nicht empfehlenswert.

Und ein Weiteres, es kann der Eindruck entstehen, dieser Dienstleistungsmarkt geht in Richtung, Ausbeutung von Arbeitskraft. Warum? Zum einen sind die Arbeitskräfte im Tauschring, im Vergleich zum regulären Arbeitsmarkt, billig, zum anderen kann man sich einem einmal gemachten Angebot, nicht ohne weiteres wieder entziehen, ohne fragwürdig zu erscheinen.

Was sind die Lehren aus den Erfahrungen mit 20 Jahren Tauschring?

Der Hauptteil dieses Konzepts, funktioniert nicht ohne weiteres. Der Handel mit Dienstleistungen gelingt nur mit Einschränkungen. 

Hat der Tauschring eine Zukunft?

Ja, wenn man das Konzept weiterentwickelt. Es sollte auch der private Handel, geknüpft an die Eurowährung erlaubt sein. Der eigenen Einschätzung nach, sind andere Aspekte viel wichtiger, die gar nicht groß erwähnt werden, im Tauschring, aber zentral sind, für das Gelingen dieser Einrichtung. 

DIE KOMMUNIKATION

Auf den regulären Verkaufsplattformen, ist die Kommunikation nur Mittel zum Zweck. Aber im Tauschring ist die Kommunikation für die TeilnehmerInnen von großem Interesse. Über die Kommunikation lernt man die anderen Tauschring-Mitglieder kennen. 

Für die Kommunikation gibt es verschiedene Angebote. Das Sonntagsfrühstück, alle zwei Monate. Die TeilnehmerInnen bringen etwas zu essen mit und ein Büfet entsteht, für alle Anwesenden. Der Stammtisch. Einmal im Monat abends, können sich die Mitglieder in einem Lokal treffen. Und eventuell gibt es weitere Termine. Zu solchen Gelegenheiten, können die Mitglieder miteinander ins Gespräch kommen und sich gegenseitig kennenlernen.

Ein offizieller Angebotsmarkt, ist nur mit Einschränkung zu empfehlen. Man kann z.B. zeitlich befristete Angebote machen. Das verhindert Ausbeutung. Weiterhin ist es möglich, über die eigenen Fähigkeiten zu informieren, während der Kommunikations -Begegnungen. Im persönlichen Gespräch kann dann der Einzelne etwas anbieten. Aber nicht offiziell, über eine Angebotsplattform des Tauschrings. 

Wenn man diese Punkte berücksichtigt, ist der eigenen Einschätzung nach, auch weiterhin ein Tauschring attraktiv für die Bewohner. Denn die Armut ist noch nicht abgeschafft, in den Gesellschaften.

Donnerstag, 30. April 2026

Muss man was tun oder geschieht die Gesellschaftsgestaltung auch ohne mich?

Wenn man mit irgendwas unzufrieden ist, wäre das eine gute Gelegenheit, aktiv zu werden. 

BEISPIEL
Einerseits mag man den Arbeitsplatz und die Aufgabe, die man übernommen hat, andererseits findet man die Arbeitsbedingungen schlecht und menschenunwürdig. Was soll ich jetzt machen?

Die einen warten, bis die Politiker die Welt noch besser gestalten, mit ihren Gesetzen und Verordnungen. Und dann gibt es noch welche, die nicht warten wollen und selbst aktiv werden. 

Dieser zweite Weg, ist der interessantere. 

Was kannst du tun, bei einem solchen Arbeitsplatz?

Es gibt immer mehr Menschen, die sich einen solchen Job nicht bieten lassen wollen. Sie kündigen und machen irgendwas anderes. Obwohl sie eigentlich die Arbeit gerne machen würden. Aber eben nicht unter solchen Bedingungen.

Andere wenden sich an die Gewerkschaften und suchen bei denen Unterstützung für ihre Situation. Aber gerade bei den schlechten Jobs, sind eher keine Gewerkschaften zu finden.

Und Gewerkschaften sind dann keine Lösung, wenn die Mitarbeiter nicht ihr Klientel bestreiken wollen, weil sie wissen, dieses braucht sie. Im Grunde wollen die MitarbeiterInnen für ihr Klientel da sein, aber nicht unter diesen Bedingungen.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) würde in solchen Situationen eine große Erleichterung darstellen. Denn schlechte Arbeitsbedingungen könnten die Leute dann ablehnen, ohne ihre Existenzsicherung zu verlieren, die sie über ein BGE haben.

Und andererseits könnten sie die Arbeit so machen, wie sie sie für richtig halten, ohne dafür einen Lohn fordern zu müssen, denn sie haben ein Grundeinkommen.

Die heutigen gesellschaftlichen Bedingungen erfordern einen Systemwechsel. Und dieser kann bloß über die Bewohner selbst stattfinden.

Dienstag, 24. Februar 2026

Zusammenleben

Familie ist wie Firma. Der gesamte Ablauf, wer übernimmt welche Arbeiten, wer entscheidet über welche Bereiche, muss geregelt sein. Es muss Personen geben, die das entscheiden. Idealerweise handeln die Erwachsenen, die die Eltern der Kinder sind, wie ein Team. 

Ein Team sind Entscheider, die auf natürliche Weise herausfinden, wer welche Aufgaben entscheidet, wer welche Bereiche in seine Verantwortung übernimmt. Und der große Zusammenhang ist dann die Familie oder die Firma.

Wenn ein Verbund von Menschen existiert, weil Kinder gezeugt wurden, weil eine Firma gegründet wurde, dann kann man im Nachhinein herausfinden, ob die beteiligten Erwachsenen wie ein Team handeln können. Und es kann sich herausstellen, dass man nicht wie ein Team zusammenarbeitet. Weil eine Person hauptentscheidend sein will. Das ist dann eher eine hierarchisch gestaltete Zusammenarbeit. Aber, auch da ist es möglich, ähnlich wie ein natürlich gewachsenes Team zu arbeiten, aus der Einsicht heraus. Voraussetzung dabei ist, dass die hauptsächlich bestimmen wollende Person, die etwas nachrangig dastehende Person grundsätzlich achtet und den dieser Person zugeteilten Bereich anerkennt und dieser zweiten Geige, Respekt zollt. 

