Samstag, 23. November 2024

Beschäftigungsgesellschaften und künstlich geschaffene Jobs

Existenzsicherung ist für alle Menschen wichtig. Die einen schlagen vor, jeder soll einen Job dafür haben. Aber wie sollen solche Jobs entstehen? Sollen sie am Markt entstehen, in einer kapitalistischen Gesellschaft, oder sollen sie durch den Staat, die Gemeinden und Kommunen entstehen, da, wo die Verwaltung und Politiker Arbeit sehen, die ihrer Meinung nach gemacht sein muss.

Wir stellen aktuell fest, dass viele Menschen entlassen werden. Viele Firmen verdienen nicht genügend Geld, und entlassen deshalb einen Teil ihrer Mitarbeiter. Auf den Markt wäre womöglich kein Verlass, wenn wir wollen, dass jeder ein Einkommen hat.

Wir können dann zwar staatlich gewollte Jobs schaffen, aber wer soll diese bezahlen, wenn die Staatseinnahmen nicht beliebig vergrößert werden können.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) überlässt die Wahl der Arbeit und welche Beschäftigung sich der Einzelne sucht, den Bewohnern und Bürgern selbst. Statt vorgegebene Arbeit zu verrichten, egal, ob vom Arbeitsmarkt oder der Verwaltung bereitgestellt, es entscheidet der Einzelne, welche Aktivität für diesen jetzt ansteht.

Welche Vorgehensweise ist besser?

Sonntag, 17. November 2024

Das Bedingungslose Grundeinkommen, durchdacht II

In dem Buch werden verschiedene Konzepte zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) diskutiert. Etwa, wer verteilt das BGE und mit welchem Steuersystem wird ein BGE kombiniert. Hier wird präferiert, eine Verteilung des BGE über ein bestehendes Sozialsystem, weil ein BGE mit diesem zusammenhängt und es Überschneidungen mit vorhandenen Sozialkonzepten gibt. Beim Steuersystem sieht der Autor eine Flat Income Tax (Einheitssteuer) als geeignet an, um diese mit einem BGE zu kombinieren. Es könnte aber auch eine Konsumsteuer sinnvoll sein.

Ein anderer Punkt ist die Frage, ob ein BGE alle bestehenden Sozialleistungen ersetzt oder nicht. Hier muss gesagt werden, dass diese Vorstellung kaum noch unter BGE-Befürwortern vorzufinden ist, denn die meisten BGE-Befürworter sehen das Grundeinkommen als Ergänzung zum bestehenden System. Sicherlich kann das Grundeinkommen auch bestehende Leistungen ersetzen, da, wo sonst z.B. Doppelzahlungen herauskämen. Aber das läge in der Entscheidung der Sozialverwaltungen und Regierungen.              

Rechenbeispiele, für ein BGE:

  • BGE-Betrag
  • 1000, monatlich
  • 12000, im Jahr


  • Einheitlicher Einkommenssteuersatz
  • 50%


Für Netto- Grundeinkommenbezieher und Netto- Grundeinkommenzahler gilt ..

  • Grenzwert
  • 24000 Erwerbseinkommen oder Einkommen

Mit 24000, jährlichem Einkommen würde jemand genauso viel Steuern zahlen, wie diese Person BGE bekommt. 

12000 Einkommen jährlich, ist die offizielle Armutsgrenze in den USA. Dieser Wert ist aber sehr defensiv angesetzt, will heißen, zu niedrig. Deshalb werden in dem Buch noch zwei weitere Beispiele verwendet. Einmal mit einem höheren BGE-Betrag, 20000 im Jahr und zum anderen mit einem niedrigeren Einkommenssteuersatz von 30%.

Wie viel kostet ein BGE?

Die Nettokosten sind die einzigen, die zählen. Wer das nicht berücksichtigt, kommt zu falschen Zahlen. Wer z.B. von den Kosten für ein Grundeinkommen spricht, ohne zu erwähnen, dass die Mehrheit der Grundeinkommen-Bezieher ihr Grundeinkommen selbst erwirtschaften und somit diese BGE keine Kosten verursachen, der sagt seiner Zuhörerschaft und seinen Lesern nicht die Wahrheit.

Deshalb wird in dem Buch so viel Wert auf die Beachtung und das Verständnis von Brutto- und Nettokosten gelegt. Und beim BGE geht es nur um die Nettokosten.

Und was sind die Nettokosten? 

Die Nettokosten sind die Differenz zwischen gezahlten Steuern und erhaltenem BGE.

Nur, wenn das erhaltene BGE den Wert der gezahlten Steuern übersteigt, entstehen Kosten. Aber wenn der Steuerbetrag und das BGE gleich hoch sind, oder wenn der Steuerbetrag höher als das erhaltene BGE ist, dann entstehen keine Kosten, weil derjenige sich sein BGE selbst erwirtschaftet hat.

