Sonntag, 11. Januar 2026

Wo geht es lang ..

Soll man sich um die Dinge kümmern, die in der Gesellschaft passieren oder sich mehr auf das Privatleben konzentrieren?

Auf den ersten Blick scheint das Privatleben das Naheliegende. Und wir Menschen verwenden unterschiedlich viel Zeit, diesen Bereich zu gestalten. Aber wenn die einen damit in einem bestimmten Zeitraum fertig sind, brauchen andere viel, viel länger und manche sind ihr ganzes Leben nur mit diesen Dingen beschäftigt. 

Es kann aber sein, dass für einige Menschen die Außenwelt an Bedeutung gewinnt, der Bereich, der über das eigene Privatleben hinausreicht. Wie geht es den anderen Leuten, in welche Aufgaben sind die verstrickt. Was ist für die wichtig? Dann kann man zwar sehen, dass andere Leute ganz andere Schwerpunkte setzen, als man selbst, aber es ist auch möglich, festzustellen, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt, zwischen der Lebenssituation anderer Leute und der eigenen. 

Mit anderen Worten, die Aufgabenbereiche der Mitmenschen und die eigenen, überschneiden sich oft in beträchtlichem Maße, sodass schnell die Frage aufkommt, warum arbeiten wir nicht in diesen Bereichen zusammen, um für uns alle (und nicht bloß für mich) ausreichende Bedingungen, gute Bedingungen zu erhalten, für das eigene Leben? 

Wer das wahrnimmt, dass die eigenen Interessen, sich gar nicht so viel unterscheiden, von Interessen anderer Leute, der kann dies als Grundlage nehmen, einen weiteren Blick auf das Leben zu wählen, bei dem die anderen immer mit eingeschlossen sind.

Dadurch werden die eigenen Interessen eingebunden in eine gemeinschaftliche Wahrnehmung von vielen. Und man selbst ist davon ein Teil. Wenn ich mich jetzt um die Anliegen aller kümmere, dann gehöre ich zu diesen allen, dazu. 

Damit ist dem immer mal wieder vorgebrachten Vorwurf, die Beachtung der eigenen Lebenssituation sei egoistisch, widersprochen. Die eigenen Anliegen müssen, gerade wenn sie von grundsätzlicher Art sind (Grundversorgung, Nahrung, Kleidung, Wohnraum und Energie), immer behandelt werden. Und dies ist leichter möglich, wenn man einsieht, dass es den Mitmenschen ähnlich geht. Wer sich dann für die Grundversorgung aller Menschen einsetzt, z.B. für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), der hat dabei immer die eigenen Anliegen mit eingeschlossen, ohne dabei egoistisch zu sein. 

Natürlich können wir auch spezielle Anliegen haben, die sich von den allgemeinen Interessen aller oder vieler Leute, unterscheiden und für diese werden dann ebenfalls Lösungen benötigt.

Es wäre deshalb zumindest die Überlegung gegeben, warum arbeiten wir nicht zusammen, um für alle die grundlegenden Dinge zu regeln? Und dass es so nicht funktioniert, wie es heute gemacht wird, sehen wir jeden Tag.

Samstag, 10. Januar 2026

Güter oder Geld

Jetzt ist zu erfahren, dass die Armut im Jahr 2026 und schon vorher, ein chronisches Problem sei und ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung dauerhaft arm ist. Und was ist die Lösung?

Heute geben die Medien und die Institutionen und Einrichtungen, die die Armut betreuen, keinerlei Auskunft darüber. Aber vor einiger Zeit war für viele in der Gesellschaft klar, dass das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) die Lösung ist? Nur wollten diese Gruppierungen davon nichts hören und wissen. 

Warum ist das so?

Das BGE beendet die bestehenden Systeme oder führt sie weiter. Wer aber den Arbeitsmarkt, das Sozialsystem, die Wirtschaft weiterhin so gestaltet sehen will, wie es die ganzen Jahre und Jahrzehnte war, der will keine Änderung, will keine Neugestaltung. Dann ist das Wichtigste, die bestehende Ordnung beizubehalten und alles in diesem Rahmen zu versuchen. 

Nicht nur die Armut ist chronisch, in den Gesellschaften, sondern auch die Lösungsnotwendigkeit. Die Lösung kann nur darin bestehen, die Grundversorgung kostenlos allen Personen auf der Erde zur Verfügung zu stellen. Alles andere ist ein Umweg, Fehlerquelle oder Verzögerung.

Eine direkte Zur-Verfügungstellung ist nicht die Geldübergabe. Denn diese besagt gar nichts. Die Menschen können auch heute schon Geld haben, aber es ist ihnen nicht möglich die lebenswichtigen Güter zu erhalten. 

Zum Beispiel Energie. Energie kann aus verschiedensten Gründen für knapp erklärt werden. Dann kann Energie astronomisch teuer sein. Und das Grundeinkommen nützt nichts, genügend von diesem Grundversorgungsgut zu bekommen.