Dann haben wir eine Person, die grundsätzlich das Hauptentscheidungsrecht der anderen Person zuerkennt und von dieser dominierenden Kraft in der Zuständigkeit für andere Bereiche, anerkannt und würdevoll behandelt wird. 

1. Person, dominierende Kraft
2. Person, nachrangig, aber vollumfänglich anerkannt, in der Zuständigkeit für eigene Bereiche.

Der Clou dabei ist, dass diese Arbeitsbeziehung nachträglich erarbeitet und gemeinsam ausgetüftelt wurde. 

Was ist dabei der Punkt?

Ist einmal die Familie gegründet, die Firma eingetragen, dann entstehen Verantwortlichkeiten, denen man sich nur noch schwerlich entziehen kann. Den Kindern ist es egal, ob die Eltern sich alles vorher gut überlegt haben. Wenn diese den Nachwuchs einmal gezeugt haben, besteht ein Muss, für die Kinder dazu sein. Wer es dann noch wagt, sich zu entziehen, nimmt schwere Schuld auf sich.

Die Realität ist aber anders. Wir können als Erwachsene hinterher merken, dass die Beziehung zum Geschäftspartner oder Ehepartner nicht richtig funktioniert und das man nicht in der Lage ist, die Hindernisse in der Kommunikation zu überwinden. Wer nicht zu einem Team wird, ob auf natürliche Weise oder bemüht, der landet womöglich in einer hierarchisch strukturierten Beziehung, in der man als 2.Person nicht anerkannt ist und ein sado-maso Leben führen muss. Solches Zusammenleben gibt es zwar auch, es ist aber nicht zu empfehlen, weil es menschenunwürdige Umstände hervorruft. 

Oder, was ebenfalls passieren kann, dass die zweitrangig behandelte Person, sich einen anderen Partner sucht und die Beziehung und das Hervorgebrachte, die Kinder, die Firma aufgibt. 

Auch wenn dieses Verhalten nach einer Lösung ausschaut, so lässt sie doch ein Trümmerfeld an menschlichem Leid zurück, insbesondere bei den Kinder, Mitarbeitern, wenn sich eigentlich-Verantwortliche zurückziehen, egal, wie sie das begründen.

Samstag, 14. Februar 2026

Wieso weiterhin sich für ein BGE einsetzen?

Weil sich nichts zum Besseren entwickelt. 

Aber sind scheinbar nicht genügend Menschen am Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) interessiert?

Diejenigen, die unter den jetzigen Bedingungen leiden und daran zugrunde gehen, sind es, die in erster Linie ein Interesse an Veränderung haben. Der Maßstab für alle, müssen die Menschenrechte und Grundrechte sein. Das BGE ist die direkte Umsetzung der Menschenwürde. Wer es nicht unterstützt, hält diese Würde und die Grundrechte für vernachlässigbar. Dies kann aber von allen anderen nicht hinnehmbar sein.

Auch wenn es Kräfte gibt, die ein BGE bislang verhinderten, so ist an der Ausrichtung der Gesellschaften, bezüglich einer humanen Gestaltung des Zusammenlebens, nichts zu ändern. Es wird so kommen müssen, dass die Grundüberzeugungen, die in der BGE-Idee enthalten sind, sich realisieren. Alles andere ist eine Verletzung der Menschlichkeit im tagtäglichen Leben, durch die Gestaltungsordnung, die wir anwenden.

Heute können wir jeden Tag in den Medien darüber erfahren, dass die Armut nicht abnimmt und dass außer den alten Lösungen, keine anderen in Anwendung kommen. Obwohl das BGE eine Lösung für diese Probleme ist, wendet man es nicht an. Die Botschaft an die Leute ist, nehmt es hin, dass sich nichts ändert. Es ist halt so.

Das hängt auch damit zusammen, dass nicht alle Bewohner auf ein BGE angewiesen sind. Und diese können sich sagen, ich brauche es nicht, also setze ich mich auch nicht dafür ein. Aber das ist kurzsichtig gedacht, weil sich die Lebensumstände ändern können und man dann doch froh wäre, wenn es da ist. Und es ist unmoralisch, wenn man das würdelose Leben anderer hinnimmt, weil man selbst nicht betroffen ist.

Und wir können das BGE in einen größeren Zusammenhang stellen. Dann wirkt es wie ein roter Faden, der die Orientierung erleichtert. Zum Beispiel wenn wir fragen, in welchen Gesellschaften wollen wir leben. Wie soll jetzt und in Zukunft das Zusammenleben der Menschen gestaltet sein. Dieser größere Zusammenhang muss von uns allen in den Blick genommen werden. Also nicht mehr auf Parteien und Politiker schauen, nicht mehr die Medienberichte über diese Gruppen und Leute verfolgen, sondern seine Zeit mit der Formulierung von besseren Welten verbringen und diese gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern umsetzen und in die Tat bringen.

Diese Vernetzung ist anzustreben. Selbst sich sachlich kompetent machen, in einzelnen Bereichen, die einen interessieren: Soziales, Gesundheit, Ökologie, Umwelt, und so weiter. Und dann die Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinnen und Bürgern in der Welt, suchen.

So gelangen wir zu den Gesellschaften, die wir wollen.

Montag, 5. Januar 2026

BGE-Entwicklung 2025

 https://www.youtube.com/watch?v=nZy3ii_6s8w

Zusammengefasst.

2020 gab es eine Art Ideenwettbewerb bei der Präsidentschaftswahl in den USA. Wie sollen wir unsere Gesellschaften gestalten. Diese Sicht auf die Dinge, fehlt heute. Alle Warnungen bezüglich der gesellschaftlichen  Entwicklungen, Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz, Automatisierung, sind heute eingetreten und es passiert jeden Tag und wir sehen die Kündigungen, die die Leute erhalten.  Und für Berufseinsteiger ist es heute schwer, weil Firmen, Einrichtungen sagen, wir haben genug Leute und brauchen keine weiteren.

In der aktuellen Politik, wird eine Zunahme der Arbeitsplätze als sinnvoll vorgestellt. Aber die Umsetzung dieser Vorstellung ist mehr als fraglich, weil in der Wirtschaft Konkurrenz darüber besteht, wie effizient Arbeit verrichtet wird.

