Donnerstag, 8. Mai 2025

BGE-Experimente und Finanzierung

Alle Grundeinkommen Experimente sind begrenzt aussagefähig, weil der Geldbetrag einer bestimmten Gruppe Empfängern gegeben wird. Aber ein richtiges Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), wird allen Bewohnern zuteil und hat dementsprechend ganz andere Konsequenzen, als ein Experiment mit einigen Personen. Bei BGE Experimenten sind immer wieder dieselben Ergebnisse zu finden. Junge Mütter nutzen ein Grundeinkommen, um länger sich um ihre Kinder zu kümmern. 

 Karl Widerquist - Universal Basic Income, MIT PRESS

Dieser Umstand ist deshalb interessant, weil in vielen Ländern den Frauen eingeredet wird, ihre Kinder in eine Betreuungseinrichtung zu geben, hätte etwas mit Frauenemanzipation zu tun, weil die zur Betreuung weggegebenen Kinder es den Frauen ermöglichen würde, eigenes Geld zu verdienen und deshalb sei das zu fördern und vielleicht sogar zu erzwingen. 

Die BGE -Experimente zeigen hingegen, dass Mütter, sobald sie mit einem Grundeinkommen die Gelegenheit dazu haben, sich lieber selbst um ihre Kinder kümmern wollen. Neben dieser Gruppe, die in BGE -Experimenten weniger arbeiten, sind es noch Personen in Ausbildung und Personen, die eine Stelle suchen und sich für diese Beschäftigung mehr Zeit nehmen. 

Grundsätzlich müssen BGE-Befürworter aufpassen, dass sie sich nicht von den Gegnern des Grundeinkommen, in eine argumentative Falle locken lassen, wenn es darum geht, Grundeinkommen Experimente zu bewerten. 

Denn was ist das Thema in der Grundeinkommen-Diskussion. Dass die Leute trotz BGE weiter voll arbeiten und nicht ihre Arbeitszeit reduzieren? Darum geht es gar nicht. Aber Grundeinkommens-Gegnern ist dieses Thema am wichtigsten. Deswegen können Grundeinkommen Experimente auch nicht dafür herhalten, die Sorgen der Grundeinkommens-Gegner zu vertreiben. Überhaupt lässt sich sagen, dass die BGE Experimente nur in einer Übergangsphase von Bedeutung sind, indem sie die Aufmerksamkeit für dieses Thema wachhalten. Für mehr taugt es kaum, da der alles entscheidende Faktor bei diesen Experimenten fehlt: Dass alle Bürger dieses Einkommen erhalten. Erst dann ließe sich untersuchen, welche Wirkung ein BGE auf die ganze Gesellschaft hat, welchen Einfluss es auf die Löhne, die Arbeitsleistung, das Wohlbefinden der Bevölkerung insgesamt bringt. Welche Konsequenzen sich dann aus einem BGE ergeben, für die physische, seelische Gesundheit der Menschen, wie es auf die Kriminalitätsrate wirkt, wie die Preise sich entwickeln, für die Grundversorgungsgüter und vieles mehr.

So entwickelt sich allenthalben eine Kultur der Grundeinkommen -Experimente, aber diese sind nicht das Endziel einer Bewegung. 

Wie lässt sich eine funktionierende Grundeinkommen-Finanzierung einrichten? Ausgangspunkt bei dieser Betrachtung muss sein, dass die Erde von Anbeginn, nicht in Privatbesitz war. Aber heute ist so gut wie alles an ihr, in Privatbesitz oder Eigentum des Staates.

Da wir Menschen diese Eigentumsverhältnisse zugunsten der Allgemeinheit gestalten können, sollte alles von Wert oder was Wert erzeugt, unter Gemeingut -Aspekten betrachtet sein. Wenn riesige Ölvorkommen sich in der Erde befinden, kann ein Teil des Profits, der aus dem Verkauf dieser Bodenschätze ensteht, der Allgemeinheit zuteil werden. Und wenn Infrastruktur, Sendefrequenzen, Nutzungsmöglichkeiten an Privatpersonen und Firmen veräußert werden, lässt es sich immer so einrichten, dass auf lange Sicht, alle Bürgerinnen und Bürger einen Vorteil davon haben.  

Ebenso ist es mit erfolgreichen Geschäftsideen und technischen Neuerungen. Start-Ups, Unternehmer haben nicht aus dem Nichts ihre Projekte erbracht, sondern vorher von den Gegebenheiten, Schulen, Universitäten profitiert, die die Gesellschaft für alle Bewohner zur Verfügung stellt. Dass die Gesellschaft, die Weltgemeinschaft dann angemessen an diesen Erfolgen beteiligt sein will, ist mehr als berechtigt. All diese Umstände sind Quellen für die Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens.

