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Samstag, 27. Dezember 2025

Wichtige Bereiche im Zusammenleben

 Die Zivilgesellschaft hat eine bedeutende Rolle in unserem Dasein, weil sie die staatlichen Angebote ergänzt. Der Staat hat das Normangebot, das universelle Angebot und die Standarddienstleistung, und die Zivilgesellschaft geht konkreter auf die individuellen Bedürfnisse der Leute und Gruppen im Einzelnen ein und stellt diese zufrieden.

Dieses Ergänzungsangebot, welches die Zivilgesellschaft leistet, kann vom Staat abgelehnt werden. Dies geschieht meistens in Diktaturen und totalitären Staaten. Dort wird die Zivilgesellschaft als Konkurrenz erlebt und es wird verweigert, diese in ihrer Funktion anzuerkennen. Dann greift man die zivilgesellschaftlichen Angebote an, bezichtigt sie irgendwelcher Fehler und versucht sie zu diskreditieren, sodass sie sich nicht entfalten können.

Die Zivilgesellschaft kann dann eine Bereicherung für das Gemeinwesen sein, wenn Staat und Bürgerinitiativen sich aktiv und willentlich ergänzen und zueinander sich aufmerksam verhalten und sich gegenseitig unterstützen.

Dann setzt der Staat die Rahmenbedingungen, die grobe Orientierung und die Zivilgesellschaft komplettiert das Geschehen im Gemeinwesen, mit ihren Angeboten.

Samstag, 27. September 2025

Werte, denen man folgt

Man muss einen eigenen Wertekatalog haben. Werte, die man achten will, für die man eintritt und solche, die man ablehnt und von denen man sich abgrenzt. Man muss rote Linien haben, Werte die man nicht bereit ist aufzugeben und zu opfern. Für all das sollte man geradestehen und dies öffentlich vertreten.

Opferbereitschaft

Der Opferkult ist zutiefst archaisch, aber scheinbar quicklebendig in der heutigen Zeit. Andere, einzelne Menschen opfern wollen, für eine angebliche gemeinsame Sache. Gemeinsam ist diese Sache deshalb nicht, weil die Sicht nie von hundertprozent der anderen geteilt wird und somit willkürlich daherkommt. 

Menschenrechte, Grundrechte opfern, Menschenleben opfern, damit die Ziele und Vorstellungen Einzelner die Oberhand haben, ist verwerflich und abzulehnen.

Anders sieht es aus, wenn diese Haltung als persönliche Entscheidung sich ergibt. 

Samstag, 19. Juli 2025

Warum hat die heutige restaurative Phase keinen Effekt mehr?

Wir Menschen sind in unserer Entwicklung zu weit fortgeschritten, sodass die alten Methoden und Kräfte nicht mehr funktionieren und zu schwach sind, um die Bevölkerungen zu Untertanen zu machen. 

Die Herrschenden sind mit der neuen Weltordnung und dem Anspruch zu Weltregierungen überfordert, was durch die neuen Medien sofort auffällt und überall weitererzählt wird. Ihr Scheitern ist offensichtlich und die Persönlichkeiten haben nicht mehr die alte Souveränität und Autorität, die die Bürger überzeugte.

Die Fähigkeiten der Bevölkerungen, sind über die Maßen und stellen die begrenzten Einflussmöglichkeiten und Ideen der Berufsgesellschaftsgestalter in den Schatten. Eine Ablösung der Zuständigkeitsbereiche ist längst fällig.

Deshalb wird der Versuch, das Rad zurückzudrehen, scheitern, zumindest aber nicht zum gewünschten Erfolg führen. 

Samstag, 17. Mai 2025

Wie stellen wir uns in Zukunft in die Gesellschaft?

Momentan besteht eine stark um sich greifende Tendenz, vorgegebenen Ansichten zu folgen? Weil wir immer mehr zu einer Weltgesellschaft werden, haben wir zurecht die Aufgabe vor uns: Welchen Orientierungen sollten wir alle folgen, was muss für uns alle von Bedeutung sein, in einem Zusammenleben. 

Da stehen an erster Stelle die Grundrechte und Freiheitsrechte. 

Das ist allerdings ein großes Problem, weil die Tendenz besteht, eine gemeinsame Linie für alle so zu finden, dass genau diese Rechte aufgegeben oder eingeschränkt werden. Denn die Eigenartigkeit der Menschen, wird bei diesem Bemühen als hinderlich empfunden. Alle sollen sich den Vorgaben der Entscheider unterwerfen müssen. 

Als Vorbild dienen die Diktaturen. Allerdings ist das Ergebnis in diesen unterschiedlich. In den einen kommt es geradezu zu einem Stillstand in den gesellschaftlichen Entwicklungen, in anderen wird die Kontrolle in Einzelbereichen gelockert, damit ein Anreiz besteht, eigenaktiv in den Arbeitsfeldern zu wirken. Der Profitgedanke als Eigeninteresse, wird erlaubt, was eine Anleihe aus dem Kapitalismus ist.

Möglicherweise geschieht in dieser Übergangsphase zur Weltgesellschaft, eine stärkere Anpassung der Bewohner an Vorgaben. Es ist aber zu vermuten, dass dies nicht so bleiben wird. Die Leute werden wieder mehr Raum für eigene Entscheidungen haben wollen und das wird dann auch wieder eintreten. 

Die Diskussion darüber, wird sich nicht zuletzt an der Frage der Grund- und Freiheitsrechte entzünden.

  • Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Als Standard: Keine Organspenden und kein Impfzwang
  • Wehrdienstverweigerung. Kampfeinsatz nur als Freiwilligeneinsatz
  • Freie Meinungsäußerung und informelle Selbstbestimmung. Freie Medienwahl und kein Zwangbeitrag für Medienproduzenten
  • Keine Zwangsarbeit, die durch die Hintertüre der Sozialgesetzgebung geschieht. Stichwort: Hartz4-Sanktionen

Da haben die Bürgerinnen und Bürger noch viel zu tun. 😐

Sonntag, 11. Mai 2025

Ist freie Meinungsäußerung wichtig?

Oder sollten wir sie lieber verhindern, alle Plattformen abschalten wo dies möglich ist, weil eh nur die bestehende Ordnung damit gefährdet wird, mit fortlaufender Kritik am Vorhandenen?

Sicher lässt sich das Zusammenleben viel einfacher gestalten, wenn es keine Widerworte gibt. Und in den Ländern, in denen das schon seit Jahrzehnten praktiziert wird, kann jeder diesbezüglich Erfahrung sammeln. Dort, wo die Bevölkerung sich den Anweisungen unterwerfen muss und ansonsten in die Arbeitslager deportiert wird, sind sich die Bewohner bewusst, dass freie Meinungsäußerung brandgefährlich ist und niemand wird einfach so drauflos denken und die herrschende Ordnung öffentlich kritisieren. Denn alle sind sich darüber klar, dass das ungut für die eigene Gesundheit ist. 