Wenn in der Autoherstellung 20 Personen pro Fahrzeug gebraucht werden und in einem anderen Land bloß 5 Personen, dann hat das Land mit 20 Personen zwar mehr Arbeitsplätze für seine Bewohner, ist aber gleichzeitig weniger produktiv als das Land, welches nur 5 Personen für die Herstellung eines Autos braucht. 

Die aktuelle Entwicklung ist erschreckend, weil es einerseits genügend Leute gibt, die jeden Preis bezahlen können, weil sie genügend Geld auf ihrem Konto haben und das bewirkt ein Anziehen der Preise. Andererseits gibt es gleichzeitig viele Menschen, die es sich nicht leisten können, die hohen Preise zu bezahlen und deshalb eine Verschlechterung ihrer Lebenssituation erleben. 

Zu den Studien zum Bedingungslosen Grundeinkommen sagt Scott Santens, dass die Wirkung eines Bedingungslosen Grundeinkommens auf die einzelne Person, eine Sicht ist, aber die Wirkung eines BGE auf die Gemeinde, die Stadt, nochmal eine weitere Perspektive bringt. Und gerade bei dieser zweiten Sicht, wird deutlich, welche positiven Entwicklungen mit einem BGE verbunden sind. 

Auf die Frage, ob noch weitere Studien notwendig sind, um zu beweisen, dass das BGE der richtige Weg ist, deutet Santens mehr die jetzt notwendige Umsetzung der ganzen Idee an, denn die Beweise sind längst erbracht, dass ein BGE das bessere Sozialsystem und den besseren Arbeitsmarkt und ein humaneres Zusammenleben bringt, im Vergleich zu den heutigen Umständen.

Hat die Grundeinkommen -Bewegung an Bedeutung verloren? 

Die Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger, sind heute andere. Es genügt nicht mehr, darauf zu warten, was die Politik macht. Jeder Bürger hat sich um die wichtigen und richtigen Schritte in der Gesellschaft selbst zu kümmern. Das ist neu. Diese Einsicht ist für viele neu. Man kann heute nicht mehr die Aufgaben in der Gesellschaft an andere Leute delegieren, wenn man sie erledigt haben will. Man muss sie selber anpacken. 

Wir brauchen keine Bewegung, aber einzelne Menschen, die sich bewegen. Die sich in der Sache öffentlich äußern, für ein BGE und das immer wieder begründen und erklären. Die sich mit anderen Personen vernetzen, um gemeinsam mehr Effekt zum Thema zu erzielen. - Dann erreichen wir etwas. Dann kommen wir in die richtige Richtung. Das können die Leute, die Bewohner bemerken.

Sonntag, 28. Dezember 2025

Weltenraum

Wenn wir uns Regeln auferlegen, wo kommen diese her?

Haben wir sie uns selbst ausgedacht, dann kommen sie aus unserem Empfinden, was angemessen ist. Wir können es fühlen. Aber wir können die Gründe ebenso denken. Dann haben wir vor Augen, was passiert, wenn wir die Regeln nicht einhalten würden. 

Gehen wir einen Irrweg, so können wir das wahrnehmen, feststellen. Wir können dann versuchen, bewusst einen anderen Weg zu gehen.

Was also, führt uns zu Entscheidungen?

Einmal die individuelle Orientierung. Wir lassen unsere Persönlichkeit entscheiden, was richtig für uns ist. 

Und dann die ideelle Orientierung.

Wo mögen die Leitbilder dafür und die Regeln herkommen? Woher weiß ich, dass etwas nicht von mir, sondern von einem anderen kommt? Die ideelle Orientierung kann durch mich selbst geschehen, aber es kann ebenso von anderen stammen.

Ich nehme es z.B. physisch wahr, dass es von anderen kommt. Etwas ist außer mir und spricht zu mir. Zum Beispiel ein Wesen. Etwas wurde von anderen geschrieben und der Text liegt mir vor. Es ist nicht mein Text.

Wir haben Leitbilder in uns zugelassen, die als nicht von uns selbst erscheinen und so wirken, als ob sie uns von einem anderen, gegeben sind.

--

Dasjenige, was angemessen ist, können wir fühlen. 

Was heißt das? 

Etwas Unrechtes lässt sich empfinden. Eine schlechte Tat ist spürbar. Jetzt können wir aber sagen, jeder empfindet anders. Und was dann?

Annahme
Die Sittlichkeit ist keine menschliche Erfindung. Das Moralisch-Ethische ist gesetzt. Es ist nicht der Beliebigkeit menschlicher Entscheidungen unterworfen. Es existiert bereits und wir Menschen können bloß dessen Existenz und Berechtigung bestätigen. Tun wir das nicht, gehen wir unweigerlich zugrunde. 

Das Moralisch-Ethische betrifft nicht nur die Frage, wie wir Menschen miteinander umgehen, sondern auch, wie wir Menschen unsere Umwelt, die Tiere, Pflanzen, den Planeten, das Sonnensystem, den Kosmos, das Universum behandeln. Auch das ist eine sittliche Aufgabe.

Wäre das Moralisch-Ethische bloß durch den Menschen gegeben, wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet. Dann könnte der Mensch in einem Zustand des Wahnsinns, womöglich die Erde und alles Leben vernichten wollen. Und dem könnte kein Einhalt geboten werden. 

Wenn wir aber annehmen, dass das Sittliche nicht durch den Menschen gegeben ist und der Mensch kann sich dieser nur anschließen, dann wäre alles Handeln und Wollen des Menschen relativ, weil es seine Grenze im Gegebenen hat. Und das Sittliche ist das Gegebene.

Es ist also nicht nur gegeben, der Kosmos, in dem sich der Mensch vorfindet, sondern auch das Wertesystem, welches den Wesen in der Welt die Orientierung bei ihrem Handeln gibt.

--

Ist der Mensch dann aber nicht unfrei?

Nein. Es wird verwechselt, Willkür mit Freiheit. Willkür hat nichts mit Freiheit zu tun.

Deswegen ist die Idee auch falsch, anzunehmen, jede neue Partei, könne ein Gemeinwesen völlig anders, als die vorher regierende gestalten. Denn das wäre Willkür.