Samstag, 16. November 2024

Das Bedingungslose Grundeinkommen, durchdacht I

In einer Gesellschaft mit Arbeitszwang, versucht man die Leute aufzuteilen, in jene die nur so sich verhalten und andere, die nur sich anders verhalten und so weiter. Dabei ist die Wirklichkeit ganz anders. Wir sind nicht immer Arbeitnehmer und nicht immer arbeitend. Wir arbeiten während der Schulzeit und Studienzeit nicht oder wenig, während Kinder großgezogen werden, arbeiten wir nicht oder weniger, oder wenn wir krank sind, arbeiten wir nicht oder weniger. Und so weiter. Eine Einteilung der Menschen, die sich bloß in der einen oder anderen Weise verhalten, ist meist ungenau und vorurteilsbehaftet und entspricht oft nicht der Realität. 

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) würde allen Menschen, wenn sie in bestimmten Situationen sind, in denen sie weniger oder nicht arbeiten, von Vorteil sein. Und ein Grundeinkommen unter diesen Umständen abzulehnen, macht keinen Sinn. 

Der Autor verwirft das Konzept der NIT (Negativen Einkommenssteuer) im Zusammenhang mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen, weil diese weiterhin einen Zusammenhang zur Arbeit darstellt, was aber eher abzulehnen ist. Die Bereitstellung einer Existenzsicherung für jemanden, sollte nicht an die Arbeit dieses jemanden gekoppelt sein. 

Neben einem BGE, werden weitere Konzepte als Sozialreformen diskutiert, wie staatliche Arbeitsplatzangebote und kostenlose öffentliche Dienstleistungen (ÖPNV, Internetanschluss, Stromversorgung, kostenloser Wohnraum, etc.). Alle diese Vorschläge, sollen in einem Sozialstaat als Hilfsangebote fungieren.

Unterschiedliche Preise

Ein Problem spricht Karl Widerquist an, mit den unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten in unterschiedlichen Regionen. Wie kann das bewältigt werden, mit einem einheitlichen BGE für alle im ganzen Land? Für dieses wie für viele andere Einzelprobleme, gibt es kein Patentrezept, sondern die Aufgabe wäre für uns alle, zu überlegen, wie wir mit dieser Sachlage umgehen können. 

Es wäre z.B. möglich, die Gründe für die Kostenunterschiede zu untersuchen, und eventuell mit Regelungen, Gesetzen und Verordnungen hier einzugreifen. Eine andere Möglichkeit wäre, lokale Unterstützungen zusätzlich zum BGE vor Ort anzubieten.  

Liebe Leserin, lieber Leser. Bedenken Sie bitte, dass es nicht genügt, wenn wenige und Einzelne sich zu dem Thema BGE äußern. Nur wenn alle öffentlich mitdenken und mitreden, können wir die Gesellschaften voranbringen. Erwägen Sie bitte, selbst das Wort zu ergreifen und sich öffentlich in den sozialen Medien oder auf Ihrer Internetseite, in Ihrem Blog für die Dinge einzusetzen, die Ihnen wichtig sind. Zum Beispiel für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Vielen Dank.

Samstag, 9. November 2024

Blogger und Mainstream Medien

Was ist der Unterschied?

Blogger sind Privatpersonen, die ihre Meinung oder ihr Urteil zu verschiedenen Sachverhalten äußern. Sie werden nicht von einem Arbeitgeber dafür bezahlt, damit sie bestimmte Dinge in ihren Produkten verbreiten. Sie berichten ihre eigenen Sachen. Sicher gibt es unter den Bloggern auch Medienmitarbeiter, die den Blog als verlängerten Arm ihres Journalismus betrachten. Aber das ist eher die Ausnahme. Und über den Inhalt lässt sich immer die Authentizität des Verfassers überprüfen. Es wird dort nie etwas verbreitet, was die Auftraggeber und Arbeitgeber nicht wollen.

Der Blog ist somit das viel interessantere Medium. 

In den Mainstream Medien ist der Leser immerfort mit Aufregerthemen, Gewalt, Streit, und so weiter konfrontiert. Warum eigentlich? Ständig wird die Zuschauerschaft gereizt, animiert, aufgebracht für oder gegen etwas. 

Und dann wird der Leser mit einer unrichtigen und unstimmigen Einschätzung konfrontiert, die die bösen Staaten mit Eigenschaften ausstattet, die den guten Staaten (meist Demokratien) fehlen würden. Tatsächlich haben aber beide Staatsformen diese Makel:

  • Dominanz des Staatsapparates. 
  • Gleichschaltung der Justiz.
  • Gleichschaltung der Medien. 
  • Mangelndes Vertrauen der Bevölkerung in die Medienverbreitung.
  • Keine vorhandene Opposition.
  • Gleichschritt bei allen etablierten Parteien, im Sinne der Staatsdoktrin.
  • Keine vorhandene lebendige Zivilgesellschaft oder Bedrohung derselben.

Diese Vorgänge sind in allen Gesellschaften zu finden, egal, ob sie diktatorisch, totalitär oder demokratisch bezeichnet werden.

Wer eine Vielzahl von Blogs und Bloggern kennenlernen will, kann z.B. mit den TechBlogs anfangen. Und von dort zu Bloggern mit anderen Themen gelangen.

