- Der Tolerante könnte in seiner Einschätzung nicht objektiv sein, sondern subjektiv. Und damit wäre seine Einschätzung nicht korrekt, sondern fehlerhaft und abzulehnen.
- Und was will der Tolerante gegenüber dem vermeintlich Intoleranten tun, damit die Toleranz erhalten bleibt. Diesen nicht zu Wort kommen lassen? Mit welchen Methoden denn, mit welchen Maßnahmen?
Samstag, 25. Januar 2025
Gibt es ein Toleranz Paradoxon?
Sonntag, 24. November 2024
Diskussionspunkte - YouTube basic income
Parteien alle gleich.
Ein Thema war, ob die Parteien austauschbar ähnlich sind und wir in Wirklichkeit ein Ein-Parteien-System haben, auch, wenn den Bürgern verschiedene Parteien zur Auswahl stehen.
Dies lässt sich einfach dadurch feststellen, ob die Bürgerinnen und Bürger noch eine Opposition wahrnehmen, die unterschiedlich zur herrschenden Partei oder herrschenden Koalition erscheint. Viele Bürger können diese Unterschiedlichkeit nicht erkennen und deshalb sind viele BürgerInnen auch Nichtwähler. Man empfindet die Parteien nicht mehr als unterschiedlich und selbst wenn, sieht man, wenn sie an der Macht sind, dass sich kaum etwas ändert zu vorher. Insofern sind die Parteien tatsächlich alle austauschbar, auch im negativen Sinne, dass man von keiner Partei mehr, sinnvolle Entscheidungen erwartet.
Und besteht da nicht die Gefahr, dass man dann rechts wählt? Eigentlich nicht. Wenn die Leute gute Politik, gute Sozialpolitik, lebenswerte Gesellschaften, gute Wirtschaftspolitik wollen, dann kann man erst recht nicht rechts wählen. Denn rechts ist Teil der schlechten Politik, also Teil des herrschenden Parteiensystems und Teil der überkommenen Parlamentarischen Demokratie.
Parteien bringen uns nicht mehr weiter. Wie kann funktionierende Demokratie in der heutigen Zeit aussehen?
Die Zukunft der Demokratie liegt in den BürgerInnen selbst. Sie sind es, durch die die Demokratie repräsentiert wird und nicht die Politiker. Die Bürger müssen sich sachkundig machen, für alle Bereiche der Gesellschaft. Und dann haben sie die Verantwortung, wie die entwickelten Ideen und Vorstellungen umgesetzt werden.
Der Mehrheitsentscheid darf allerdings nur eingeschränkt wirksam werden. Wenn die Mehrheit zu Brutalität und Ungerechtigkeit neigt, darf nicht die Mehrheit entscheiden. Das muss unabhängig von Mehrheit und Minderheit, Konsens sein, dass, auch nicht mehrheitlich, z.B. gegen die Grundrechte oder gegen die Menschenrechte Entscheidungen möglich sind.
Es zeigt aber andererseits, dass Wahlen nicht vor schlechter Politik und Entscheidungen schützen können. Es kann trotz Wahlen und Mehrheitsentscheid, schlechte Gesetze und Regeln geben. Deshalb sollte man auch nicht das Wählen in den Mittelpunkt stellen, sondern das Bewirken von guten Entscheidungen.
Jetzt kann jemand der Meinung sein, dass wir nie zu guten Entscheidungen für die Gesellschaft gelangen können, weil jeder unter guten Entscheidungen etwas anderes versteht, und wir so vor einem Dilemma uns befinden, dass trotz Wahlen, trotz Mehrheiten und trotz Vorstellungen, was gut ist, wir nicht zu guten Entscheidungen kämen und mit leeren Händen dastünden. Wie kommen wir heraus aus dem Schlamassel?
Dafür wären verschiedene Schritte denkbar:
Macht darf nicht in den Händen derjenigen sein, die für falsche und schlechte Entscheidungen prädestiniert sind. Man bedenke, dass viele der heutigen und vergangenen Diktatoren, ihre Laufbahn als Politiker in Parteien angefangen haben. Macht muss in den Händen solcher Menschen sein, die moralisch, ethisch und sittlich absolut integer sind und die dies während ihres Weges an die Entscheidungsspitze immer wieder von neuem nachweisen. Welches Verhalten ist aber ethisch, moralisch und sittlich? Dies müssen wir Menschen in offener Diskussion, in offenen Gesprächen über lebenswerten Gesellschaften, herausfinden und benennen. Dies sind dann Auseinandersetzungen unter uns Menschen, die zu mehr Klarheit in diesen Fragen führen sollen.
Fake Welt
Die Berichterstattung sei schlecht, viele FakeNews, Falschinformation. Berichterstattung müsse besser werden, Leute sollten die richtigen und zutreffenden Darstellungen finden und verwenden können.