Die Kontinuität in den Gemeinwesen, ergibt sich nicht aus verschiedenen Parteien und deren extrem unterschiedlichen Vorstellungen von Gesellschaftsgestaltung, sondern aus einer Grundorientierung und Grundregeln, wie wir ein Zusammenleben für möglich erachten. Und solche Grundregeln müssen von allen jeweils herrschenden Kräften anerkannt sein. Sonst funktioniert es nicht.

Gesellschaften sind dann krank, wenn sie derlei Grundregeln missachten und ein Verhalten praktizieren, dass dem gegebenen Moralisch-Ethischen widerspricht. Der Mensch ist zwar frei, sich solchem Verhalten anzuschließen, es symbolisiert aber nicht die Menschheitsentwicklung, sondern eine andere. Es führt in eine andere Richtung.

Wir sind zwar frei, aber im gegebenen Rahmen. Der Rahmen umschließt das Gewordene, Gegebene, Geschaffene. Wir sind innerhalb dieses Szenarios, selbst Geschaffene. Der Bildhauer, Architekt und Künstler, der es geschaffen hat, sind wir nicht.

Samstag, 27. Dezember 2025

Wichtige Bereiche im Zusammenleben

 Die Zivilgesellschaft hat eine bedeutende Rolle in unserem Dasein, weil sie die staatlichen Angebote ergänzt. Der Staat hat das Normangebot, das universelle Angebot und die Standarddienstleistung, und die Zivilgesellschaft geht konkreter auf die individuellen Bedürfnisse der Leute und Gruppen im Einzelnen ein und stellt diese zufrieden.

Dieses Ergänzungsangebot, welches die Zivilgesellschaft leistet, kann vom Staat abgelehnt werden. Dies geschieht meistens in Diktaturen und totalitären Staaten. Dort wird die Zivilgesellschaft als Konkurrenz erlebt und es wird verweigert, diese in ihrer Funktion anzuerkennen. Dann greift man die zivilgesellschaftlichen Angebote an, bezichtigt sie irgendwelcher Fehler und versucht sie zu diskreditieren, sodass sie sich nicht entfalten können.

Die Zivilgesellschaft kann dann eine Bereicherung für das Gemeinwesen sein, wenn Staat und Bürgerinitiativen sich aktiv und willentlich ergänzen und zueinander sich aufmerksam verhalten und sich gegenseitig unterstützen.

Dann setzt der Staat die Rahmenbedingungen, die grobe Orientierung und die Zivilgesellschaft komplettiert das Geschehen im Gemeinwesen, mit ihren Angeboten.

Samstag, 22. November 2025

Welches Gesellschaftssystem?

Immer wieder hört man Menschen sagen, der Sozialismus sei schlecht. Sie kämen selbst aus diesem und das sei keine Alternative.

Aber im Kapitalismus haben wir ständig zunehmende Armut. Die Leute dort, leben nicht selten in prekären Verhältnissen. Kann es sein, dass beide Konzepte ungeeignet sind und wir Erdenbewohner nach neuen Lösungen Ausschau halten müssen?

Zum Beispiel Kunst und Kultur. Diese Gesellschaftsbereiche können sich in der Regel nicht selbst tragen. Sie brauchen oft eine Finanzierung von außen. Im Sozialismus ist diese vom Staat getragen. Im Kapitalismus soll es Schenkgeld sein. Schenkgeld bedeutet, dass Unternehmen einen Teil ihres Gewinns an soziale und kulturelle Einrichtungen abgeben. Aber dies ist nicht festgelegt. Es wäre der Entscheidung der Betriebe überlassen, wie sie das handhaben.

Thema Armut. Im Sozialismus gibt es keine Armut. Aber jeder ist zur Arbeit verpflichtet, wie im Kapitalismus auch. Armut soll in beiden Systemen durch Unfreiheit des Einzelnen abgeschafft sein. Aber dies ist keine Option und es gelingt in vielen Fällen auch nicht. 

Der Arbeitszwang im Kapitalismus zeigt, dass dort die Menschen gar nicht frei sind, wie so oft behauptet wird. Und dass die Leute im Sozialismus unfrei sind, war schon lange bekannt. 

Gesellschaftssysteme, in denen die Menschen ihre Arbeitskraft an andere Personen verkaufen müssen, sind kein Fortschritt und können nicht empfohlen werden. 

Also was dann?

Das Sozialsystem, die Wirtschaft, die Arbeitsordnung in einem Gemeinwesen, müssen so gestaltet sein, dass sie die Würde der Menschen, die sich aus den Grundrechten und Menschenrechten ergibt, achten.

Jedes Gesellschaftssystem, welches diese Aufgabe nicht leistet, ist ungeeignet.

Was macht man heute, um Menschen in Armut zu helfen, in den kapitalistischen Ländern? Die Armen müssen Einkommensnachweise erbringen, damit die privaten und staatlichen Hilfen an sie weitergegeben werden. Und was ist mit den Armen, die so etwas nicht tun? Sie bekommen halt nichts. 

Das ist eine Form von Aggression gegen die Armen. Denn diese sollen etwas tun. Sie sollen die Behördenformalitäten erledigen, sie sollen Anträge ausfüllen, sie sollen Nachweise erbringen. Gegen diejenigen Armen, die sich nicht anpassen und nicht das tun, was in solchen Ländern verlangt wird, werden Maßnahmen ergriffen. In manchen Ländern werden z.B. Arme aus den Städten gegen ihren Willen wegtranportiert, in Gegenden, in denen sie sich nicht ernähren können und aus denen sie schlecht wieder herauskommen, weil sie keine Transportmittel haben und diese nicht bezahlen können.

Es wäre zu vermuten, dass in Zukunft verstärkt mit Gewalt gegen Arme vorgegangen wird, weil man die Angebote nicht abändern will, die für die Armen vorgesehen sind?

Die bestehenden Gesellschaftssysteme funktionieren nicht mehr und es besteht keine Bereitschaft, von innen heraus etwas zu ändern? Dann werden diese Formen des Zusammenlebens zugrunde gehen, weil in ihnen keine Perspektive besteht. 

Aber eine Weiterentwicklung der Gesellschaften ist immer möglich. Sie geschieht durch den einzelnen Menschen. Dieser muss sich entscheiden, welche Welt er bejaht und wie sie aussehen soll. Und dann kann der Einzelne sich für dieses Ziel engagieren. Das ist der Ausweg.

