Samstag, 15. November 2025

Immer wieder Mindestlohn -Diskussionen

 Mindestlohn PRO:

  • Die Bürger bräuchten ein existenzsicherndes Einkommen. Deshalb sollten die Arbeitgeber einen ausreichend hohen Lohn zahlen.


Mindestlohn CONTRA: 

  • Die Arbeitgeber könnten nicht solche hohen Löhne zahlen. Besser wäre es, der Staat würde mittels Ergänzungsleistungen (Sozialprogrammen) den Arbeitnehmern zur Seite stehen.


Das Problem bei solchen Diskussionen ist, dass sie am Thema vorbeigehen. Denn alle Menschen brauchen eine sichere Existenz und zwar unabhängig von einem Lohn. Das heutige Problem ist, die Kopplung von Arbeit und Einkommen. Besser wäre es, Einkommen von Arbeit zu entkoppeln.

Und wie sind dann die Argumente zum Mindestlohn?

Ein Mindestlohn wäre unnötig, weil alle Bewohner bereits über ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) eine sichere Existenz haben. Und dann kann der Lohn frei durch Arbeitsinteressierte und Arbeitsanbieter ausgehandelt werden.

Das wäre die beste Lösung. 🙂

Donnerstag, 13. November 2025

Medien

Aussagen in den Medien, lassen sich immer herunterbrechen auf Aussagen von Einzelnen. Werden Medien für Mitteilungen angegriffen, dann wird gefragt, wer hat die Texte, Worte, Bilder erstellt. Dann kann z.B. herauskommen, es waren Dritte. Dritte sind solche Personen, die nicht in den Medienunternehmen arbeiten, sondern z.B. selbstständig beschäftigt sind. 

So hat man Medien und dann zusätzlich, die einzelnen Mitteilungen und für diese sind dann wieder Personen verantwortlich, die als Einzelpersonen für Ihre Zusammenstellungen von Aussagen haftbar sind. 

Auch, wenn immer wieder behauptet wird, Medien seien 
unverzichtbare Institutionen, so stehen hinter diesen, benennbare Personen und ihre Arbeit ist immer die, von einzelnen Menschen.

Also eigentlich nichts anderes, wie in den Sozialen Netzwerken auch. Dort aber, ist es sofort erkennbar, dass die Mitteilungen von bestimmten Menschen kommen (Influenzer, Trolle, Fake Accounts mal außer Acht gelassen).

Man will Medien als Institutionen erhalten, damit die Leute nicht selbst Mitteilungen machen. Bloß die Menschen erkennen fortlaufend, dass die Medien nichts anderes sind, als Einzelpersonen. Also nichts anderes, wie sie selbst.

Und die Sache wird noch heftiger. Werden Sichtweisen verbreitet, die nicht von allen geteilt sind, dann insistieren die Autoren darauf, nur ihre Wahrnehmung sei die richtige und wer anders denkt, sei manipuliert. Aber auf dieser Ebene ist gar kein Gespräch mehr möglich, weil derjenige schon eine andere Meinung, die von ihm wahrgenommen sein will, ausschließt.

Das nennt man auch Blockdenken. Nur die eigene Gruppe hat die Wahrheit und die anderen brauche ich nicht mehr ernst nehmen. Diese sind die Gegner oder Marionetten der Gegner. 

Das sogenannte Gespräch in den Medien hat dann den Charakter von, Rufe in der Wüste. Hallo, ist da noch jemand. Aber etwas anderes als man selbst, will man gar nicht mehr wahrhaben. Wer zeigt, anders zu sein, wird aussortiert.

Sonntag, 9. November 2025

Rechte und Verantwortung

Wenn wir Rechte haben oder solche einfordern, dann gehen wir davon aus, dass sie in der Gesellschaft vorhanden sind, sodass wir sie in Anspruch nehmen können. 

Aber wer garantiert diese Rechte. Wer sorgt dafür, dass sie einzulösen sind?

Diejenigen, die diese Rechte fordern, müssen sie selbst garantieren, sofern wir erwachsene Menschen sind. 

So kann man sagen, es gibt keine Rechte ohne Verantwortung.

Wollen wir also ein Recht auf eine bedingungslose Grundversorgung, so müssen die Menschen, die dies wollen, dieses Recht garantieren. Und zwar dauerhaft. Denn wenn niemand da ist, der ein Recht garantiert, dann ist dieses Recht wieder weg oder war nie da.

Nehmen wir als Beispiel die Grundrechte oder Menschenrechte.

Diese sind wohl auf Papier und in Dateien vermerkt, aber allein dadurch werden sie nicht wirksam. Zum Beispiel kann ein Grundrecht auf Existenzsicherung bestehen, aber dieses ist wertlos, wenn niemand es so umsetzt, dass die Würde der Menschen dabei nicht verletzt wird.