Gewalt?

Zuerst leben die Menschen gemäß der vorgefundenen Natur. Auch die Naturgesetze sollen im Leben der Menschen wirksam werden. 

Wenn wir den Löwen und die anderen Raubtiere sehen, dann haben wir den Eindruck, sie tun was sie wollen, denn sie sind die Stärksten unter allen und niemand steht über ihnen (außer der Mensch).

Der Löwe fragt nicht, ob das Zebra gebissen und sterben will, er tut es einfach. Kraft seiner Gewalt, wird das einfach wirksam, was er tut. 

Wir Menschen aber, bewerten Gewalt. Ist sie berechtigt, ist sie moralisch und sittlich angemessen und sollten wir nicht überhaupt auf Gewalt im Zusammenleben verzichten. Wenn wir die Raubtiere wieder in den Wäldern ansiedeln, um dort ein ökologisches Gleichgewicht zu erzeugen, gehen wir davon aus, dass das Raubtier weiß, was es zu tun hat und was es lassen soll. Aber das Tier ist nicht so. Es denkt nicht nach. Es handelt gemäß seinen Trieben und Instinkten. 

Der Bär sollte nicht den Jogger im Wald angreifen. Das müsste er sich doch denken können. Aber er tut es dennoch. Deshalb wird er dann von den Menschen getötet. Weil sie nicht annehmen, dass der Bär sich überzeugen lässt, dass er das nicht darf. Auch der Mensch, der einen Jogger im Wald angreift, wird von uns Menschen daran gehindert, dies in Zukunft wieder zu tun. Indem wir ihn einsperren, manchmal lebenslang. Auch der Mensch kann gemäß seinen Trieben und Instinkten handeln und auf sein Nachdenken verzichten, was ihm aber im Vergleich zum Bären möglich ist. 

So kann der Mensch nach den Naturregeln leben und sich sagen, wenn ich der Stärkere gegenüber anderen bin, kann ich gegenüber diesen anderen machen, was ich will, weil mich niemand daran hindern kann. Dies ist die einfachste Form der Gewaltausübung. Sie ist aber auch schon moralisch, weil sie sich sagt, der Stärkere hat durch seine Stärke einfach das Recht, zu tun, was dieser will. Dies ist dann auch eine Moral. Sie orientiert sich am Naturrecht.

Eine nächste Stufe wäre zu sagen, ja, es wird Gewalt gegenüber anderen ausgeübt, aber nur, wenn es berechtigt ist. Eine Gruppe kann sagen, wir bekämpfen andere, weil diese sich falsch verhalten und wir das bessere Lebenskonzept haben und die besseren Regeln zum Zusammenleben aufstellen. Deshalb sind wir berechtigt, die anderen zu bekämpfen und sie an ihrem Lebensstil zu hindern und ihnen das Leben schwer zu machen, sie zu eliminieren, sie zu vertreiben. 

Auf dieser Stufe wird die eigene Weltsicht, die eigene Denkweise als überlegen gegenüber anderen Daseinsformen erklärt und daraus wird das eigene Recht abgeleitet, ein anders gestaltetes Dasein in Frage zu stellen. Auch hier wirkt noch immer die vorherige Stufe, weil ja nicht jeder auf solche Ideen kommt, sondern nur solche, die physisch stark genug sind, um gegen andere solche Ideen durchzusetzen.

Neben der permanenten Wirksamkeit der physischen Überlegenheit, kommt jetzt ständig hinzu, die Frage, ob das eigene Verhalten berechtigt ist, gegenüber anderen so zu agieren. 

Wenn wir physische Gewaltanwendung gegenüber anderen grundsätzlich ablehnen, egal, wie wir diese begründen wollten, dann kommen wir an den Punkt, das Eingreifen in das Leben anderer Wesen ganz allgemein zu betrachten und uns zu fragen, wann dürfen wir das überhaupt und sind das vielleicht nur ganz seltene Fälle, in denen dies berechtigt ist. 

Will jemand dennoch, obwohl diese Fragestellungen längst in aller Munde sind, rohe Gewalt gegen andere ausüben, so wird sie heute versteckt angewandt. Sie wird als Unfall oder Krankheit getarnt, sie wird heimtückisch und verborgen ausgeführt.