Aber warum ist dieses Vorgehens nun so ein Erfolgsmodell überall auf der Welt?

Verwalter und Bestimmer sind es leid, jedesmal die Bürger fragen zu müssen, was sie denn wollen und wen sie den wollen, der die Verantwortung übernimmt. Es ist viel bequemer, einfach drauflos zu agieren, mit dem Gefühl, die Entscheider haben auch die Macht, gegen Unwillen erfolgreich vorzugehen und diesen zu unterdrücken. Man will nicht mehr diese permanente Kontrolle durch die Bürger. Sie wird als lästig empfunden. 

So ist diese Entwicklung durchaus verständlich. Allerdings ist zu fragen, wo denn unterschiedliche Ansichten, sich jetzt kanalisieren sollen? Denn ein echter Wettbewerb verschiedener Ideen, scheint nicht mehr gewollt.

All dies geschieht gleichzeitig, mit einer Tendenz zur Weltgesellschaft. Wir werden nach und nach eine einzige Gesellschaft, mit entsprechenden Weltregierungen. Wie passt dies zusammen?

Wir Menschen werden sehen, dass abzüglich lokaler Unterschiede, Traditionen und Ritualen, wir eigentlich alle gleich und mit denselben Bedürfnissen und Orientierungen ausgestattet sind. Und wir werden dementsprechend die große Gesellschaft so gestalten, dass sie unser aller Anliegen gerecht sein kann. 

So haben wir mit der Einschränkung der freien Meinungsäußerung eine Entwicklung vor uns, die dazu anregt nachzudenken, wie wir denn sonst unsere Anliegen in die Welt bringen und für Fortschritt sorgen können. 

Samstag, 10. Mai 2025

In immer mehr Ländern sinkt die Geburtenrate

Woran kann das liegen? Sowohl in Diktaturen als auch in Demokratien, sind die Lebensbedingungen schlecht. Die Leute müssen sich als Arbeitssklaven entweder an den Staat oder an den Markt verkaufen. Sie haben dann keine Zeit mehr, sich selbst um den Nachwuchs zu kümmern und müssen ihre Kinder in Betreuungseinrichtungen abgeben. Dort arbeiten Leute, die sich ebenfalls als Arbeitssklaven verdingen mussten und dementsprechend gering motiviert ihre Aufgaben angehen. 

Hinzu kommt die Frage, in welchen Gesellschaften wollen wir eigentlich leben? 

Die meisten Staaten sind dermaßen schlecht gestaltet, dass viele Menschen auf eigenen Nachwuchs verzichten. Sie müssen sich abkämpfen, um gerade so selbst existieren zu können. Die Mieten sind astronomisch hoch, sodass schon ein Großteil der Einkommen dafür verschleudert sind. Die Energiekosten schießen durch die Decke. Der Staat und die Herrschenden sind immer häufiger bereit, die Grundrechte der Bürger zu beschneiden.  

Eine wirklich freie Lebensplanung, ist für viele Bürger kaum noch möglich, da sie sich den Gesetzen des Marktes und Arbeitsmarktes unterwerfen sollen. Aber eine Alternative zur kapitalistischen Lebensweise gibt es auch nicht. 

Im Kapitalismus soll sich jeder im Wettbewerb gegen die Mitmenschen stellen und es soll jeder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht sein. Wem ein solches Lebenskonzept nicht behagt, kann aber kein anderes wählen, weil es kein anderes in den Ländern gibt. Die ehemals sozialistischen Staaten, sind heute lupenreine Diktaturen. Und der Sozialismus hatte schon vorher seine Schwächen aufgezeigt, indem er dominant gegenüber den eigenen Bewohnern auftrat und nur die Politkaste ihre Vorteile hatte.

So stehen die Menschen heute vor der Frage, welche Gesellschaftsform ist die Beste und welche soll ich unterstützen, damit die Leute wieder gerne in den Ländern leben und vielleicht auch wieder Nachwuchs haben.

Donnerstag, 17. April 2025

Gender

Jetzt gab es Gerichtsentscheidungen und Verfassungsänderungen, dass jemand das sei, was bei seiner Geburt festgestellt wurde. Also, wenn jemand bei Geburt, ein männlicher Mensch war, gilt das, was er bei seiner Geburt war und es gilt nicht das, was derjenige in späteren Jahren für sich empfindet und wie jemand sich durch Operationen im Laufe seines Lebens verändert. 

Dies sind bemerkenswerte Feststellungen und Entscheidungen.

Wodurch sind diese entstanden? 

Grundsätzlich will man den Leuten die Freiheit lassen, selbst bestimmen zu können, wer sie sind. Wer also im Laufe seines Lebens sagt, jetzt will ich nicht mehr Mann sondern Frau sein, da soll der Mensch diese Freiheit haben, das dann selbst festlegen zu können. 

Aber solche Entscheidungen haben auch praktische Konsequenzen. Wer als Mann bislang nicht in Schutzräume der Frauen eindringen konnte, hätte nach der Selbsterklärung, wer er ist, dann das Recht dazu? Gegen diese de facto Konsequenzen haben Frauenverbände geklagt. Man wollte nicht, dass Personen, die im Laufe ihres Lebens sich umentscheiden, welchem Geschlecht sie angehören wollen, Frauenumkleideräume, Frauenhäuser, Frauentoiletten und Frauen- Sportmannschaften nutzen und dafür berechtigt sind.

Dies scheint auf den ersten Blick ungerecht zu sein und die Freiheit der Wechselwilligen einzuschränken, aber die Originalmenschen (Insbesondere Frauen, die von Geburt an Frauen waren.) hatten wohl den Eindruck, die Gendersache würde die Identität und klare Zuordnung der Geschlechter aushebeln, wogegen sie sich dann entschieden haben.

Arbeitswelt - Was macht krank?

Immer mehr Menschen fallen am Arbeitsplatz aus, wegen psychischer Erkrankungen. Nun wollen Krankenkassen und Arbeitgeber gegensteuern, durch Beratung und Hilfsangebote. Aber was will man da eigentlich behandeln? 

Wenn der Arbeitsplatz angeschaut wird, ob er besser gestaltet werden kann, ob die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern verbessert wird und der Umgang der Beschäftigten untereinander sinnvoller abläuft, dann wird doch weiterhin das Hauptproblem in den Gesellschaften übersehen und wissentlich ignoriert, der Arbeitszwang.

Aber wenn man ihn direkt anschauen würde, schonungslos ihn benennen könnte, dann fällt es sofort auf, was krank macht. Wenn wir sagen würden, wie die Verhältnisse wirklich sind, würde das Krankmachende sofort ins Auge fallen und da wäre mit den Verbesserungen umgehend anzufangen. 