Diese Perspektive in der YouTube Diskussion ist erstaunlich. Ist es besser, sehr vorsichtig zu sein, für andere zu bestimmen, was FakeNews und was Wahrheit, was Falschinformation und was zutreffend ist? Schnell wird solchen Leuten mit gutmeinenden Ratschlägen unterstellt, besserwisserisch zu handeln und bevormundend zu agieren. Deswegen ist die Idee, für andere festzustellen, was wahr ist, nicht richtig. Das kann man vielleicht bei den eigenen kleinen Kindern machen. Aber Erwachsene sollten ganz selbstverständlich das Recht haben, selbst zu bestimmen, was sie als Wahrheit und Wirklichkeit anerkennen wollen. Und da hinein einmischen, darf sich kein Staat, kein Politiker, keine Behörde und kein Mitmensch, zumindest nicht in Demokratien. In totalitären Staaten ist solches Verhalten aber normal.
Ist eine Idee schlecht, wenn sie von schlechten Politikern vertreten wird?
Natürlich nicht. Ideen, Vorschläge, Konzepte müssen unabhängig von den Personen betrachtet werden, die sich für solche Themen einsetzen und mit ihnen agieren. Dasselbe gilt für Gesellschaften, Staaten, Organisationen und Vereine. Vereine und Staaten sind nicht deshalb schlecht, weil schlechte Menschen sich in diese Zusammenhänge hineinbegeben haben. Eine Organisationsstruktur wird nicht dadurch problematisch, weil problematische Menschen diese Struktur für ihre privaten Interessen nutzen. Denn es nutzen ja auch Menschen diese Organisationen, die vorbildhaft und rechtschaffen sind. Allerdings gibt es in den Mainstream Medien den Hang, so zu tun, als ob schlechte Menschen in Organisationen, die Organisationen schlecht und ablehnenswert machen. Diese Aussagen und Darstellungen sind aber unberechtigt und haben mehr manipulative Absichten.
Hat Ihnen der Beitrag gefallen. Was schreiben Sie? Wenn nur einige Personen im Internet sich zu den wichtigen Fragen in unserer Gesellschaft äußern, wäre das zu wenig. Auch Sie sind herausgefordert, Ihre Überlegungen beizutragen. Was haben Sie in Ihrem Blog oder auf Ihrer Internetseite geschrieben? Nur der gemeinsame Austausch bringt uns weiter, indem Sie zeigen was sie meinen, was Sie für richtig halten. Mit was in der Gesellschaft beschäftigen Sie sich? Vielen Dank.
Sonntag, 21. Juli 2024
Macht und Machtausübung
Macht bedeutet, dass ich etwas durchsetzen kann. Denn ohne Macht, wäre das nicht möglich.
Macht kann aber als unberechtigt dargestellt werden, weil mit Macht Entscheidungen getroffen sind, die manchen Leuten oder der Mehrheit nicht passen. Oder weil mit Macht Unrecht geschieht. Und das, was Unrecht ist, entscheiden wiederum einzelne Menschen oder die Mehrheit.
Machtausübung geschieht immer auf Abruf. Das heißt, die Machtausübung der einen, muss durch andere beendet werden können.
Ist Machtausübung unbedingt, dann ist sie totalitär.
Totalitäre Machtausübung wird von vielen Menschen abgelehnt, aber nicht von allen.
Machtausübung ist z.B. staatliche Gewalt, per Gesetz und Regeln. Staatliche Gewalt setzt sich fort, obwohl Parteien sich beim Regieren abwechseln. Die Gesetze und Regeln bleiben oder werden zum Teil noch schlimmer und schlechter.
Gesetze und Regeln überstehen nicht selten, die Wahlen.
Machtausübung könnte dann ersetzt werden, wenn wir Menschen uns bei der Gesellschaftsgestaltung einigen könnten, ohne uns zu streiten. Wenn wir also immer einen Konsens oder Kompromiss finden könnten.
Macht wird gerade dann ausgeübt, wenn es Gegenseiten gibt, die etwas anderes wollen, als die Machtausübenden. Dann gilt es für die einen, die Macht zu brechen, um sie durch eine andere zu ersetzen.
Deshalb ist Friedensforschung und Friedenspolitik so wichtig. Sie setzt da an, dass wir schauen, uns gegenseitig zu verständigen. Aber gibt es Situationen, in denen wir uns nicht verständigen können?
Grundrechte und Menschenrechte dürfen nicht eingeschränkt werden. Wenn dies aber der Fall ist, dann gibt es keine Verständigung.
Beispiel: Ein Teil der Bevölkerung will die Sklaverei haben. Ein anderer Teil will die Sklaverei nicht haben. In diesem Fall gibt es keine Verständigung. Und ein Kampf zwischen den Gruppen scheint unausweichlich. Dann würde dieser abklären, welche Ansicht sich durchsetzt und zu Gesetz und Regel wird und die unterlegene Gruppe muss sich dem beugen.
Die Freiheit, die wir Menschen haben, lässt es immer zu, dass wir uns so entscheiden, dass wir gegen andere Menschen stehen, die sich anders entscheiden.