Während in der Naturrechts -Phase, der Sieger noch mit seiner Tat geprahlt hat, um zu zeigen, wie stark er ist, verbirgt heute der Täter sich, um nicht erkannt und zur Rechenschaft gezogen zu werden. 

Eine weitere Veränderung in der Erscheinung der Gewalt tritt heute ein, indem sie nicht mehr als rohe Gewalt identifiziert sein will, sondern verstärkt, quasi in milderer Form, als Macht auftaucht. 

Macht ersetzt Gewalt.

Die Macht haben, andere Menschen an ihrem Lebensstil zu hindern, die Macht haben, andere in bestimmte Lebensumstände zu zwingen, die Macht haben, das Dasein anderer Menschen zu gestalten.

In dieser Phase wird nicht mehr rohe Gewalt ausgeübt, wird nicht mehr der andere geschlagen oder physisch in die Verbannung getrieben, sondern Rahmenbedingungen so gesetzt, dass der andere gar nicht anders kann, als so zu existieren oder nicht, wie es die Machthaber für diesen vorgesehen haben. 

Aber auch dies wird von der Weltgemeinschaft einer Bewertung unterzogen, sodass Moral, Ethik und Sittlichkeit in alle Bereiche einziehen, die das menschliche Dasein betreffen. Und diese Form der Gewaltausübung wird ebenfalls einer kritischen Untersuchung anheimgestellt, um zu noch besseren Bewertungen unseres menschlichen Zusammenlebens zu gelangen. 

Sonntag, 27. April 2025

Was bewirkt künstliche Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt?

In unterschiedlichen Beiträgen der letzten Zeit, werden die Entwicklungen bezüglich künstlicher Intelligenz (KI) beschrieben und die Konsequenzen angesprochen. Vielleicht hat der eine oder andere sogar selbst ausprobiert, wie die KI arbeitet. Die Aussagen sind nicht übertrieben, die der KI die Möglichkeit einräumen, weite Bereiche unseres Arbeitslebens zu beeinflussen. In einem kürzlich ausgestrahlten YouTube Video, wurden diese Folgen der Einführung der KI für den Bereich der Software Entwicklung dargestellt. 

In den vergangenen Jahrzehnten sind immer mehr Personen in den Bereich der Software Entwicklung gegangen, um dort ein Geldeinkommen zu erzielen, damit sie ihre Miete, ihr Haus, ihre Energiekosten, ihre Nahrung, ihre Kleidung, ihre Internetanschlüsse und ihre Fahrtkosten im öffentlichen Nahverkehr bezahlen konnten.

Dabei muss man bedenken, dass heute immer noch viele Menschen deswegen sich um einen Arbeitsplatz bewerben, weil sie Geld brauchen. Heute muss man in allen kapitalistischen, aber auch in allen diktatorischen Ländern die eigene Arbeitskraft an andere Leute verkaufen oder an den Staat hergeben. Diese Unsitte schafft eine große Abhängigkeit der Leute von diesen Geldeinnahmen, die sie über den Verkauf der eigenen Arbeitskraft, also über den Verkauf der eigenen Person erzielen. 

Aber der Verkauf der eigenen Person ist unmoralisch. Und die Regierenden in den verschiedenen Ländern, haben bis heute keinen Ersatz für diese Vorgehensweise gewählt und installiert. Es geht in dieser unethischen Weise bis heute immer so weiter. Und das ist sehr schlecht und schlimm.

Durch Automatisierung, Rationalisierung und Digitalisierung und jetzt durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz, werden die geldbringenden Arbeitsplätze immer weniger. Was die Menschen extrem unter Druck setzt, irgendwoher ein Einkommen zu erlangen. Und es geht soweit, dass manche Branchen die Mitbürger zwingen, für die erbrachten Dienstleistungen zu bezahlen, sonst werden sie strafrechtlich verfolgt und ihre Einkommen gepfändet. (Siehe öffentliche Medien)

Diese Entwicklung ist aber schon die ganze Zeit und schon seit einigen Jahren, von den Verfechtern der Grundeinkommen-Idee angesprochen worden. Dass die Politiker darauf nicht reagierten, scheint verständlich. Denn diese gehen ihren eigenen Weg und haben ihre eigene Agenda. 

Was aber deutlich wird, ist, dass die Bürgerinnen und Bürger aktiver werden müssen. Es ist ihre Aufgabe, sich um sich selbst und die eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Sie müssen sehen, dass es so nicht weiter geht und sie müssen diese Umstände stärker ansprechen, in der Öffentlichkeit, wie sie die Lage einschätzen. Jede einzelne Person ist aufgefordert, sich öffentlich bemerkbar zu machen und den eigenen Standpunkt klar zu formulieren, in dieser Sache.