Denn in den meisten Demokratien und Diktaturen, haben wir einen de facto Sklavenstaat. Und wenn wir diese Arbeitswelt anschauen und die Sklaven fragen, was sie krank macht, könnte doch die Ansicht entstehen, es sei die Sklaverei.

Da wir aber die Sklaverei in unseren Gesellschaften ignorieren, verleugnen, beschönigen (Es ginge nicht anders.), können wir nur andere Gründe finden, warum der Krankenstand hoch und die Gesundheit der Leute angegriffen ist. Und alle Verbesserungsvorschläge gehen am Hauptproblem vorbei.

Donnerstag, 13. März 2025

Was ist Demokratie

Ist Demokratie, die Beteiligung aller, an der Gesellschaftsgestaltung? 

So, dass sie allen Ansprüchen und Interessen genügt. Wenn wir in der Gesellschaft Obdachlosigkeit haben, ist das Ausdruck einer schlechten Gestaltung der Gesellschaft. Aber eine schlecht gestaltete Gesellschaft, können wir nicht wollen.

Eine durch alle Bürgerinnen und Bürger, gut gestaltete Gesellschaft, ist Ausdruck einer gelungenen Demokratie. Demokratie bedeutet auch, dass alle unterschiedlichen Lebenskonzepte in einem Staatswesen, in einem Zusammenleben möglich sind. Und nicht, dass einige, ihren Lebensstil den anderen aufzwingen wollen.

Ist Herrschaft durch verschiedene Parteien, Ausdruck von Demokratie? Die Parlamentarische Demokratie ist nicht mehr vorhanden, in dem Sinne, dass Personen die Anliegen anderer Personen stellvertretend vertreten, im großen Stil. Viele Personen gehen schon seit Jahren nicht mehr wählen, weil sie sich nicht durch die Parteien vertreten fühlen und deren Herrschaft kritisch sehen. Andere gehen noch wählen, unter dem Aspekt, welche Partei, welche Politiker verkörpern das geringste Übel. 

Die Stellvertreter Demokratie passt nicht mehr in die Zeit. Sie ist eine Zumutung. Wir müssten schon längst die Direkte Demokratie haben. Und dass sie funktioniert und möglich ist, sehen wir an den Nachbarn.

Obdachlosigkeit ließe sich sofort bewältigen, wenn wir den Bedürfnissen der Menschen entgegenkommen würden. Es bedarf preiswerten oder kostenlosen Wohnraums, in großem Umfang. Dieser muss von der Gesellschaft allen bedürftigen Personen oder besser, allen Bürgern angeboten werden, die ein solches Angebot nutzen wollen. 

Demokratie, lebendige Zivilgesellschaft und lebenswertes Gemeinwesen, gehören in ihrer Wechselwirkung zusammen. 

Wenn wir in Gesellschaften zunehmende Verarmung und Obdachlosigkeit haben, funktioniert die Demokratie nicht mehr. Und wir können nicht einfach weitermachen, wie bisher. Eine lebendige Zivilgesellschaft muss solche Fehlentwicklungen aufgreifen, anprangern und vorläufige Sofortlösungen anbieten. Ein lebenswertes Gemeinwesen haben wir nicht, wenn überall sichtbar ist, wie unser Sozialsystem unmenschlicher und unmenschlicher wird. 

Samstag, 1. März 2025

Wieso arbeiten wir?

Wenn wir Beiträge lesen, in denen die Arbeitswelt beschrieben wird, haben wir oft den Umstand, dass der Arbeitszwang unerwähnt bleibt.

Warum ist das so?

Vielen ist der Arbeitszwang oft nicht bewusst. Sie denken, es sei normal, dass man zum Arbeiten genötigt ist. Aber eigentlich müsste die Entscheidung, was und wie viel man arbeitet, selbstbestimmt sein.

Wenn Menschen sagen, sie würden freiwillig Überstunden machen und sie könnten ja ihren Job aufgeben, wenn er zu belastend ist, dann wird die eigene Lebenssituation schöngeredet? 

Tatsächlich ist es eher so, dass man die Überstunden macht, um den Job zu behalten und nicht gezwungen zu sein, sich wieder einen neuen Arbeitsplatz suchen zu müssen. Und einfach so den Einkommensplatz zu wechseln, ist gar nicht so leicht. Und das wissen die Berufstätigen alle. 

So wird der Arbeitszwang einfach hingenommen, weil er scheinbar dazugehört.

Die Beschäftigung mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE), vermittelt aber einen anderen Eindruck. Wer zur Arbeit genötigt ist, unterscheidet sich eigentlich nicht viel vom gewöhnlichen Sklaven. Auch dieser ist zur Arbeit gezwungen und interessanterweise ist in vielen demokratischen Staaten, die Sklaverei und Zwangsarbeit verboten. Dennoch findet sie statt. Sie ist eben versteckt im Sozial- und Wirtschaftssystem angelegt und in der Arbeitsordnung integriert. So bemerkt man sie gar nicht mehr.

Donnerstag, 27. Februar 2025

Demokratie Teilnahme

Demokratie bedeutet in einigen Staaten, eine indirekte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Gesellschaftsgestaltung, die wir Parlamentarische Demokratie nennen. Daneben gibt es noch die Direkte Demokratie, die, wie der Name sagt, eine direkte Beteiligung der Bewohner an den Entscheidungen in einem Staat ermöglicht. 

In der Parlamentarischen Demokratie haben wir verschiedene Parteien, die unterschiedliche Vorstellungen von Gesellschaft den Bürgern anbieten können oder unterschiedliche Vorstellungen der Bewohner repräsentieren. 

Aber bedeutet das, dass wir ständig die Gesellschaften anders gestalten könnten?

Die Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen, sind überall auf der Welt eher ähnlich. Diese lassen sich anhand einer Bedürfnishierarchie darstellen. Zuerst kommen die Grundbedürfnisse, dann das Sicherheitsbedürfnis, dann alles Weitere.

Alle Personen, die mit Gesellschaftsgestaltung beschäftigt sind, können sich an solchen Fakten orientieren. So viel Neues können unterschiedliche Parteien und Akteure also gar nicht fordern. Das Meiste ist bekannt, was Menschen brauchen und wie in dieser Hinsicht die Gesellschaften gestaltet sein müssen. Wenn wir also alles Sachliche nehmen, was zur Gesellschaftsgestaltung gehört, Grundversorgung, entsprechende Gestaltung der Wirtschaft, Gesundheitsfragen, dann geht es überwiegend um die Verbesserung bestehender Abläufe und Einrichtungen.

Wenn wir z.B. heute viel Armut und Elend in den Straßen der Städte erleben, dann ist das ein Hinweis darauf, dass die Gesellschaft nicht richtig funktioniert und verbesserungsbedürftig ist.