Samstag, 18. Oktober 2025

Entwicklungen im Arbeitsbereich

André Gorz, Reclaiming Work, Buch

Nur selbstbestimmte Arbeit gibt dem Menschen Würde. Wer im gesellschaftlichen System von Angebot und Nachfrage seine Arbeitskraft anbietet, verliert sie. Weil Nachfrage bedeutet, jemand anderes ruft die Person an, etwas zu tun. Dies hat aber nichts mit Selbstbestimmung zu tun und ist identisch mit Sklavenarbeit und Zwangsarbeit. 

In letzter Zeit kommen häufiger die Forderungen von Politikern, die Bürger sollen verpflichtet sein, einen Gemeinschaftdienst für die Gesellschaft zu leisten. Und interessanterweise antworten auf diese Forderung andere Politische, dies sei eine Einführung von Zwangsarbeit.

Der Arbeitsmarkt globalisiert sich genauso, wie die Produktion und Verteilung von Produkten. Arbeitskräfte werden weltweit gesucht. Diese über-nationale Tendenzen werden konterkariert durch Versuche, nationale Orientierungen wiederzubeleben.

Kapital lässt sich nicht lokal binden, es wandert vielmehr dorthin, wo es am effektivsten sich realisiert. Liberalisieren und Deregulieren, bedeuten, diesen Prozess vor Ort in die Tat zu bringen. 

Statt den Bürgern und ihrer Umgebung eine Sicherheit zu bieten, soll sich im Lebensumfeld der Menschen, die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und Marktgesetze gelten. 

Das sind dann die negativen Entwicklungen. Jedenfalls werden sie so von vielen Bewohnern empfunden. 

Samstag, 4. Oktober 2025

Welche Weltsicht ist die richtige ...

 Die Weltanschauung, mit ihren Darstellungen und Taten und ihre Vertreter, mit ihren Texten und Aussagen, muss uns überzeugen, dass Ihre Sicht der Welt wahr ist und wir schauen, ob es ihr gelingt. - Wenn wir diese Sichtweise als Ausgangspunkt nehmen, wählen wir einen bestimmten Weg.

Die Aktivität liegt bei den anderen. Diese behaupten etwas und wollen uns überzeugen? Dann sollen sie es versuchen. Und wir warten ab, beurteilen, prüfen, entscheiden, ob es Ihnen gelingt.

Aber ist diese Situation so?

Mein Eindruck ist, dass Weltanschauungen manchmal mich nicht überzeugen wollen. Dafür machen sie teilweise zu wenig Öffentlichkeitsarbeit. Deren Vertreter stehen nicht, wie die Anhänger eines Glaubens auf der Straße, mit ihren Wägelchen und Flyern, um mich von der Existenz Gottes zu überzeugen. Diese verlangen kein Bekenntnis zu ihrer Weltanschauung und ihren Aussagen, wie es Regierungen und Parteien öfters von den Bürgern fordern. - Weltanschauungen können freilassend sein. 

Aber wenn die Situation eine andere ist, was bedeutet das?

Aktiv werden muss derjenige, der sich für Themen interessiert. Dieser muss selbst-motiviert an die Sache herangehen. Dann ist es möglich, alle Äußerungen und Verhaltensweisen in einer Weltanschauung anzuschauen, zu studieren, zusammenzudenken, aber auch zu analysieren und zu bewerten. Ergänzende Betrachtungen von Aussagen in anderen Bereichen der Gesellschaft, vervollständigen das Bild. Sodass der Interessierte nach und nach zu einer Einschätzung gelangt, wie es wohl mit der einen Weltanschauung ausschaut, in Bezug auf seine persönliche Fragestellung.

Wie können solche Fragen aussehen?

Ich kann fragen, ist der Mensch auch ein geistiges Wesen. Ist der Mensch somit ein geistig-physisches Wesen und nicht bloß physisch? Ich kann fragen, gibt es eine geistige Welt. Kann eine solche Annahme berechtigt sein? Oder ist sie utopisch.

Jede Person kann diese Fragestellungen studieren. - Man liest verschiedenste Texte aus unterschiedlichen Bereichen, nutzt weitere Medien, Videos, Podcasts, Hörsendungen, Filme. Aussagen werden ausgewertet und zusammengestellt, damit sich ein Bild ergibt, wie die Dinge wohl einzuschätzen sind. Man recherchiert im Internet, sammelt weitere Daten zu diesem Themenkomplex und wenn dies sprachlich möglich ist, Aussagen zu solchen Fragen, in anderen Ländern. Wie gehen Menschen in anderen Ländern mit diesen Fragestellungen um, welche Perspektiven wurden dort entwickelt, bezüglich solcher Themen. Sodass der Interessierte nach und nach sich eine Kompetenz im Umgang mit diesen Sachverhalten erarbeitet. 

Dann ist es möglich, von der bloßen Meinung sich zu entwickeln, zu einem Standpunkt in mancherlei Hinsicht und letztlich zu Urteilen, wie denn wohl die Dinge einzuschätzen sind. 

Samstag, 27. September 2025

Der Alaska Permanent Fund als Beispiel

 Universal Basic Income 

Der Autor zeigt an diesem Fund, wie die Gesellschaften ihre Ressourcen für alle Bewohner sinnvoll verwenden können, ohne jemanden auszuschließen. Statt die Ressourcen an Firmen zu verschenken und diese verkaufen dann ihre Produkte an die Bürger, sollten die landeseigenen Gemeingüter nicht an Firmen oder Gruppierungen umsonst vergeben werden. Sondern gegen eine Gebühr oder Pacht, können Einzelne die Ressourcen auf Zeit nutzen. Der Geldbetrag den diese Leute zahlen, ist dann ein Einkommen der Gesellschaft und es kann direkt an alle Bürgerinnen und Bürger weitergereicht werden. 

Dadurch haben die Bewohner ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE).

So ist der Alaska Permanent Fund ein Beispiel, wie Gesellschaften selbst die Grundlagen für ein BGE schaffen können.

Alle Gesellschaften haben Ressourcen, die sie in der beschriebenen Weise verwenden könnten. Und damit ist die praktische Bereitstellung eines BGE angedeutet.