Ein anderes Beispiel ist Wohnraum. Wir gehen davon aus, dass ein BGE dazu berechtigt, Wohnraum zu erhalten. Aber die Preise für Wohnraum können durch die Decke schießen und wie auch immer das BGE bemessen ist, es könnte zu wenig sein.

Deshalb ist der Ansatz, bei der Geldverteilung anzusetzen falsch? 

Warum nicht bei der Güterverteilung ansetzen und die Geldverteilung ist dann bloß Zugriffsrecht auf ein bestimmtes Quantum dieser Gütermenge.

Montag, 5. Januar 2026

BGE-Entwicklung 2025

 https://www.youtube.com/watch?v=nZy3ii_6s8w

Zusammengefasst.

2020 gab es eine Art Ideenwettbewerb bei der Präsidentschaftswahl in den USA. Wie sollen wir unsere Gesellschaften gestalten. Diese Sicht auf die Dinge, fehlt heute. Alle Warnungen bezüglich der gesellschaftlichen  Entwicklungen, Arbeitsplatzverlust durch Künstliche Intelligenz, Automatisierung, sind heute eingetreten und es passiert jeden Tag und wir sehen die Kündigungen, die die Leute erhalten.  Und für Berufseinsteiger ist es heute schwer, weil Firmen, Einrichtungen sagen, wir haben genug Leute und brauchen keine weiteren.

In der aktuellen Politik, wird eine Zunahme der Arbeitsplätze als sinnvoll vorgestellt. Aber die Umsetzung dieser Vorstellung ist mehr als fraglich, weil in der Wirtschaft Konkurrenz darüber besteht, wie effizient Arbeit verrichtet wird.

Wenn in der Autoherstellung 20 Personen pro Fahrzeug gebraucht werden und in einem anderen Land bloß 5 Personen, dann hat das Land mit 20 Personen zwar mehr Arbeitsplätze für seine Bewohner, ist aber gleichzeitig weniger produktiv als das Land, welches nur 5 Personen für die Herstellung eines Autos braucht. 

Die aktuelle Entwicklung ist erschreckend, weil es einerseits genügend Leute gibt, die jeden Preis bezahlen können, weil sie genügend Geld auf ihrem Konto haben und das bewirkt ein Anziehen der Preise. Andererseits gibt es gleichzeitig viele Menschen, die es sich nicht leisten können, die hohen Preise zu bezahlen und deshalb eine Verschlechterung ihrer Lebenssituation erleben. 

Zu den Studien zum Bedingungslosen Grundeinkommen sagt Scott Santens, dass die Wirkung eines Bedingungslosen Grundeinkommens auf die einzelne Person, eine Sicht ist, aber die Wirkung eines BGE auf die Gemeinde, die Stadt, nochmal eine weitere Perspektive bringt. Und gerade bei dieser zweiten Sicht, wird deutlich, welche positiven Entwicklungen mit einem BGE verbunden sind. 

Auf die Frage, ob noch weitere Studien notwendig sind, um zu beweisen, dass das BGE der richtige Weg ist, deutet Santens mehr die jetzt notwendige Umsetzung der ganzen Idee an, denn die Beweise sind längst erbracht, dass ein BGE das bessere Sozialsystem und den besseren Arbeitsmarkt und ein humaneres Zusammenleben bringt, im Vergleich zu den heutigen Umständen.

Hat die Grundeinkommen -Bewegung an Bedeutung verloren? 

Die Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger, sind heute andere. Es genügt nicht mehr, darauf zu warten, was die Politik macht. Jeder Bürger hat sich um die wichtigen und richtigen Schritte in der Gesellschaft selbst zu kümmern. Das ist neu. Diese Einsicht ist für viele neu. Man kann heute nicht mehr die Aufgaben in der Gesellschaft an andere Leute delegieren, wenn man sie erledigt haben will. Man muss sie selber anpacken. 

Wir brauchen keine Bewegung, aber einzelne Menschen, die sich bewegen. Die sich in der Sache öffentlich äußern, für ein BGE und das immer wieder begründen und erklären. Die sich mit anderen Personen vernetzen, um gemeinsam mehr Effekt zum Thema zu erzielen. - Dann erreichen wir etwas. Dann kommen wir in die richtige Richtung. Das können die Leute, die Bewohner bemerken.

Sonntag, 28. Dezember 2025

Weltenraum

Wenn wir uns Regeln auferlegen, wo kommen diese her?

Haben wir sie uns selbst ausgedacht, dann kommen sie aus unserem Empfinden, was angemessen ist. Wir können es fühlen. Aber wir können die Gründe ebenso denken. Dann haben wir vor Augen, was passiert, wenn wir die Regeln nicht einhalten würden. 

Gehen wir einen Irrweg, so können wir das wahrnehmen, feststellen. Wir können dann versuchen, bewusst einen anderen Weg zu gehen.