Friedenspolitik persönlich umgesetzt, würde bedeuten, sich so in der Gesellschaftsgestaltung für die eigenen Interessen als Individuum zu entscheiden, dass die individuellen Entscheidungen der Mitmenschen, nicht negativ dadurch tangiert werden. Das wäre dann Aufgabe für alle Personen in den Gesellschaften, darauf zu achten.
Update zum genannten Beispiel
Es bestünde auch die Möglichkeit, nicht für den eigenen Interessensbereich zu kämpfen. Und dadurch würde eine Auseinandersetzung vermieden. Dies wird teilweise auch als Friedenspolitik angesehen und von Friedensinitiativen gefordert. Aber wer ist das, der auf die Interessendurchsetzung verzichten soll?
Wenn die Interessen A und B noch gar nicht in Anwendung sind, dann hätten beide widerstrebenden Interessensgruppen die gleiche Ausgangssituation. Beide Gruppen könnten auf einen Kampf gegeneinander verzichten, und versuchen, erst mal (jahrelang?) den Streit auszuhalten.
Anders sieht die Sache aus, wenn bereits eine Gruppe ihre Interessen umsetzt und die andere Gruppe, die anderen Personen, wollen diesen Umstand beenden.
Wer muss dann die ungeklärte Situation aushalten, bei einem Kampfverzicht? In erster Linie diejenigen, deren Interessen noch überhaupt nicht umgesetzt sind. Weil die andere Seite schon das hat, was sie will.
Donnerstag, 13. Juni 2024
Arbeitgeber entlassen Mitarbeiter. Traurig aber wahr.
Wie kann so etwas passieren? Wo doch alle Mitarbeiter dieses Geld brauchen, um ihre Existenz zu sichern. Natürlich ist das keine Absicht der Chefs, aber wen interessiert das. Wenn die pure Existenz durch fehlendes Geld bedroht ist, dann ist allein dieser Umstand zutiefst verstörend und ärgerlich. In Ländern mit kapitalistischem Wirtschaftssystem, haben wir diese eingebaute Fehlfunktion, dass die Bürgerinnen und Bürger keine lebenslange Sicherheit haben, um die benötigten Güter zu erhalten, die ihr Dasein garantieren. Aber bedeutet das nicht, dass der Kapitalismus ein unbrauchbares Konzept ist und dass es wünschenswert wäre, ein geeigneteres Gesellschaftsmodell und Wirtschaftskonzept zu finden? Wirtschaft und Gesellschaft sollten ohne Unterbrechung, den Bewohnern eine sichere Existenz garantieren. Gesellschaftskonzepte, die dies nicht tun, sind fragwürdig und eher abzulehnen.
Aber was gibt es sonst noch im Angebot. Da gab es das sozialistische Gesellschaftsmodell. Der Staat bestimmte, was an Arbeit gebraucht wird und jeder hatte in der Folge einen festen Arbeitsplatz. Sicher konnte der Staat auch zwischendrin entscheiden, dieses oder jenes brauchen wir neu, dieses oder jenes können wir aufgeben, aber die Bewohner hatten immer die Garantie einer sicheren Existenz, durch die staatliche Ordnung.
Dieses Konzept macht einen deutlich besseren Eindruck als das kapitalistische. Denn der Einzelne ist nicht der Willkür verschiedenster Arbeitgeber ausgesetzt, bei Entlassung nicht zu wissen, ob sich denn ein neuer Dienstherr erbarmt, einen neuen Mitarbeiter/Knecht haben zu wollen. Im kapitalistischen Modell scheint die Arbeit im Vordergrund zu stehen, beim sozialistischen Modell scheint mehr der Arbeitnehmer wichtig zu sein.
Neben den kapitalistischen und sozialistischen, gibt es noch totalitäre Gesellschaftskonzepte, die ein Stück weit ähnlich der sozialistischen Konzepte funktionieren, bloß mit eingebauter stärkerer Kontrolle der Bewohner und Arbeiter.
Diese bislang genannten Wirtschafts- und Gesellschaftmodelle sind allesamt veraltet und genügen nicht mehr modernen Formen des Zusammenlebens und -arbeitens.
Welche Faktoren müssen moderne Gesellschaften berücksichtigen?
- Die Bürger sind heute viel selbstständiger als noch vor Jahrzehnten. Das Herren/Sklaven Angestellten -Verhältnis welches in den alten Gesellschaftsformen noch üblich ist, passt nicht mehr.
- Gesellschaftsgestaltung sollte nicht mehr die Sache einiger weniger sein, sondern alle Bewohner müssen dabei mitreden können.
- Statt auf freies Unternehmertum, sollten die Gesellschaften mehr Wert darauf legen, dass die Wirtschaften alle Menschen mit Sicherheit mit allem Benötigten versorgen. Gesellschaftsformen, die dies nicht garantieren, sind für die Weltbevölkerung unbrauchbar.
- In welchen Gesellschaften wollen wir leben. Diese Fragestellung sollte als Dauerauftrag den Menschen in aller Welt zugeteilt sein. Es macht keinen Sinn, an überkommenen Konzepten festzuhalten.