These

 






Veränderung ist das tägliche Brot, wenn man aufgaben- und problemorientiert lebt. Verweigert man sich der Veränderung, kommt diese aber dennoch, in Form des Bösen. Das Böse können wir verhindern, wenn wir vorher die Veränderung aktiv wollen und umsetzen.

Werte, denen man folgt

Man muss einen eigenen Wertekatalog haben. Werte, die man achten will, für die man eintritt und solche, die man ablehnt und von denen man sich abgrenzt. Man muss rote Linien haben, Werte die man nicht bereit ist aufzugeben und zu opfern. Für all das sollte man geradestehen und dies öffentlich vertreten.

Opferbereitschaft

Der Opferkult ist zutiefst archaisch, aber scheinbar quicklebendig in der heutigen Zeit. Andere, einzelne Menschen opfern wollen, für eine angebliche gemeinsame Sache. Gemeinsam ist diese Sache deshalb nicht, weil die Sicht nie von hundertprozent der anderen geteilt wird und somit willkürlich daherkommt. 

Menschenrechte, Grundrechte opfern, Menschenleben opfern, damit die Ziele und Vorstellungen Einzelner die Oberhand haben, ist verwerflich und abzulehnen.

Anders sieht es aus, wenn diese Haltung als persönliche Entscheidung sich ergibt. 

Donnerstag, 7. August 2025

Die Welt verändern?

Vieles, was uns an Schlechtem in der Welt begegnet, wird in der Öffentlichkeit kurz beschrieben, die Schuldigen werden benannt und dann geht es weiter im Takt. Alles wie gehabt. 

Stattdessen könnten wir schauen, was hat die Menschen so verändert, dass sie so geworden sind. Und nein, es geht nicht darum, dass andere in ähnlichen Situationen nicht so geworden sind. Es geht darum, dass Menschen aufgrund von bestimmten Umständen und Rahmenbedingungen, wahrscheinlich diesen ihren Weg gingen, der zu bestimmten Verhaltensweisen führte. 

Also eben nicht die Sache kleinreden oder wegwischen, weil andere auf Umstände anders reagierten, sondern genau hinschauen und herausarbeiten, welches Schicksal die Einzelmenschen hatten, was dann möglicherweise zu etwas führte. Da lassen sich dann Zusammenhänge erahnen und das wäre Motivation, neue Wege zu gehen.

Dass eine solche Betrachtung denjenigen nicht gefällt, die an den Verhältnissen nichts ändern wollen, lässt sich gut vorstellen. 

So lohnt es sich durchaus, die Lebensgeschichten von Personen herauszuarbeiten, die bloß spektakulär in der Öffentlichkeit auftauchen und dort verrissen werden. 

Der Zusammenhang zwischen Einzelschicksal und Gemeinschaftsleben besteht?

Samstag, 19. Juli 2025

Warum hat die heutige restaurative Phase keinen Effekt mehr?

Wir Menschen sind in unserer Entwicklung zu weit fortgeschritten, sodass die alten Methoden und Kräfte nicht mehr funktionieren und zu schwach sind, um die Bevölkerungen zu Untertanen zu machen. 

Die Herrschenden sind mit der neuen Weltordnung und dem Anspruch zu Weltregierungen überfordert, was durch die neuen Medien sofort auffällt und überall weitererzählt wird. Ihr Scheitern ist offensichtlich und die Persönlichkeiten haben nicht mehr die alte Souveränität und Autorität, die die Bürger überzeugte.

Die Fähigkeiten der Bevölkerungen, sind über die Maßen und stellen die begrenzten Einflussmöglichkeiten und Ideen der Berufsgesellschaftsgestalter in den Schatten. Eine Ablösung der Zuständigkeitsbereiche ist längst fällig.

Deshalb wird der Versuch, das Rad zurückzudrehen, scheitern, zumindest aber nicht zum gewünschten Erfolg führen. 

Samstag, 7. Juni 2025

Jeden Tag neue Hinweise

Jetzt war die Diskussion, ob Jüngere nicht länger arbeiten und natürlich Vollzeit tätig sein sollten. Und das Renteneintrittsalter soll erhöht werden. Wieso das? Weil sonst das eingezahlte Geld für die Rente nicht reichen würde, hieß es. Aber ist das nicht ein Beispiel dafür, dass diese Gesellschaftssysteme ungeeignet sind, die in der Weise sich organisieren?

Wenn wir ohne große Probleme mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) eine für alle funktionierende Grundversorgung haben können, warum machen wir es nicht?

Mit einem BGE würde diese eingangs erwähnten Fragestellungen gar nicht aufkommen, da alle wissen, dass sie in späteren Jahren, bis zu ihrem Lebensende versorgt sind. 

Dann die Frage, welchen Beruf man ergreift. Den bestbezahltesten? Viele Berufe sind interessant, aber sie werden schlecht bezahlt. Und die Menschen, die von bestimmten Tätigkeiten profitieren, können nicht immer höhere Löhne denen zahlen, die die Arbeit machen. Was also, ist die Lösung?

Mit einem Grundeinkommen kann jeder die Arbeit arbeiten, die einem sinnvoll erscheint, ohne fragen zu müssen, ob sie hoch genug bezahlt wird. Weil die Grundversorgung, Nahrung, Kleidung, Wohnraum und Energie mit dem BGE abgedeckt ist. Das heißt, die heutige ständige Lohndiskussion würde an Bedeutung verlieren. 

Dass die bestehenden Systeme nicht funktionieren, sieht man an den Geburtenraten. Sie sind niedrig, weil die Menschen in diesen miesen Umständen nicht leben und andere aufziehen wollen oder können.

Und manche halten die Verhältnisse nur aus, wenn sie sich mit Drogen beruhigen und ablenken.

Auch die ständige Fake-News Berichterstattung, dass wir Wachstum bräuchten, damit Arbeitsplätze entstehen, zeigt, dass wir den falschen Weg gehen. Ewiges Wachstum hat eine zerstörerische Wirkung, auf entwickelte Gesellschaften. Umwelt, Natur, der ganze Planet wird durch fortwährendes Wachstum ruiniert. 

Wie kommen wir da jetzt raus?

Bessere Gesellschaften entstehen nur durch andauerndes persönliches Engagement einzelner Menschen. Sind Sie auch dabei ... 😊

Samstag, 17. Mai 2025

Wie stellen wir uns in Zukunft in die Gesellschaft?