Wer Menschen nur dann eine Grundversorgung gibt, wenn sie bestimmte Regeln einhalten, der verletzt die Grundrechte dieser Menschen.

So brauchen wir Menschen, die die Grundrechte einführen und solche, die diese garantieren. Und wenn uns das eine oder das andere fehlt, dann sind keine Grundrechte in Anspruch zu nehmen.

Das zeigt, dass es nicht genügt, auf andere zu warten, dass diese etwas tun, sondern wir alle sind aufgefordert, uns für die Dinge einzusetzen.

Donnerstag, 6. November 2025

Ethik in der Arbeitswelt

Eines der Haupthindernisse für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), sind ethische Vorbehalte bei den Gegnern. Bei näherem Hinsehen, entpuppen sich diese Vorbehalte aber als unberechtigt.

Gegner des BGE wollen einen Arbeitszwang für alle Bürger. Warum wollen sie das? Sie behaupten, wenn die einen arbeiten und andere arbeiten nicht, dann sei das ungerecht. Deswegen will man alle Menschen dazu zwingen, arbeiten zu müssen.

Hier stellt sich die Frage, ob das Ansinnen der Grundeinkommen-Gegner unmoralisch ist? Ja, das ist es. Warum? Sie haben kein Recht, in das Leben der Mitmenschen einzugreifen. Aber das tun sie.

Sie haben alle existenznotwendigen Güter der Erde in den Ländern, privatisiert oder vergesellschaftet (sprich verstaatlicht):
Wasser, Grund-und-Boden, frei wachsende Nahrungsmittel und Essbares

Es gibt keinerlei Gemeingüter, die die Menschen nutzen können, um sich zu ernähren, zu kleiden oder Wohnraum herzustellen. Alles gehört entweder Privatpersonen oder dem Staat. Es gibt nichts, was allen Bewohnern oder Bürgern gehört. Das ist das erste Hindernis.

Da jetzt die Menschen sich nicht von der Natur die notwendigen Güter nehmen können:
Fische fangen, Wild jagen, Tiere halten und Pflanzen anbauen auf eigenem Gemeingüter-Grund, sind sie abhängig von den gesellschaftlichen Angeboten für eine Existenzsicherung. 

Diese Angebote gibt es heute über das Jobcenter, welches seine Angebote an Pflichten für die Antragsteller knüpft. Nämlich die Pflicht, jegliche Arbeit anzunehmen, die angeboten wird. Das ist die heutige Zwangsarbeit. Und das ist das zweite Hindernis für eine menschengemäße Moral und Ethik. Denn mit diesen Regeln wird die Würde des einzelnen Menschen verletzt. 

Entweder man müsste den Leuten freien Zugang du den Angeboten der Natur ermöglichen, sodass darüber eine Versorgung für alle möglich wird, die dies in Anspruch nehmen wollen, oder sie müssten auf die Zwangsarbeit verzichten, die indirekt, durch die Gestaltung der Sozialsysteme zustande kommt. 

Samstag, 18. Oktober 2025

Entwicklungen im Arbeitsbereich

André Gorz, Reclaiming Work, Buch

Nur selbstbestimmte Arbeit gibt dem Menschen Würde. Wer im gesellschaftlichen System von Angebot und Nachfrage seine Arbeitskraft anbietet, verliert sie. Weil Nachfrage bedeutet, jemand anderes ruft die Person an, etwas zu tun. Dies hat aber nichts mit Selbstbestimmung zu tun und ist identisch mit Sklavenarbeit und Zwangsarbeit. 

In letzter Zeit kommen häufiger die Forderungen von Politikern, die Bürger sollen verpflichtet sein, einen Gemeinschaftdienst für die Gesellschaft zu leisten. Und interessanterweise antworten auf diese Forderung andere Politische, dies sei eine Einführung von Zwangsarbeit.

Der Arbeitsmarkt globalisiert sich genauso, wie die Produktion und Verteilung von Produkten. Arbeitskräfte werden weltweit gesucht. Diese über-nationale Tendenzen werden konterkariert durch Versuche, nationale Orientierungen wiederzubeleben.

Kapital lässt sich nicht lokal binden, es wandert vielmehr dorthin, wo es am effektivsten sich realisiert. Liberalisieren und Deregulieren, bedeuten, diesen Prozess vor Ort in die Tat zu bringen. 

Statt den Bürgern und ihrer Umgebung eine Sicherheit zu bieten, soll sich im Lebensumfeld der Menschen, die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und Marktgesetze gelten. 

Das sind dann die negativen Entwicklungen. Jedenfalls werden sie so von vielen Bewohnern empfunden. 

