Dienstag, 24. Februar 2026

Zusammenleben

Familie ist wie Firma. Der gesamte Ablauf, wer übernimmt welche Arbeiten, wer entscheidet über welche Bereiche, muss geregelt sein. Es muss Personen geben, die das entscheiden. Idealerweise handeln die Erwachsenen, die die Eltern der Kinder sind, wie ein Team. 

Ein Team sind Entscheider, die auf natürliche Weise herausfinden, wer welche Aufgaben entscheidet, wer welche Bereiche in seine Verantwortung übernimmt. Und der große Zusammenhang ist dann die Familie oder die Firma.

Wenn ein Verbund von Menschen existiert, weil Kinder gezeugt wurden, weil eine Firma gegründet wurde, dann kann man im Nachhinein herausfinden, ob die beteiligten Erwachsenen wie ein Team handeln können. Und es kann sich herausstellen, dass man nicht wie ein Team zusammenarbeitet. Weil eine Person hauptentscheidend sein will. Das ist dann eher eine hierarchisch gestaltete Zusammenarbeit. Aber, auch da ist es möglich, ähnlich wie ein natürlich gewachsenes Team zu arbeiten, aus der Einsicht heraus. Voraussetzung dabei ist, dass die hauptsächlich bestimmen wollende Person, die etwas nachrangig dastehende Person grundsätzlich achtet und den dieser Person zugeteilten Bereich anerkennt und dieser zweiten Geige, Respekt zollt. 

Dann haben wir eine Person, die grundsätzlich das Hauptentscheidungsrecht der anderen Person zuerkennt und von dieser dominierenden Kraft in der Zuständigkeit für andere Bereiche, anerkannt und würdevoll behandelt wird. 

1. Person, dominierende Kraft
2. Person, nachrangig, aber vollumfänglich anerkannt, in der Zuständigkeit für eigene Bereiche.

Der Clou dabei ist, dass diese Arbeitsbeziehung nachträglich erarbeitet und gemeinsam ausgetüftelt wurde. 

Was ist dabei der Punkt?

Ist einmal die Familie gegründet, die Firma eingetragen, dann entstehen Verantwortlichkeiten, denen man sich nur noch schwerlich entziehen kann. Den Kindern ist es egal, ob die Eltern sich alles vorher gut überlegt haben. Wenn diese den Nachwuchs einmal gezeugt haben, besteht ein Muss, für die Kinder dazu sein. Wer es dann noch wagt, sich zu entziehen, nimmt schwere Schuld auf sich.

Die Realität ist aber anders. Wir können als Erwachsene hinterher merken, dass die Beziehung zum Geschäftspartner oder Ehepartner nicht richtig funktioniert und das man nicht in der Lage ist, die Hindernisse in der Kommunikation zu überwinden. Wer nicht zu einem Team wird, ob auf natürliche Weise oder bemüht, der landet womöglich in einer hierarchisch strukturierten Beziehung, in der man als 2.Person nicht anerkannt ist und ein sado-maso Leben führen muss. Solches Zusammenleben gibt es zwar auch, es ist aber nicht zu empfehlen, weil es menschenunwürdige Umstände hervorruft. 

Oder, was ebenfalls passieren kann, dass die zweitrangig behandelte Person, sich einen anderen Partner sucht und die Beziehung und das Hervorgebrachte, die Kinder, die Firma aufgibt. 

Auch wenn dieses Verhalten nach einer Lösung ausschaut, so lässt sie doch ein Trümmerfeld an menschlichem Leid zurück, insbesondere bei den Kinder, Mitarbeitern, wenn sich eigentlich-Verantwortliche zurückziehen, egal, wie sie das begründen.

Samstag, 14. Februar 2026

Wieso weiterhin sich für ein BGE einsetzen?

Weil sich nichts zum Besseren entwickelt. 

Aber sind scheinbar nicht genügend Menschen am Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) interessiert?

Diejenigen, die unter den jetzigen Bedingungen leiden und daran zugrunde gehen, sind es, die in erster Linie ein Interesse an Veränderung haben. Der Maßstab für alle, müssen die Menschenrechte und Grundrechte sein. Das BGE ist die direkte Umsetzung der Menschenwürde. Wer es nicht unterstützt, hält diese Würde und die Grundrechte für vernachlässigbar. Dies kann aber von allen anderen nicht hinnehmbar sein.

Auch wenn es Kräfte gibt, die ein BGE bislang verhinderten, so ist an der Ausrichtung der Gesellschaften, bezüglich einer humanen Gestaltung des Zusammenlebens, nichts zu ändern. Es wird so kommen müssen, dass die Grundüberzeugungen, die in der BGE-Idee enthalten sind, sich realisieren. Alles andere ist eine Verletzung der Menschlichkeit im tagtäglichen Leben, durch die Gestaltungsordnung, die wir anwenden.

Heute können wir jeden Tag in den Medien darüber erfahren, dass die Armut nicht abnimmt und dass außer den alten Lösungen, keine anderen in Anwendung kommen. Obwohl das BGE eine Lösung für diese Probleme ist, wendet man es nicht an. Die Botschaft an die Leute ist, nehmt es hin, dass sich nichts ändert. Es ist halt so.

Das hängt auch damit zusammen, dass nicht alle Bewohner auf ein BGE angewiesen sind. Und diese können sich sagen, ich brauche es nicht, also setze ich mich auch nicht dafür ein. Aber das ist kurzsichtig gedacht, weil sich die Lebensumstände ändern können und man dann doch froh wäre, wenn es da ist. Und es ist unmoralisch, wenn man das würdelose Leben anderer hinnimmt, weil man selbst nicht betroffen ist.

Und wir können das BGE in einen größeren Zusammenhang stellen. Dann wirkt es wie ein roter Faden, der die Orientierung erleichtert. Zum Beispiel wenn wir fragen, in welchen Gesellschaften wollen wir leben. Wie soll jetzt und in Zukunft das Zusammenleben der Menschen gestaltet sein. Dieser größere Zusammenhang muss von uns allen in den Blick genommen werden. Also nicht mehr auf Parteien und Politiker schauen, nicht mehr die Medienberichte über diese Gruppen und Leute verfolgen, sondern seine Zeit mit der Formulierung von besseren Welten verbringen und diese gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern umsetzen und in die Tat bringen.

Diese Vernetzung ist anzustreben. Selbst sich sachlich kompetent machen, in einzelnen Bereichen, die einen interessieren: Soziales, Gesundheit, Ökologie, Umwelt, und so weiter. Und dann die Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinnen und Bürgern in der Welt, suchen.

So gelangen wir zu den Gesellschaften, die wir wollen.