Samstag, 26. April 2025

Gender Situation und Arbeitssituation ähnlich?

Nach dem neuesten Gender -Urteil in England, wurden Stimmen laut, wie schwer es vom Genderproblem Betroffene haben, sich im Leben zu positionieren, weil sie von allen Seiten gezwungen werden, sich zu einem Geschlecht zu bekennen, aber genau dieses einfach nicht können, aufgrund ihrer spezifischen persönlichen Situation. 

Das heißt, die Gesellschaft verlangt von ihnen etwas, zwingt sie in bestimmte Rollen, was alles für sie nicht machbar, nicht möglich ist und sie seelisch massiv unter Druck setzt, weil die Öffentlichkeit, die Umwelt genau dieses von ihnen verlangt. Eine schreckliche und belastende Situation.

Und kann es sein, dass Menschen in anderen Situation, in ähnliche Bedrängnis geraten?

Leute werden gezwungen, im Laufe ihres Lebens, für andere Leute zu arbeiten und es nützt keinerlei Erklärung, warum man dies gerade nicht machen will und kann, man soll es machen, sonst erhält man kein Geld zum Leben oder man erhält viel zu wenig Geld und kann von dem viel zu wenigen Geld so gut wie gar nicht existieren. 

Dieser Kampf den viele führen müssen, gegen das Hartz4-System, gegen die Behörden, die einen schikanieren, dieser Kampf ähnelt dem Bemühen um Anerkennung der eigenen Situation, bei der Gender- Thematik.

Wenn wir also neben der Gender Thematik schauen, welche Themen es noch gibt, wo Menschen verzweifelt versuchen, von der Gesellschaft anerkannt zu werden, dass ihre spezifische Situation es eben nicht möglich macht, dass sie gewissen Normen entsprechen können und wollen, z.B. der Norm für die eigene Existenz arbeiten zu müssen, dann ist zu bemerken, das die Arbeitssituation in vielen Ländern einen ähnlichen Charakter hat.

Donnerstag, 24. April 2025

Gibt es die Seele?

Wenn sie durch Introspektion festgestellt wird, kann jeder sagen, ja, ich habe sie in mir festgestellt, aber kann auch sagen, nein, ich habe sie nicht in mir gefunden. Was ist jetzt wahr?

Man könnte sagen, der eine ist in der Lage, sie in sich festzustellen, aber der andere nicht. Und man würde damit andeuten, sie ist potentiell für jeden Menschen da, aber die einen finden sie nicht in sich, aber andere sagen, dass sie sie haben. Damit wäre aber schon gesagt, dass Seele eigentlich existiert.

Aber was, wenn welche sagen, sie existiert garantiert nicht? Sie müssten dies beweisen. Dann müssten sie eine Methodeneinschränkung praktizieren, was eigentlich schon entlarvt, dass sie keine Aussage machen. Denn eine Methodeneinschränkung, wäre Willkür. Wenn sie z.B. sagen würden, wir versuchen mit Hammer und Meißel die Nicht-Existenz der Seele zu beweisen, dann würden doch viele gleich bemerken, dass man mit solchen Geräten nicht die Existenz oder Nicht-Existenz der Seele beweisen kann. Damit ist angedeutet, dass die Naturwissenschaft keine glaubwürdige Aussagen in dieser Sache machen kann. Denn mit technischen Geräten lässt sich das Seelenthema nicht ausreichend bearbeiten. Sicher ließe sich etwas feststellen, im positiven Sinne, wenn die Seelentätigkeit Einfluss hat, auf den physischen Körper.

Aber dann müsste die Naturwissenschaft für die Existenz der Seele sprechen. Will sie das?

Wenn die Seele etwas Geistiges ist, welches unabhängig von dem Körper existiert, dann werden andere Methoden gebraucht, um sie feststellen zu können. Welche?

Durch innerliche Vertiefung, durch eine Innenschau, durch Meditation, soll ein Zugang zum eigenen nicht-physischen Inneren möglich sein.

Erst einmal müssen wir wohl beide Aussagen nebeneinander stehen lassen: es gibt eine Seele und es gibt keine Seele. Und erst wenn mehr Übereinstimmungen in den Wahrnehmungen, Erkenntnissen, Feststellungen der Menschen eintreten, werden wir sicherer in den Aussagen über diese Bereiche des menschlichen Daseins.