Das ist dann ein Aufgabenfeld für diejenigen, denen diese Umstände auffallen und sich angesprochen fühlen, darauf reagieren zu wollen. Alles hinnehmen und dann nur auf das eigene Wohlbefinden achten, wäre zu wenig?

Welche Vorstellung haben wir vom Sozialstaat? Soll er passiv sein und auf Anträge von Betroffenen warten? Oder soll er proaktiv gestaltet sein und damit Armut von vornherein verhindern? 

Wenn wir ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) wollen, müssen wir uns selbst, dafür öffentlich einsetzen. Und uns mit jenen vernetzen, die in eine ähnliche Richtung wollen und deren Auftreten wir grundsätzlich akzeptieren. 

Sonntag, 23. Februar 2025

Was ist Demokratie?

Es ist schon interessant, Leute zu beobachten, die die Weltsituation kommentieren, die Befindlichkeiten der Menschen und ihr Verhalten. 

So z.B., dass jemand das Verhalten anderer als unrichtig und ablehnenswert darstellt, in einem Beitrag, weil diese die Genderszene angreifen und kritisieren. Dann aber, im weiteren Verlauf, kritisiert diese Person selbst andere Gruppen, so, als ob seine Kritik an diesen anderen völlig nachvollziehbar sei.

Der Widerspruch sieht dann so aus:

Der Kommentator kritisiert andere, weil diese Gruppen kritisieren, und das Verhalten dieser anderen sei nicht vollziehbar.

Danach kritisiert dieser Kommentator selbst Gruppen, stellt dann aber sein Verhalten als normal und richtig dar.

Wie kann man das Verhalten der anderen ablehnen, wenn man letztlich sich selbst so verhält, wie diese anderen? Das ist der Widerspruch. Und deshalb sind solche Kommentatoren fragwürdig.

Es sei denn, man gehört selbst zu der Gruppe, die dieser Kommentator repräsentiert. 

Daran sieht man auch schon, dass wir heute eine Insider- Kommunikation haben. Alle sprechen nur noch aus der eigenen Perspektive, was sie mögen und was nicht. 

Daran wäre nichts auszusetzen, wenn man gleichzeitig, die Positionen der anderen respektieren würde. Aber genau das macht man ja nicht. 

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Hier wird deutlich, was Demokratie ist. Wir Menschen sind nicht alle in einer Insidergruppe. Wir gehören verschiedenen Gruppierungen an oder gar keiner, als Individuum. 

Demokratie bedeutet demnach, Respekt vor der Lebensweise und Weltsicht des Mitmenschen. Wer diesen Respekt nicht aufbringt, ist kein Demokrat?  

Wer also Kommentator ist, Historiker, etc. und nicht merkt, wenn die eigene Kritik an anderen begleitet ist, von eben dem gleichen Fehlverhalten, das man diesen anderen vorwirft, der hat das Recht zur Kritik verwirkt und beschreibt nur seine egoistischen Sichtweisen und Vorstellungen. Ein Demokrat ist diese Person keineswegs? 

Aber dieses Fehlverhalten ist ganz leicht festzustellen. In einem kurzen, halb- bis einstündigen Beitrag, kann jemand sich so widersprechen und bemerkt es noch nicht mal. 

Beispiel: die guten und die bösen Staaten. Da beschreibt jemand die bösen Staaten, wie sie alle Lebensbereiche manipuliert und okkupiert haben: Parteien, Politik, Kultur, Justiz, Militär und Polizei, Medien und Information. Der Widerspruch in solchen Beiträgen besteht dann darin, dass diese Kommentatoren gar nicht bemerken, dass dieselbe Manipulation in allen anderen Staaten ebenfalls um sich greift. Dies ist ein Widerspruch in der eigenen Wahrnehmung.

Dieser Widerspruch ist aber so deutlich und so schnell feststellbar, dass man sich fragt, warum die agierende Person es nicht selbst bemerkt.  

Demokratie bedeutet, den anderen mit seinen Lebensweisen und Ansichten leben lassen, so, wie man mit den eigenen Ansichten ebenfalls in Ruhe gelassen sein will. 

Wer das missachtet mit seinem Verhalten und seinen Äußerungen, ist kein Demokrat.

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Wie kommt man aus dieser Situation heraus?

Viele wollen nicht wahrhaben, dass sie dieses Fehlverhalten praktizieren. Dann kann sich natürlich nichts ändern, weil man nicht wahrnimmt (wahrnehmen will), dass man genauso sich verhält, wie man es anderen vorwirft.

Dieses Nicht-wahrhaben-wollen kommt daher, dass man die eigenen Sichtweisen für überlegen und angemessener hält, als das Denken und die Vorstellungen der Mitmenschen. 

Der erste Schritt wäre demnach, die Schwächen der eigenen Sichtweisen erkennen und die Berechtigung anderer Perspektiven in den Blick bekommen.

Dann sind wir aber noch lange nicht durch. :-)

Jetzt, wenn wir uns selbst klarmachen, dass die Perspektiven der anderen berechtigt sind, dann fehlt immer noch die Antwort auf die Frage, was denn von uns allen als Regeln, Normen, Vorgaben und Gesetzen beachtet gehört und was wir trotz der eben gerade anerkannten Verschiedenheit der Menschen und unterschiedlichen Ansprüchen, dennoch von uns allen anerkannt, fordern sollten.

Denn auch wenn wir die Verschiedenheit von uns allen, letztlich respektieren (wollen), so ist doch trotz dieser Verschiedenheit eine Einheitlichkeit in der Wahrnehmung bestimmter Einzelaspekte des Daseins, anzustreben. 

Worauf könnte sich diese Einheitlichkeit beziehen?

Zum Beispiel auf die Grundrechte der Individuen, die Menschenrechte. Das wir also trotz der eben anerkannten Unterschiede, dennoch darauf aus sind, von allen eine Zustimmung und Anerkennung dieser Schutzrechte für das Individuum zu erreichen.

Was bedeutet aber diese Anerkennung, z.B. der Menschenrechte und Grundrechte? Sie bedeutet, dass niemand, keine Einzelpersonen, Gruppen und auch keine Staaten, Politiker, Justiz das Recht haben, die Individualrechte der Bürger zu verletzen. Und zwar nie, das heißt, auch nicht in sogenannten Notfallsituationen, wie Krieg, Krankheit etc. 

Samstag, 25. Januar 2025

Gibt es ein Toleranz Paradoxon?

Wer Intoleranz dulden würde, hätte als Ergebnis, die Abschaffung der Toleranz. Deshalb müsse der Tolerante intolerant sein, damit die Toleranz weiterhin geschützt ist.

Welche Sicht ist auf solche Einschätzungen möglich?

  • Der Tolerante könnte in seiner Einschätzung nicht objektiv sein, sondern subjektiv. Und damit wäre seine Einschätzung nicht korrekt, sondern fehlerhaft und abzulehnen.