Momentan besteht eine stark um sich greifende Tendenz, vorgegebenen Ansichten zu folgen? Weil wir immer mehr zu einer Weltgesellschaft werden, haben wir zurecht die Aufgabe vor uns: Welchen Orientierungen sollten wir alle folgen, was muss für uns alle von Bedeutung sein, in einem Zusammenleben. 

Da stehen an erster Stelle die Grundrechte und Freiheitsrechte. 

Das ist allerdings ein großes Problem, weil die Tendenz besteht, eine gemeinsame Linie für alle so zu finden, dass genau diese Rechte aufgegeben oder eingeschränkt werden. Denn die Eigenartigkeit der Menschen, wird bei diesem Bemühen als hinderlich empfunden. Alle sollen sich den Vorgaben der Entscheider unterwerfen müssen. 

Als Vorbild dienen die Diktaturen. Allerdings ist das Ergebnis in diesen unterschiedlich. In den einen kommt es geradezu zu einem Stillstand in den gesellschaftlichen Entwicklungen, in anderen wird die Kontrolle in Einzelbereichen gelockert, damit ein Anreiz besteht, eigenaktiv in den Arbeitsfeldern zu wirken. Der Profitgedanke als Eigeninteresse, wird erlaubt, was eine Anleihe aus dem Kapitalismus ist.

Möglicherweise geschieht in dieser Übergangsphase zur Weltgesellschaft, eine stärkere Anpassung der Bewohner an Vorgaben. Es ist aber zu vermuten, dass dies nicht so bleiben wird. Die Leute werden wieder mehr Raum für eigene Entscheidungen haben wollen und das wird dann auch wieder eintreten. 

Die Diskussion darüber, wird sich nicht zuletzt an der Frage der Grund- und Freiheitsrechte entzünden.

  • Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Als Standard: Keine Organspenden und kein Impfzwang
  • Wehrdienstverweigerung. Kampfeinsatz nur als Freiwilligeneinsatz
  • Freie Meinungsäußerung und informelle Selbstbestimmung. Freie Medienwahl und kein Zwangbeitrag für Medienproduzenten
  • Keine Zwangsarbeit, die durch die Hintertüre der Sozialgesetzgebung geschieht. Stichwort: Hartz4-Sanktionen

Da haben die Bürgerinnen und Bürger noch viel zu tun. 😐

Sonntag, 11. Mai 2025

Ist freie Meinungsäußerung wichtig?

Oder sollten wir sie lieber verhindern, alle Plattformen abschalten wo dies möglich ist, weil eh nur die bestehende Ordnung damit gefährdet wird, mit fortlaufender Kritik am Vorhandenen?

Sicher lässt sich das Zusammenleben viel einfacher gestalten, wenn es keine Widerworte gibt. Und in den Ländern, in denen das schon seit Jahrzehnten praktiziert wird, kann jeder diesbezüglich Erfahrung sammeln. Dort, wo die Bevölkerung sich den Anweisungen unterwerfen muss und ansonsten in die Arbeitslager deportiert wird, sind sich die Bewohner bewusst, dass freie Meinungsäußerung brandgefährlich ist und niemand wird einfach so drauflos denken und die herrschende Ordnung öffentlich kritisieren. Denn alle sind sich darüber klar, dass das ungut für die eigene Gesundheit ist. 

Aber warum ist dieses Vorgehens nun so ein Erfolgsmodell überall auf der Welt?

Verwalter und Bestimmer sind es leid, jedesmal die Bürger fragen zu müssen, was sie denn wollen und wen sie den wollen, der die Verantwortung übernimmt. Es ist viel bequemer, einfach drauflos zu agieren, mit dem Gefühl, die Entscheider haben auch die Macht, gegen Unwillen erfolgreich vorzugehen und diesen zu unterdrücken. Man will nicht mehr diese permanente Kontrolle durch die Bürger. Sie wird als lästig empfunden. 

So ist diese Entwicklung durchaus verständlich. Allerdings ist zu fragen, wo denn unterschiedliche Ansichten, sich jetzt kanalisieren sollen? Denn ein echter Wettbewerb verschiedener Ideen, scheint nicht mehr gewollt.

All dies geschieht gleichzeitig, mit einer Tendenz zur Weltgesellschaft. Wir werden nach und nach eine einzige Gesellschaft, mit entsprechenden Weltregierungen. Wie passt dies zusammen?

Wir Menschen werden sehen, dass abzüglich lokaler Unterschiede, Traditionen und Ritualen, wir eigentlich alle gleich und mit denselben Bedürfnissen und Orientierungen ausgestattet sind. Und wir werden dementsprechend die große Gesellschaft so gestalten, dass sie unser aller Anliegen gerecht sein kann. 

So haben wir mit der Einschränkung der freien Meinungsäußerung eine Entwicklung vor uns, die dazu anregt nachzudenken, wie wir denn sonst unsere Anliegen in die Welt bringen und für Fortschritt sorgen können. 

Donnerstag, 8. Mai 2025

Gewalt?

Zuerst leben die Menschen gemäß der vorgefundenen Natur. Auch die Naturgesetze sollen im Leben der Menschen wirksam werden. 

Wenn wir den Löwen und die anderen Raubtiere sehen, dann haben wir den Eindruck, sie tun was sie wollen, denn sie sind die Stärksten unter allen und niemand steht über ihnen (außer der Mensch).

Der Löwe fragt nicht, ob das Zebra gebissen und sterben will, er tut es einfach. Kraft seiner Gewalt, wird das einfach wirksam, was er tut. 

Wir Menschen aber, bewerten Gewalt. Ist sie berechtigt, ist sie moralisch und sittlich angemessen und sollten wir nicht überhaupt auf Gewalt im Zusammenleben verzichten. Wenn wir die Raubtiere wieder in den Wäldern ansiedeln, um dort ein ökologisches Gleichgewicht zu erzeugen, gehen wir davon aus, dass das Raubtier weiß, was es zu tun hat und was es lassen soll. Aber das Tier ist nicht so. Es denkt nicht nach. Es handelt gemäß seinen Trieben und Instinkten. 

