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Samstag, 7. Juni 2025

200-Franken-Initiative

In der Schweiz gibt es Bürgerinnen und Bürger, die mit der Finanzierung des Öffentlichen Rundfunks nicht einverstanden sind. Sie empfinden den Rundfunkbeitrag außerdem als Zwangsgebühr. 

Die Bürger haben keine Wahlfreiheit, wem sie Geld für Berichterstattung geben. Sie sind vielmehr verpflichtet, ca. 330 Franken im Jahr an eine bestimmte Gruppierung zu zahlen. 

In Deutschland sind die Verhältnisse ähnlich. 

Es wird immer wieder von den Medienproduzenten hervorgehoben, dass in Zeiten von Fake-News Qualitätsjournalismus von Nöten sei. 

Das Problem bei dieser Aussage ist, dass es nicht Sache der Produzenten, sondern der Konsumenten und Nutzer ist, zu entscheiden, welche Mitteilungen sie verwenden und bezahlen wollen und ob überhaupt. Dass die Bürger verpflichtet sind, eine bestimmte Medienproduktion zu bezahlen, ist absurd und widerspricht dem Grundrecht auf Informelle Selbstbestimmung.

Informelle Selbstbestimmung bedeutet, dass jede Bürgerin und jeder Bürger selbst entscheidet, welche Medien man verwendet und welche Medien man bezahlt. Und nicht, dass der Staat das entscheidet, per Gesetz.

Donnerstag, 27. Juni 2024

Sich informieren über die Medien?

Mit dem Internet gibt es mehr Möglichkeiten, sich mit Worten und Sätzen zu versorgen, als es vorher der Fall war. Vorher hatten wir das Fernsehen, Radio, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften und Fotokopien. Heute haben wir zusätzlich das Internet. Was hat sich dadurch geändert? In erster Linie gibt es mehr Auswahl an Mitgeteiltem. Aber die Leute fragen jetzt, was ist wahr, was ist nicht wahr?

Zwar bestand diese Frage auch schon vor dem Aufkommen des Internets, aber ein Großteil der Medien wurde von Kräften kontrolliert, z.B. den Verlagen. Heute kann jeder sich direkt über das Internet anderen Menschen mitteilen. Deshalb besteht in vielen Ländern die Vorstellung, man müsse das Internet kontrollieren, damit sich nicht jeder einfach mitteilen kann. Das Internet ist aber in erster Linie ein Fortschritt. Viel leichter und schneller können wir an Informationen gelangen. 

Und vielleicht ist die Frage falsch gestellt und es geht nicht so sehr darum, was wahr ist und was nicht, sondern darum, in welche Richtung wollen die Menschen leben und ihr Dasein gestalten und welche Informationen brauchen sie diesbezüglich und wie finden sie andere Personen mit ähnlichen Interessen. 

Wenn man dann als Ausgangspunkt die Überlegung nimmt, in welcher Gesellschaft will ich leben, wie muss sie gestaltet sein, gelangt man zu den richtigen Ansatzpunkten für die eigene Forschungsreise. 

Natürlich können Aussagen im Internet, wie auch im Fernsehen, Radio, etc. falsch sein. Niemand kann die Aufgabe, letztlich selbst einzuschätzen, was wohl richtig ist, vollständig an andere Personen abgeben. Und wer es dennoch tut, liefert sich dem Urteil anderer gänzlich aus. Aber eigenständig bleibt man, wenn als letzte Instanz die Person immer selbst entscheidet.

Und wenn die Person sich in bestimmten Bereichen nicht kompetent genug hält? Dann sollte man wenigsten sich die Personen auswählen, denen man in dieser Hinsicht vertrauen will. Es geht womöglich mehr darum, sich einen Vertrauensstrom zu schaffen, der sich aus bewährten Quellen zusammensetzt und den man erweitert, sorgsam, sorgfältig und genau das könnte einen am ehesten schützen, vor einer Fake -Welt.