Was man auch sehen kann, wenn die einen eine geistige Seele für möglich halten und dies durch Introspektion und Empirie feststellen wollen, so würde eine Gegenseite (die Materialisten?) nur dann die Existenz der Seele anerkennen, wenn man sie physisch nachweisen kann. Das aber, ist durchaus anzunehmen, dass dieses einmal möglich ist, weil alles Geistige immer im Physischen feststellbar sein muss (Spiritualisten, Esoteriker, Religiöse). So also auch die geistige Seele im physischen Körper.

FAZIT:
Es gibt keine schnelle Lösung für diese Untersuchung. Weil erstmal nur gegensätzliche Aussagen festzustellen sind. Die Materialisten können nicht nachweisen, dass es keine Seele gibt, weil die Esoteriker sagen, dass sie diese geistig-seelisch, also nicht sinnlich feststellen. Und den Materialisten stehen als Untersuchungswerkzeuge nur physische Gerätschaften zur Verfügung, denn von geistigen gehen sie nicht aus und halten sie nicht für möglich. 

Dann wäre es Aufgabe der Esoteriker nachzuweisen, dass die Seele existiert und geistig ist. Und wenn sie diesen Nachweis gegenüber den Materialisten erbringen wollen, müssten sie die Seele materiell nachweisen.

Donnerstag, 17. April 2025

Gender

Jetzt gab es Gerichtsentscheidungen und Verfassungsänderungen, dass jemand das sei, was bei seiner Geburt festgestellt wurde. Also, wenn jemand bei Geburt, ein männlicher Mensch war, gilt das, was er bei seiner Geburt war und es gilt nicht das, was derjenige in späteren Jahren für sich empfindet und wie jemand sich durch Operationen im Laufe seines Lebens verändert. 

Dies sind bemerkenswerte Feststellungen und Entscheidungen.

Wodurch sind diese entstanden? 

Grundsätzlich will man den Leuten die Freiheit lassen, selbst bestimmen zu können, wer sie sind. Wer also im Laufe seines Lebens sagt, jetzt will ich nicht mehr Mann sondern Frau sein, da soll der Mensch diese Freiheit haben, das dann selbst festlegen zu können. 

Aber solche Entscheidungen haben auch praktische Konsequenzen. Wer als Mann bislang nicht in Schutzräume der Frauen eindringen konnte, hätte nach der Selbsterklärung, wer er ist, dann das Recht dazu? Gegen diese de facto Konsequenzen haben Frauenverbände geklagt. Man wollte nicht, dass Personen, die im Laufe ihres Lebens sich umentscheiden, welchem Geschlecht sie angehören wollen, Frauenumkleideräume, Frauenhäuser, Frauentoiletten und Frauen- Sportmannschaften nutzen und dafür berechtigt sind.

Dies scheint auf den ersten Blick ungerecht zu sein und die Freiheit der Wechselwilligen einzuschränken, aber die Originalmenschen (Insbesondere Frauen, die von Geburt an Frauen waren.) hatten wohl den Eindruck, die Gendersache würde die Identität und klare Zuordnung der Geschlechter aushebeln, wogegen sie sich dann entschieden haben.

Arbeitswelt - Was macht krank?

Immer mehr Menschen fallen am Arbeitsplatz aus, wegen psychischer Erkrankungen. Nun wollen Krankenkassen und Arbeitgeber gegensteuern, durch Beratung und Hilfsangebote. Aber was will man da eigentlich behandeln? 

Wenn der Arbeitsplatz angeschaut wird, ob er besser gestaltet werden kann, ob die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern verbessert wird und der Umgang der Beschäftigten untereinander sinnvoller abläuft, dann wird doch weiterhin das Hauptproblem in den Gesellschaften übersehen und wissentlich ignoriert, der Arbeitszwang.

Aber wenn man ihn direkt anschauen würde, schonungslos ihn benennen könnte, dann fällt es sofort auf, was krank macht. Wenn wir sagen würden, wie die Verhältnisse wirklich sind, würde das Krankmachende sofort ins Auge fallen und da wäre mit den Verbesserungen umgehend anzufangen. 

Denn in den meisten Demokratien und Diktaturen, haben wir einen de facto Sklavenstaat. Und wenn wir diese Arbeitswelt anschauen und die Sklaven fragen, was sie krank macht, könnte doch die Ansicht entstehen, es sei die Sklaverei.

Da wir aber die Sklaverei in unseren Gesellschaften ignorieren, verleugnen, beschönigen (Es ginge nicht anders.), können wir nur andere Gründe finden, warum der Krankenstand hoch und die Gesundheit der Leute angegriffen ist. Und alle Verbesserungsvorschläge gehen am Hauptproblem vorbei.