Der Bär sollte nicht den Jogger im Wald angreifen. Das müsste er sich doch denken können. Aber er tut es dennoch. Deshalb wird er dann von den Menschen getötet. Weil sie nicht annehmen, dass der Bär sich überzeugen lässt, dass er das nicht darf. Auch der Mensch, der einen Jogger im Wald angreift, wird von uns Menschen daran gehindert, dies in Zukunft wieder zu tun. Indem wir ihn einsperren, manchmal lebenslang. Auch der Mensch kann gemäß seinen Trieben und Instinkten handeln und auf sein Nachdenken verzichten, was ihm aber im Vergleich zum Bären möglich ist. 

So kann der Mensch nach den Naturregeln leben und sich sagen, wenn ich der Stärkere gegenüber anderen bin, kann ich gegenüber diesen anderen machen, was ich will, weil mich niemand daran hindern kann. Dies ist die einfachste Form der Gewaltausübung. Sie ist aber auch schon moralisch, weil sie sich sagt, der Stärkere hat durch seine Stärke einfach das Recht, zu tun, was dieser will. Dies ist dann auch eine Moral. Sie orientiert sich am Naturrecht.

Eine nächste Stufe wäre zu sagen, ja, es wird Gewalt gegenüber anderen ausgeübt, aber nur, wenn es berechtigt ist. Eine Gruppe kann sagen, wir bekämpfen andere, weil diese sich falsch verhalten und wir das bessere Lebenskonzept haben und die besseren Regeln zum Zusammenleben aufstellen. Deshalb sind wir berechtigt, die anderen zu bekämpfen und sie an ihrem Lebensstil zu hindern und ihnen das Leben schwer zu machen, sie zu eliminieren, sie zu vertreiben. 

Auf dieser Stufe wird die eigene Weltsicht, die eigene Denkweise als überlegen gegenüber anderen Daseinsformen erklärt und daraus wird das eigene Recht abgeleitet, ein anders gestaltetes Dasein in Frage zu stellen. Auch hier wirkt noch immer die vorherige Stufe, weil ja nicht jeder auf solche Ideen kommt, sondern nur solche, die physisch stark genug sind, um gegen andere solche Ideen durchzusetzen.

Neben der permanenten Wirksamkeit der physischen Überlegenheit, kommt jetzt ständig hinzu, die Frage, ob das eigene Verhalten berechtigt ist, gegenüber anderen so zu agieren. 

Wenn wir physische Gewaltanwendung gegenüber anderen grundsätzlich ablehnen, egal, wie wir diese begründen wollten, dann kommen wir an den Punkt, das Eingreifen in das Leben anderer Wesen ganz allgemein zu betrachten und uns zu fragen, wann dürfen wir das überhaupt und sind das vielleicht nur ganz seltene Fälle, in denen dies berechtigt ist. 

Will jemand dennoch, obwohl diese Fragestellungen längst in aller Munde sind, rohe Gewalt gegen andere ausüben, so wird sie heute versteckt angewandt. Sie wird als Unfall oder Krankheit getarnt, sie wird heimtückisch und verborgen ausgeführt.

Während in der Naturrechts -Phase, der Sieger noch mit seiner Tat geprahlt hat, um zu zeigen, wie stark er ist, verbirgt heute der Täter sich, um nicht erkannt und zur Rechenschaft gezogen zu werden. 

Eine weitere Veränderung in der Erscheinung der Gewalt tritt heute ein, indem sie nicht mehr als rohe Gewalt identifiziert sein will, sondern verstärkt, quasi in milderer Form, als Macht auftaucht. 

Macht ersetzt Gewalt.

Die Macht haben, andere Menschen an ihrem Lebensstil zu hindern, die Macht haben, andere in bestimmte Lebensumstände zu zwingen, die Macht haben, das Dasein anderer Menschen zu gestalten.

In dieser Phase wird nicht mehr rohe Gewalt ausgeübt, wird nicht mehr der andere geschlagen oder physisch in die Verbannung getrieben, sondern Rahmenbedingungen so gesetzt, dass der andere gar nicht anders kann, als so zu existieren oder nicht, wie es die Machthaber für diesen vorgesehen haben. 

Aber auch dies wird von der Weltgemeinschaft einer Bewertung unterzogen, sodass Moral, Ethik und Sittlichkeit in alle Bereiche einziehen, die das menschliche Dasein betreffen. Und diese Form der Gewaltausübung wird ebenfalls einer kritischen Untersuchung anheimgestellt, um zu noch besseren Bewertungen unseres menschlichen Zusammenlebens zu gelangen. 

Donnerstag, 17. April 2025

Gender

Jetzt gab es Gerichtsentscheidungen und Verfassungsänderungen, dass jemand das sei, was bei seiner Geburt festgestellt wurde. Also, wenn jemand bei Geburt, ein männlicher Mensch war, gilt das, was er bei seiner Geburt war und es gilt nicht das, was derjenige in späteren Jahren für sich empfindet und wie jemand sich durch Operationen im Laufe seines Lebens verändert. 

Dies sind bemerkenswerte Feststellungen und Entscheidungen.

Wodurch sind diese entstanden? 

Grundsätzlich will man den Leuten die Freiheit lassen, selbst bestimmen zu können, wer sie sind. Wer also im Laufe seines Lebens sagt, jetzt will ich nicht mehr Mann sondern Frau sein, da soll der Mensch diese Freiheit haben, das dann selbst festlegen zu können. 

Aber solche Entscheidungen haben auch praktische Konsequenzen. Wer als Mann bislang nicht in Schutzräume der Frauen eindringen konnte, hätte nach der Selbsterklärung, wer er ist, dann das Recht dazu? Gegen diese de facto Konsequenzen haben Frauenverbände geklagt. Man wollte nicht, dass Personen, die im Laufe ihres Lebens sich umentscheiden, welchem Geschlecht sie angehören wollen, Frauenumkleideräume, Frauenhäuser, Frauentoiletten und Frauen- Sportmannschaften nutzen und dafür berechtigt sind.

Dies scheint auf den ersten Blick ungerecht zu sein und die Freiheit der Wechselwilligen einzuschränken, aber die Originalmenschen (Insbesondere Frauen, die von Geburt an Frauen waren.) hatten wohl den Eindruck, die Gendersache würde die Identität und klare Zuordnung der Geschlechter aushebeln, wogegen sie sich dann entschieden haben.