  • Und was will der Tolerante gegenüber dem vermeintlich Intoleranten tun, damit die Toleranz erhalten bleibt. Diesen nicht zu Wort kommen lassen? Mit welchen Methoden denn, mit welchen Maßnahmen? 

Wenn der vermeintlich Tolerante jetzt mit Gewaltmaßnahmen gegen die vermeintlich Intoleranten vorgehen will, welches Ausmaß dürfen solchen Gewaltmaßnahmen haben? Will man die vermeintlich Intoleranten ins Gefängnis stecken, sie bestrafen, weil sie ihre vermeintliche Intoleranz veröffentlichen wollen?

Je gewalttätiger und restriktiver die Gewaltmaßnahmen sind, mit denen der vermeintlich Tolerante die Toleranz schützen will, um so mehr führt er seine angebliche Toleranz ins Absurde. 

Aber, statt über Toleranz zu sprechen, könnten wir aufzeigen, in welchen Gesellschaften wir leben wollen und welche positiven Charakteristika diese haben. 

Die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Religionsfreiheit, Wissenschaftsfreiheit, Weltanschauungsfreiheit und weiterhin die Rechte auf körperliche Unversehrtheit und existenzielle Sicherheit, dürfen nicht in Frage gestellt und relativiert werden. 

Und das sogenanne Toleranz Paradoxon könnte ein erster Versuch sein, diese Grundrechte zu relativieren. Stattdessen müssen die Grundrechte absolut gesetzt sein und dürfen niemals eingeschränkt und ausgeschaltet werden. 

Was dabei herauskommt, wenn man Grundrechte und Menschenrechte relativiert, konnte man während Corona erleben, als das Grundrecht auf körperliche Selbstbestimmung relativiert wurde und man es quasi zur Pflicht machen wollte, dass sich alle impfen lassen. An dem Beispiel sieht man, in welche falsche Richtung die Entwicklung gehen kann, wenn die Machtverhältnisse das ermöglichen. 

Das Toleranz Paradoxon macht die Tür auf, für schlechte Entwicklungen. Dann will derjenige, der sich selbst als tolerant bezeichnet, dieses Etikett auch dann behalten wollen, wenn er anderen die Grundrechte einschränkt. 

Das heißt aber nicht, dass keine Gefahren in allerlei Richtungen bestehen. Wie kann man die Demokratie schützen, wie kann man liberale Gesellschaften erhalten?

Vermeintliche und tatsächliche Intoleranz kann dann im Zusammenleben der Menschen entstehen, wenn die Lebensverhältnisse sehr schlecht sind. So haben wir heute viele Demokratien, die am Ende sind, die jegliches positives Ansehen verloren haben und nur noch vom Glanz der Vergangenheit existieren. Was ist das Schlechte der heutigen Demokratien?

Sie sind unmenschlich gestaltet. In ihnen herrscht der Arbeitszwang für alle und damit unterscheiden sie sich nicht mehr von den echten Diktaturen und totalitären Staaten. Sie sind in dieser Hinsicht genauso schlecht. Aus der miserablen Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialgestaltung in den Demokratien, erwächst ein Widerstand und ein Unmut in den Bevölkerungen, der sich auch verbal ausdrückt. Die Leute bringen ihren Unmut zurecht gegen die Politiker vor und rechte Tendenzen werden lautstärker. Das deckt sich mit den Erfahrungen in und vor der Nazizeit in Deutschland. Schlechte Lebensverhältnisse können die Menschen radikalisieren. 

Statt nun die Gesellschaftsgestaltung zu verbessern, z.B. mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) will man die Unzufriedenen mundtot machen, indem man die Kritik pauschal als Hassreden verunglimpft und Intoleranz gegenüber Kritik rationalisiert und rechtfertigt.

Vielleicht würde sich das Intoleranz Problem von selbst in weiten Teilen erledigen, wenn wir erst einmal für lebenswerte, humane, menschenwürdige Gesellschaften sorgen. Die heutigen Gesellschaften sind schlecht gestaltet und das ist zuallererst der Ausdruck von Intoleranz. Man will alle Leute in den Arbeitsmarkt zwingen und tolerant wäre der Staat, wenn er von diesem Zwang absähe. - Der Staat muss tolerant und human sein, dann färbt das auf die Bevölkerungen ab. 

Update:
Ist heute die Welt in die Guten und die Bösen aufgeteilt? Wenn ja, muss gefragt werden, was die Guten von den Bösen unterscheidet. Das Toleranz Paradoxon dient dazu, die Angleichung der Guten an die Bösen (mit den gleichen Methoden, Gewalt und Macht ausüben) zu rechtfertigen. 

Aber gut wäre nur derjenige, der die Grundrechte und Menschenrechte in Ruhe lässt und sie nicht anrührt. Wer aber ständig Ausreden hat, warum er schon wieder schlecht handelt, der hat sich im Grunde genommen längst an die andere Strömung angeglichen. 

Das ist auch kein Wunder. In totalitären und diktatorischen Staaten, haben die Machthaber, egal, ob sie sich in Parteien organisieren oder anders, immer das Sagen gegenüber der Bevölkerung. Und das mag manchen in den Demokratien erstrebenswert erscheinen. Dann aber, hebt sich die Trennung von Gut und Böse auf und alle sind böse.

Sonntag, 5. Januar 2025

Wie geht es weiter, mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen?

Vielleicht so.

Viele Fans, Interessierte, Anhänger und Freunde des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) lassen sich von der Euphorie tragen, wenn eine Begeisterung für dieses Thema in der Öffentlichkeit wahrnehmbar ist. Aber diese Begeisterung kann nachlassen, insbesondere dann, wenn sich das Thema nicht umsetzen lässt und wenn zu wenige bei der Sache mitziehen.

Dann werden Projekte eingestellt, Personen wenden sich wieder anderen Themen zu und die ganzen Aktivisten verschwinden mehr oder weniger von der Bildfläche.

Aber ist diese Entwicklung berechtigt?

Bestimmt nicht. Es geht darum, das Thema in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Das BGE ist Teil einer gesellschaftlichen Entwicklung, die schrittweise in Gang kommt. Das BGE betrifft die Sozialgestaltung in den Gesellschaften und den Arbeitsbereich und die Wirtschaft in den Lebenszusammenhängen. 

Wenn man dieses erkennt, dann kann man sich auch weiterhin für sinnvolle Entwicklungen in den Gesellschaften einsetzen. Quasi lebenslang. Weil dieses Thema, die Gesellschaftsgestaltung, eines der Bürgerinnen und Bürger ist, in funktionierenden Demokratien.

