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Samstag, 27. Juni 2026

Reziprozität braucht BGE

S.151
Karl Widerquist - Universal Basic Income, MIT PRESS

Reziprozität wird von den BGE-Gegnern eingefordert, von den Grundeinkommen-Befürwortern:

Wer etwas bekommt, soll etwas zurückgeben. Wer also Geld bekommt, soll dafür Arbeit zurückgeben.

Aber im bestehenden System ist die Reziprozität nicht gewährleistet:

Nicht alle haben Grund-und-Boden. Aber alle brauchen Grund-und-Boden, um darauf dasjenige zu gewinnen, von dem sie leben können: Wasser, Nahrung, Kleidung, Behausung.

Wenn sie kein Grund-und-Boden haben, müssten sie von denjenigen entschädigt werden, die diesen haben. Diese Entschädigung wäre dauerhaft, z.B. ein BGE.

Arbeit schafft kein Land. Deshalb können auch Landbesitzer nicht reklamieren, sie hätten ihren Besitz selbst geschaffen. Eigentum ist in vielen Fällen aus Ressourcen entstanden. Ressourcen kann man nicht produzieren und erarbeiten. Ressourcen sind da, von der Natur gegeben.

Montag, 17. November 2025

Betreuungsgutscheine?

 Wer Kinder in Betreuungseinrichtungen geben will, muss in manchen Ländern für diese Betreuung bezahlen. Da Eltern aber oft unterschiedliche hohe Einkommen haben, ist es für Eltern mit geringem Einkommen schwer, Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder zu finden.

Aus dieser Situation heraus, entstand die Idee von Betreuungsgutscheinen. Eltern mit geringem Einkommen sollen diese Gutscheine erhalten und damit die Betreuung ihrer Kinder finanzieren.

Sowohl zur Idee als auch zur Ausgestaltung, gibt es unterschiedliche Ansichten.

Betreuungsgutscheine werden von der Regierung und den Verwaltungen der Länder ausgegeben und von der Gemeinschaft finanziert, über Steuern. Dies wird von manchen Personen abgelehnt, weil sie der Meinung sind, jede Familie sei für ihre Situation selbst verantwortlich. Und wer kein Geld hat, muss eben zusehen, wie das Leben zu gestalten ist.

Dann gibt es eine Gruppe, die der Finanzierung von Betreuungsgutscheinen durch die Gemeinschaft zustimmt, aber die Ausgestaltung wird unterschiedlich gesehen. Die einen wollen, dass nur Familien mit geringem Einkommen diese Gutscheine bekommen. Und es gibt jene, die wollen, dass diese Gutscheine allen Familien zustehen. 

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Dadurch käme eine zusätzliche Variante ins Spiel. Da die Kinder als auch die Eltern ein BGE hätten, könnten die Eltern oder ein Teil der Eltern zuhause bleiben und selbst die eigenen Kinder betreuen und großziehen. 

Diese Variante kommt bei den Betreuungsgutscheinen gar nicht zum Zug.

Und das BGE käme allen Personen zugute, nicht bloß Eltern, die ihre Kinder zur Betreuung weggeben.