Bei Bloggern muss der Leser mit persönlichen Ansichten, Meinungen und Standpunkten rechnen. Aber ist da nicht der Journalismus in den Mainstream Medien besser, der doch Qualitätsjournalismus sein will? Das müssen die Leserinnen und Leser selbst entscheiden. Die Leser glauben den Medien oft nicht, mit zunehmender Tendenz. Die private Botschaft des Einzelmenschen, scheint berechtigter oder zumindest interessanter zu sein.

Was wird sich in Zukunft durchsetzen?

Die Bloggerkultur? Die alten Medien, Strukturen werden abgelöst durch neue Formen der gesellschaftlichen Kommunikation. Der momentane Rückschritt ist nötig, für den notwendigen Anlauf zur Erneuerung. Was sich alles ändern muss, ob es sehr viele Bereiche sind, die es betrifft, wird man noch sehen.

Sonntag, 27. Oktober 2024

Schlechte Gestaltung unseres Zusammenlebens

 Kategorien, Bedingungen und Betreuung, sind die Stichworte einer bevormundenden Sozialpolitik. In vielen Fällen wird davon ausgegangen, dass arme Menschen selbst schuld an ihrer misslichen Lage sind. Entsprechend ruppig ist der Umgang mit diesen Personen. In dem Buch Universal Basic Income, beschreibt der Autor, wie in vielen Ländern ein Behördenhandeln unmenschlich sein kann.

Die Betroffenen werden in Schubladen einsortiert, als Alleinerziehende, ohne Ausbildung, Bedarfsgemeinschaften, ohne Berufserfahrung, psychisch krank, etc. und danach, ob sie in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben und ob sie willig sind, sich weiterhin um einen Arbeitsplatz zu bemühen. 

Und es wird den Betroffenen nur dann eine finanzielle Unterstützung gewährt, wenn sie sich vollständig den Bedingungen der Behörden unterwerfen. Wer sich in einer Form verweigert, wird durch Leistungsentzug bestraft. In Irland will man jetzt die Strafen erhöhen, für Personen, die zu keiner Zusammenarbeit mit den Behörden bereit sind.

Statt den Menschen unterstützend zu begegnen, will man die Bestrafung betonen. 

Alles was unter Kategorisierung, Bedingungen und Betreuung an Arbeit in den Behörden anfällt, ist teuer und mit hohem Personalaufwand verbunden. Dabei wäre eine vollständig andere Sozialpolitik möglich, mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen.


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Liebe Leserin, lieber Leser. Wie wichtig es ist, dass sich die Menschen für ihre Themen engagieren, sieht man jeden Tag. Sind Sie auch aktiv? Was tun Sie für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Wie sieht Ihr Einsatz aus, damit wir lebenswerte Gesellschaften haben. Berichten Sie in den Sozialen Netzwerken über Ihr Tun und beschreiben Sie ihr Wirken auf Ihren Internetseiten. So wissen Sie wenigstens, dass mindestens eine Person sich für Ihre Themen einsetzt: Sie selbst. Und nur so funktioniert es auch. Wenn jede Person sich selbst für die wichtigen Dinge verwendet, können wir es schaffen, zu guten Gesellschaften zu gelangen. Vielen Dank. TO




Mittwoch, 2. Oktober 2024

Nicht bloß die Krankenversicherung

 In den USA ist es für viele Menschen üblich, ihre Krankenkasse über den Arbeitgeber zu haben. Jetzt streicht Boing seinen streikenden Mitarbeitern die Krankenversicherung Ende September, und die Leute sind nicht mehr krankenversichert. 

https://www.commondreams.org/news/boeing-strike-healthcare

Daraufhin gibt es Forderungen nach einer allgemeinen Gesundheitsversicherung unabhängig von Arbeitgebern, sodass die Leute nicht von diesen abhängig sind. 

Dasselbe Problem existiert auch bei der Grundversorgung. Auch bei dieser sind die Menschen von den Arbeitgebern abhängig. Und auch dieses ließe sich abändern, mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE). 

Es gibt viel zu tun, für die Bürger, wenn wir die Gesellschaften menschenwürdiger gestaltet haben wollen. 🙄

Montag, 30. September 2024

Gesellschaftliche Entwicklung

In Demokratien ist die Wirtschaft nach dem kapitalistischen Modell aufgebaut. Das heißt, freie Unternehmer können Firmen gründen, schließen oder verlagern, wie sie wollen und es für richtig halten. Arbeitnehmer sind in diesen Gesellschaften solchen Entscheidungen ausgeliefert. Dort haben die Menschen ungesicherte Arbeits- und Lebensverhältnisse. Und Gewerkschaften können daran nichts ändern. Das ist schrecklich, so in Demokratien leben zu müssen. 

Oder muss man gar nicht so leben, wenn es die Menschen ändern wollten?

Demokratien mit Bedingungslosem Grundeinkommen (BGE), wären viel besser eingerichtet. Und das kapitalistische Modell, wäre deutlich in seine Schranken gewiesen. Je mehr Menschen sich für ein BGE einsetzen, um so eher wird diese Gesellschaftsgestaltung umgesetzt. 🙂