Wenn wir also den Dauerbrenner erkennen, der hinter dem BGE steht, die Gesellschaftsgestaltung als Aufgabe, dann können alle Personen, die sich in dieses Thema eingearbeitet haben, dieses nahtlos in den größeren Kontext einer weiteren gesellschaftlichen Entwicklung einbauen. 

Eine gute Gelegenheit wäre z.B. die Einrichtung von Arbeitskreisen mit Personen ähnlicher Denkrichtung, mit denen man dann weiter an diesen Themen arbeiten kann, um am Ball zu bleiben. 

Ein Rückzug, nur weil das BGE jetzt gerade nicht eingeführt wird, ist also überhaupt nicht angebracht. Die gesellschafts-gestalterische Arbeit der Bürger, ist eine nicht endende Aufgabe. 

Freitag, 3. Januar 2025

Arbeitserleben

Immer wieder sagen die Menschen, dass ihre Arbeit sie unzufrieden macht. Die Gründe sind unterschiedlich. Aber was öfters zu hören ist, sind die Arbeitsbedingungen, über die die Leute klagen. Und bei den Arbeitsbedingungen ist es oft die Mehrarbeit, die die Werktätigen zu leisten haben. Diese Mehrarbeit macht ihnen zu schaffen. 

Oft sind es Überstunden, die sie zu leisten haben. Sie sollen mehr arbeiten, als grundsätzlich vereinbart ist. Und in der heutigen Zeit ist oft der Grund, dass andere Mitarbeiter sich krank gemeldet haben und für diese sollen sie jetzt die Arbeit machen. 

Es nützt auch nichts, zu sagen, dass jeder krank werden kann und sich krank meldet. Denn leider kann der Einzelne erleben, dass immer wieder dieselben, über das Jahr verteilt sich dauernd krank melden, nicht selten an den Brückentagen, vor oder nach Feiertagen, vor oder nach dem eigenen Urlaub. Oder dann, wenn sie zur Spätschicht oder Nachtschicht antreten müssten.  

Wie reagieren diejenigen, die das ausbaden müssen? Sie sind natürlich verärgert. Aber warum wehren sie sich nicht einfach, wenn denn die Bedingungen am Arbeitsplatz so schlecht sind? Weil es nicht leicht ist, einen gleichwertigen Job zu finden, weil man die jetzige Arbeit kennt und bei einem neuen Job alles wieder von vorne beginnt, weil man abgemahnt und letztlich gekündigt werden kann, wenn man sich weigern würde, die Mehrarbeit zu leisten. Die Arbeitsbedingungen in Diktaturen, totalitären Staaten und Demokratien sind gleichermaßen schlecht, weil in allen Gesellschaftsformen die Arbeitspflicht für die Bevölkerung herrscht. Mit der Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens, wäre die Arbeitspflicht abgeschafft. So aber, ist jeder genötigt, seine Arbeitskraft herzugeben, um existieren zu können und die existenzsichernden Güter zu erhalten.

Arbeitszwang

Obwohl der Arbeitszwang das Problem ist, wird er aber als solcher nicht wahrgenommen. Das ist ein bisschen so, als ob jemand Sklave ist und er hätte die Option frei zu sein, aber die Freiheit wird als Möglichkeit nicht wahrgenommen, denn als Sklave hat man sein Essen, die Unterkunft und man muss sich nicht erst um eine Arbeit bemühen, man macht einfach was der Master sagt. Man will halt bloß ein bisschen bessere Arbeitsbedingungen, aber nicht frei sein?  

Denn wenn manche Arbeitnehmer, die so heftig über ihre Arbeitsbedingungen schimpfen und klagen, mit dem Arbeitszwang konfrontiert sind, und wenn der abgeschafft wäre, könnten sie ja den Job einfach kündigen, dann wollen sie davon nichts hören und davon nichts wissen. Denn der Arbeitszwang wird seltsamerweise von vielen Menschen klaglos hingenommen, als Schicksal, weil es halt so ist und daran könne man nichts ändern oder sollte man nichts ändern, denn das wäre unmoralisch, wenn nicht mehr jeder zur Arbeit gezwungen ist. So in der Art, ist dann die Reaktion, wenn die Leute, die so heftig über ihre Arbeitssituation klagen, mit Möglichkeiten konfrontiert sind, die Sache aus einem anderen Licht zu sehen.

Und das ist auch der Grund, warum das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) es so schwer hat, in der Gesellschaft eine breite Unterstützung zu finden, weil es immer wieder welche gibt, die es als unmoralisch empfinden, wenn nicht alle in der Gesellschaft, die arbeitsfähig sind, zur Arbeit gezwungen sind. 

Der Irrtum bei dieser moralischen Betrachtung, liegt in der Gewichtung der Ethik und Sittlichkeit. 

  • Ist es ungerecht, wenn nicht alle zur Arbeit verpflichtet sind?
  • Ist es gerecht, wenn jede arbeitsfähige Person zur Arbeit für andere gezwungen ist?
  • Ist es eine Grundrechtsverletzung und Missachtung der Menschenrechte, wenn wir die Bürgerinnen und Bürger nötigen, per Gesetze und Verordnungen, ihre Arbeitskraft an andere Leute verkaufen zu müssen?
  • Haben wir eine gute und lebenswerte Gesellschaft, wenn in ihr Arbeitszwang für die Bewohner herrscht?

Je nach dem, wie wir selbst die Antworten auf diese Fragen geben, ist unser Verhältnis zur Grundeinkommen-Idee.

Freitag, 29. November 2024

Diskussionspunkte - YouTube basic income II

Was wurde noch in der Diskussion besprochen. Mögliche Gründe für den Wahlerfolg Trumps. Es war eine Wahl gegen die Eliten und gegen den Status Quo. Die Leute wollen nicht mehr weiter so, leben. Und sie fühlen sich in Distanz zur Klasse der Mächtigen und Entscheidern. Alle guten Kräfte hätten eine Chance, wenn sie einen sinnvollen gesellschaftlichen Wechsel ankündigen und durchführen würden. Z.B. Wechsel zu einem besseren Sozialsystem, welches allen Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht. Die Zölle, die Trump einführen will, würden eventuell die Lebenshaltungskosten verteuern. Dies könnte aber besser umgesetzt werden, mit einer Fair Tax. Einem Rebate Programm, welches ähnlich wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) wirkt. Das heißt die Bürger bekämen monatlich eine staatliche Rückvergütung für die höheren Steuern, in Form eines BGE, als Ausgleich. - Außerdem: Im Iran wird so etwas, wie ein BGE umgesetzt. 

Sonntag, 24. November 2024

Diskussionspunkte - YouTube basic income

Parteien alle gleich.

Ein Thema war, ob die Parteien austauschbar ähnlich sind und wir in Wirklichkeit ein Ein-Parteien-System haben, auch, wenn den Bürgern verschiedene Parteien zur Auswahl stehen.