Samstag, 4. Oktober 2025

Welche Weltsicht ist die richtige ...

 Die Weltanschauung, mit ihren Darstellungen und Taten und ihre Vertreter, mit ihren Texten und Aussagen, muss uns überzeugen, dass Ihre Sicht der Welt wahr ist und wir schauen, ob es ihr gelingt. - Wenn wir diese Sichtweise als Ausgangspunkt nehmen, wählen wir einen bestimmten Weg.

Die Aktivität liegt bei den anderen. Diese behaupten etwas und wollen uns überzeugen? Dann sollen sie es versuchen. Und wir warten ab, beurteilen, prüfen, entscheiden, ob es Ihnen gelingt.

Aber ist diese Situation so?

Mein Eindruck ist, dass Weltanschauungen manchmal mich nicht überzeugen wollen. Dafür machen sie teilweise zu wenig Öffentlichkeitsarbeit. Deren Vertreter stehen nicht, wie die Anhänger eines Glaubens auf der Straße, mit ihren Wägelchen und Flyern, um mich von der Existenz Gottes zu überzeugen. Diese verlangen kein Bekenntnis zu ihrer Weltanschauung und ihren Aussagen, wie es Regierungen und Parteien öfters von den Bürgern fordern. - Weltanschauungen können freilassend sein. 

Aber wenn die Situation eine andere ist, was bedeutet das?

Aktiv werden muss derjenige, der sich für Themen interessiert. Dieser muss selbst-motiviert an die Sache herangehen. Dann ist es möglich, alle Äußerungen und Verhaltensweisen in einer Weltanschauung anzuschauen, zu studieren, zusammenzudenken, aber auch zu analysieren und zu bewerten. Ergänzende Betrachtungen von Aussagen in anderen Bereichen der Gesellschaft, vervollständigen das Bild. Sodass der Interessierte nach und nach zu einer Einschätzung gelangt, wie es wohl mit der einen Weltanschauung ausschaut, in Bezug auf seine persönliche Fragestellung.

Wie können solche Fragen aussehen?

Ich kann fragen, ist der Mensch auch ein geistiges Wesen. Ist der Mensch somit ein geistig-physisches Wesen und nicht bloß physisch? Ich kann fragen, gibt es eine geistige Welt. Kann eine solche Annahme berechtigt sein? Oder ist sie utopisch.

Jede Person kann diese Fragestellungen studieren. - Man liest verschiedenste Texte aus unterschiedlichen Bereichen, nutzt weitere Medien, Videos, Podcasts, Hörsendungen, Filme. Aussagen werden ausgewertet und zusammengestellt, damit sich ein Bild ergibt, wie die Dinge wohl einzuschätzen sind. Man recherchiert im Internet, sammelt weitere Daten zu diesem Themenkomplex und wenn dies sprachlich möglich ist, Aussagen zu solchen Fragen, in anderen Ländern. Wie gehen Menschen in anderen Ländern mit diesen Fragestellungen um, welche Perspektiven wurden dort entwickelt, bezüglich solcher Themen. Sodass der Interessierte nach und nach sich eine Kompetenz im Umgang mit diesen Sachverhalten erarbeitet. 

Dann ist es möglich, von der bloßen Meinung sich zu entwickeln, zu einem Standpunkt in mancherlei Hinsicht und letztlich zu Urteilen, wie denn wohl die Dinge einzuschätzen sind. 

Arbeit

Wie sollte Arbeit in den Gesellschaften organisiert sein? Heute haben wir in den Staaten eine Arbeitspflicht. Wer sagt, niemand müsse arbeiten, stellt die Situation nicht korrekt dar. Wer heute nicht für andere Personen, die einen Lohn zahlen können, arbeitet, hat kein Geld, um sich ernähren zu können. Also haben wir doch in allen Staaten eine Arbeitspflicht.

Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) wäre die Arbeitspflicht in den Gesellschaften abgeschafft. Dies ist unbedingt zu begrüßen. Weil die Arbeitspflicht die Würde der Bewohner verletzt. Niemand sollte verpflichtet sein, für andere Leute zu arbeiten. 

Wie also sollte Arbeit in den Gesellschaften organisiert sein? Sie sollte für alle Bewohner freiwillig sein. 

Aber manche Bürger sagen, dass es notwendig ist, zu arbeiten, damit Brot hergestellt wird und Getreide angebaut wird. Dies ist zwar richtig, aber die Entscheidung muss den einzelnen Bewohnern überlassen sein, bei welchen Aktivitäten sie sich engagieren wollen.

Falls die Gesellschaften für notwendige Arbeit gute Arbeitsbedingungen und Löhne bereitstellt, dann werden sich bestimmt Personen finden, die die Aufgaben übernehmen wollen.

Universal Basic Income