Dies lässt sich einfach dadurch feststellen, ob die Bürgerinnen und Bürger noch eine Opposition wahrnehmen, die unterschiedlich zur herrschenden Partei oder herrschenden Koalition erscheint. Viele Bürger können diese Unterschiedlichkeit nicht erkennen und deshalb sind viele BürgerInnen auch Nichtwähler. Man empfindet die Parteien nicht mehr als unterschiedlich und selbst wenn, sieht man, wenn sie an der Macht sind, dass sich kaum etwas ändert zu vorher. Insofern sind die Parteien tatsächlich alle austauschbar, auch im negativen Sinne, dass man von keiner Partei mehr, sinnvolle Entscheidungen erwartet. 

Und besteht da nicht die Gefahr, dass man dann rechts wählt? Eigentlich nicht. Wenn die Leute gute Politik, gute Sozialpolitik, lebenswerte Gesellschaften, gute Wirtschaftspolitik wollen, dann kann man erst recht nicht rechts wählen. Denn rechts ist Teil der schlechten Politik, also Teil des herrschenden Parteiensystems und Teil der überkommenen Parlamentarischen Demokratie. 

Parteien bringen uns nicht mehr weiter. Wie kann funktionierende Demokratie in der heutigen Zeit aussehen?

Die Zukunft der Demokratie liegt in den BürgerInnen selbst. Sie sind es, durch die die Demokratie repräsentiert wird und nicht die Politiker. Die Bürger müssen sich sachkundig machen, für alle Bereiche der Gesellschaft. Und dann haben sie die Verantwortung, wie die entwickelten Ideen und Vorstellungen umgesetzt werden. 

Der Mehrheitsentscheid darf allerdings nur eingeschränkt wirksam werden. Wenn die Mehrheit zu Brutalität und Ungerechtigkeit neigt, darf nicht die Mehrheit entscheiden. Das muss unabhängig von Mehrheit und Minderheit, Konsens sein, dass, auch nicht mehrheitlich, z.B. gegen die Grundrechte oder gegen die Menschenrechte Entscheidungen möglich sind. 

Es zeigt aber andererseits, dass Wahlen nicht vor schlechter Politik und Entscheidungen schützen können. Es kann trotz Wahlen und Mehrheitsentscheid, schlechte Gesetze und Regeln geben. Deshalb sollte man auch nicht das Wählen in den Mittelpunkt stellen, sondern das Bewirken von guten Entscheidungen. 

Jetzt kann jemand der Meinung sein, dass wir nie zu guten Entscheidungen für die Gesellschaft gelangen können, weil jeder unter guten Entscheidungen etwas anderes versteht, und wir so vor einem Dilemma uns befinden, dass trotz Wahlen, trotz Mehrheiten und trotz Vorstellungen, was gut ist, wir nicht zu guten Entscheidungen kämen und mit leeren Händen dastünden. Wie kommen wir heraus aus dem Schlamassel?

Dafür wären verschiedene Schritte denkbar:

Macht darf nicht in den Händen derjenigen sein, die für falsche und schlechte Entscheidungen prädestiniert sind. Man bedenke, dass viele der heutigen und vergangenen Diktatoren, ihre Laufbahn als Politiker in Parteien angefangen haben. Macht muss in den Händen solcher Menschen sein, die moralisch, ethisch und sittlich absolut integer sind und die dies während ihres Weges an die Entscheidungsspitze immer wieder von neuem nachweisen. Welches Verhalten ist aber ethisch, moralisch und sittlich? Dies müssen wir Menschen in offener Diskussion, in offenen Gesprächen über lebenswerten Gesellschaften, herausfinden und benennen. Dies sind dann Auseinandersetzungen unter uns Menschen, die zu mehr Klarheit in diesen Fragen führen sollen.

Fake Welt

Die Berichterstattung sei schlecht, viele FakeNews, Falschinformation. Berichterstattung müsse besser werden, Leute sollten die richtigen und zutreffenden Darstellungen finden und verwenden können.

Diese Perspektive in der YouTube Diskussion ist erstaunlich. Ist es besser, sehr vorsichtig zu sein, für andere zu bestimmen, was FakeNews und was Wahrheit, was Falschinformation und was zutreffend ist? Schnell wird solchen Leuten mit gutmeinenden Ratschlägen unterstellt, besserwisserisch zu handeln und bevormundend zu agieren. Deswegen ist die Idee, für andere festzustellen, was wahr ist, nicht richtig. Das kann man vielleicht bei den eigenen kleinen Kindern machen. Aber Erwachsene sollten ganz selbstverständlich das Recht haben, selbst zu bestimmen, was sie als Wahrheit und Wirklichkeit anerkennen wollen. Und da hinein einmischen, darf sich kein Staat, kein Politiker, keine Behörde und kein Mitmensch, zumindest nicht in Demokratien. In totalitären Staaten ist solches Verhalten aber normal. 

Ist eine Idee schlecht, wenn sie von schlechten Politikern vertreten wird? 

Natürlich nicht. Ideen, Vorschläge, Konzepte müssen unabhängig von den Personen betrachtet werden, die sich für solche Themen einsetzen und mit ihnen agieren. Dasselbe gilt für Gesellschaften, Staaten, Organisationen und Vereine. Vereine und Staaten sind nicht deshalb schlecht, weil schlechte Menschen sich in diese Zusammenhänge hineinbegeben haben. Eine Organisationsstruktur wird nicht dadurch problematisch, weil problematische Menschen diese Struktur für ihre privaten Interessen nutzen. Denn es nutzen ja auch Menschen diese Organisationen, die vorbildhaft und rechtschaffen sind. Allerdings gibt es in den Mainstream Medien den Hang, so zu tun, als ob schlechte Menschen in Organisationen, die Organisationen schlecht und ablehnenswert machen. Diese Aussagen und Darstellungen sind aber unberechtigt und haben mehr manipulative Absichten.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen. Was schreiben Sie? Wenn nur einige Personen im Internet sich zu den wichtigen Fragen in unserer Gesellschaft äußern, wäre das zu wenig. Auch Sie sind herausgefordert, Ihre Überlegungen beizutragen. Was haben Sie in Ihrem Blog oder auf Ihrer Internetseite geschrieben? Nur der gemeinsame Austausch bringt uns weiter, indem Sie zeigen was sie meinen, was Sie für richtig halten. Mit was in der Gesellschaft beschäftigen Sie sich? Vielen Dank.

Montag, 30. September 2024

Gesellschaftliche Entwicklung

In Demokratien ist die Wirtschaft nach dem kapitalistischen Modell aufgebaut. Das heißt, freie Unternehmer können Firmen gründen, schließen oder verlagern, wie sie wollen und es für richtig halten. Arbeitnehmer sind in diesen Gesellschaften solchen Entscheidungen ausgeliefert. Dort haben die Menschen ungesicherte Arbeits- und Lebensverhältnisse. Und Gewerkschaften können daran nichts ändern. Das ist schrecklich, so in Demokratien leben zu müssen. 

Oder muss man gar nicht so leben, wenn es die Menschen ändern wollten?

Demokratien mit Bedingungslosem Grundeinkommen (BGE), wären viel besser eingerichtet. Und das kapitalistische Modell, wäre deutlich in seine Schranken gewiesen. Je mehr Menschen sich für ein BGE einsetzen, um so eher wird diese Gesellschaftsgestaltung umgesetzt. 🙂

Sonntag, 25. August 2024

Den anderen vertrauen

Wer sich um die Gemeinschaft kümmert und bei der Gesellschaftsgestaltung mitwirkt, der setzt sich für anderen Menschen ein, aber natürlich auch für sich selbst, weil man selbst zur Gemeinschaft und Gesellschaft gehört und von den Aktivitäten, die man in Gang setzt, ebenfalls profitiert.

Würde man den Aspekt herausnehmen, dass man sich auch immer um sich selbst kümmert, wenn man sich um die Gesellschaft und Gemeinschaft kümmert, würde ein Großteil der Motivation für das eigene Engagement weggenommen. 

Natürlich kann sich der Einzelne auch voll und ganz nur den Mitmenschen widmen und darauf bauen, dass die anderen wiederum sich um ihn kümmern. Aber diese Haltung ist eine Vertrauenssache und hat mit der persönlichen Erfahrung der einzelnen Menschen zu tun. 

Wer viel schlechte Erfahrung mit seinen Mitmenschen gemacht hat, der wird diesen wenig vertrauen und immer eher auf sich selbst verlassen wollen, sodass man sich um sich selbst kümmert und nicht auf die anderen hofft. Aber in dieser Haltung geht dann die meiste oder jedenfalls viel eigene Energie in die Selbstversorgung und Selbsterhaltung und diese Menschen haben wenig Kraft und Zeit für andere.

Und umgekehrt, wer ein Urvertrauen in andere Personen entwickelt hat und in seinem Leben lernen konnte, dass die Mitmenschen verlässlich sind und einen gut behandeln, der wird sich auf andere verlassen wollen, aus Erfahrung, und kann dann ganz und mit voller Kraft seine eigene Energie verwenden, anderen Menschen zu dienen und ihnen zu helfen, ihr Leben gut zu gestalten. 

Aber wer schlechte Erfahrungen mit seinen Mitmenschen gemacht hat, kann sich trotzdem für andere einsetzen, wenn erkannt wird, dass der eigene Einsatz für andere, auch für sich selbst von Vorteil und Nutzen ist und dadurch alle profitieren, dass heißt, für die eigene Person ebenfalls ein Fortschritt und eine Verbesserung erreicht wird.

In ihrem Handbuch für Mitarbeiter, schreibt eine Firma, dass der Mitarbeiter nicht denken soll, er würde einem Bereich zugeteilt, wo er nun dauerhaft im Einsatz wäre. Vielmehr ist seine Aufgabe, die Firma so anschauen, dass er sich um diese als Ganzes kümmert und für sie interessiert und nicht bloß auf den Teilbereich starren soll, in dem er mit seinen Kenntnissen wirken will. Ja, es würde von ihm genau das verlangt, dass er die ganzen Belange der Firma im Blick habe, so, als ob diese Firma ihm selbst gehören würde und die Entwicklung dieser Firma mit ihm direkt persönlich verbunden sei.

Diese Forderung einer Firma gegenüber seinen Mitarbeitern ist interessant. Denn sie kann durchaus übertragen werden auf andere Bereich im menschlichen Leben. Sollten wir nicht auch im Verein den Verein so anschauen, als ob es unser eigener Verein sei, den wir selbst gegründet haben und uns am Herzen liegt? Und was ist mit der großen Gesellschaft. Ist sie nicht auch unsere eigene Gesellschaft, der wir verbunden sind und von der wir hoffen, dass sie sich gut und vielversprechend entwickelt? Die Botschaft, die diese Firma an die Mitarbeiter aussendet, ist, dass sie nicht bloß auf ihren kleinen Aufgabenbereich schauen sollen, um sich dann, nach getaner Arbeit wieder ins Privatleben zurückziehen zu können. Nach dem Motto, ist mir doch egal, was aus meiner Firma wird, ich beziehe bloß den Lohn und alles andere ist die Sache der Eigentümer. Nein, die Mitarbeiter werden darauf hingewiesen, dass das Wohlbefinden der Firma, direkt durch ihre innere Haltung zu dieser, mitgestaltet wird. Sich um diese zu kümmern und deren Entwicklung aktiv und kritisch zu begleiten, ist somit immer auch die Aufgabe der Mitarbeitenden.  

Und wenn wir diesen Blick auf die Firma, übertragen auf die Gesellschaft, so bedeutet das, wir sollen aktiv und kritisch die Entwicklung derselben im Auge behalten und uns in die Belange und Aufgaben in dieser, einmischen und mitwirken.

Und wenn wir dies dann tun, können wir immer auch Beiträge leisten, die uns selbst zugute kommen.

Donnerstag, 15. August 2024

Entwicklung und Erhaltung

Wer alt ist, hat nicht nur seine Lebensenergie verbraucht und der Körper ist müde, sondern es wurden ebenfalls viel Erfahrung angesammelt und Erkenntnisse gewonnen. Was aber soll mit diesen Früchten geschehen, wenn jetzt das Leben zu Ende geht? Solches gesammeltes Wissen kann an die Mitmenschen, Kinder, Mitbürger, an die Gesellschaft weitergegeben werden. Und diese entscheiden, was sie davon gebrauchen und verwenden wollen.

Insofern haben wir zu allen Lebzeiten der Menschen die Frage, was soll weitergehen und erhalten bleiben, und was soll sich in neue Formen umwandeln und in anderer Weise gestaltet sein.

Zuweilen können wir die Gesellschaft so empfinden, dass sie sich zurück zu entwickeln scheint, also in frühere Stadien zurückfällt, statt sich weiter zu entwickeln. Das kann damit zusammenhängen, dass neue Aufgaben entstehen und deshalb ein anderes Handwerkszeug den Bewohnern abverlangt wird. Da sie es nicht aus dem Stand heraus schaffen, sich diesen Aufgaben zu stellen, treten sie einen oder zwei Schritte zurück, in alte Stadien, um auf sicheres Gebiet zu gelangen und dann Anlauf zu nehmen, für die neuen Herausforderungen. In Weltordnungen der früheren Stadien, können wir Menschen auf der Erde, uns leichter einfinden, weil wir alle diese kennen oder kennengelernt haben. Dann besteht für uns alle gemeinsam, eine Basis, von der aus es jetzt weitergeht.