Was also, führt uns zu Entscheidungen?

Einmal die individuelle Orientierung. Wir lassen unsere Persönlichkeit entscheiden, was richtig für uns ist. 

Und dann die ideelle Orientierung.

Wo mögen die Leitbilder dafür und die Regeln herkommen? Woher weiß ich, dass etwas nicht von mir, sondern von einem anderen kommt? Die ideelle Orientierung kann durch mich selbst geschehen, aber es kann ebenso von anderen stammen.

Ich nehme es z.B. physisch wahr, dass es von anderen kommt. Etwas ist außer mir und spricht zu mir. Zum Beispiel ein Wesen. Etwas wurde von anderen geschrieben und der Text liegt mir vor. Es ist nicht mein Text.

Wir haben Leitbilder in uns zugelassen, die als nicht von uns selbst erscheinen und so wirken, als ob sie uns von einem anderen, gegeben sind.

--

Dasjenige, was angemessen ist, können wir fühlen. 

Was heißt das? 

Etwas Unrechtes lässt sich empfinden. Eine schlechte Tat ist spürbar. Jetzt können wir aber sagen, jeder empfindet anders. Und was dann?

Annahme
Die Sittlichkeit ist keine menschliche Erfindung. Das Moralisch-Ethische ist gesetzt. Es ist nicht der Beliebigkeit menschlicher Entscheidungen unterworfen. Es existiert bereits und wir Menschen können bloß dessen Existenz und Berechtigung bestätigen. Tun wir das nicht, gehen wir unweigerlich zugrunde. 

Das Moralisch-Ethische betrifft nicht nur die Frage, wie wir Menschen miteinander umgehen, sondern auch, wie wir Menschen unsere Umwelt, die Tiere, Pflanzen, den Planeten, das Sonnensystem, den Kosmos, das Universum behandeln. Auch das ist eine sittliche Aufgabe.

Wäre das Moralisch-Ethische bloß durch den Menschen gegeben, wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet. Dann könnte der Mensch in einem Zustand des Wahnsinns, womöglich die Erde und alles Leben vernichten wollen. Und dem könnte kein Einhalt geboten werden. 

Wenn wir aber annehmen, dass das Sittliche nicht durch den Menschen gegeben ist und der Mensch kann sich dieser nur anschließen, dann wäre alles Handeln und Wollen des Menschen relativ, weil es seine Grenze im Gegebenen hat. Und das Sittliche ist das Gegebene.

Es ist also nicht nur gegeben, der Kosmos, in dem sich der Mensch vorfindet, sondern auch das Wertesystem, welches den Wesen in der Welt die Orientierung bei ihrem Handeln gibt.

--

Ist der Mensch dann aber nicht unfrei?

Nein. Es wird verwechselt, Willkür mit Freiheit. Willkür hat nichts mit Freiheit zu tun.

Deswegen ist die Idee auch falsch, anzunehmen, jede neue Partei, könne ein Gemeinwesen völlig anders, als die vorher regierende gestalten. Denn das wäre Willkür.

Die Kontinuität in den Gemeinwesen, ergibt sich nicht aus verschiedenen Parteien und deren extrem unterschiedlichen Vorstellungen von Gesellschaftsgestaltung, sondern aus einer Grundorientierung und Grundregeln, wie wir ein Zusammenleben für möglich erachten. Und solche Grundregeln müssen von allen jeweils herrschenden Kräften anerkannt sein. Sonst funktioniert es nicht.

Gesellschaften sind dann krank, wenn sie derlei Grundregeln missachten und ein Verhalten praktizieren, dass dem gegebenen Moralisch-Ethischen widerspricht. Der Mensch ist zwar frei, sich solchem Verhalten anzuschließen, es symbolisiert aber nicht die Menschheitsentwicklung, sondern eine andere. Es führt in eine andere Richtung.

Wir sind zwar frei, aber im gegebenen Rahmen. Der Rahmen umschließt das Gewordene, Gegebene, Geschaffene. Wir sind innerhalb dieses Szenarios, selbst Geschaffene. Der Bildhauer, Architekt und Künstler, der es geschaffen hat, sind wir nicht.

Samstag, 27. Dezember 2025

Wichtige Bereiche im Zusammenleben

 Die Zivilgesellschaft hat eine bedeutende Rolle in unserem Dasein, weil sie die staatlichen Angebote ergänzt. Der Staat hat das Normangebot, das universelle Angebot und die Standarddienstleistung, und die Zivilgesellschaft geht konkreter auf die individuellen Bedürfnisse der Leute und Gruppen im Einzelnen ein und stellt diese zufrieden.

Dieses Ergänzungsangebot, welches die Zivilgesellschaft leistet, kann vom Staat abgelehnt werden. Dies geschieht meistens in Diktaturen und totalitären Staaten. Dort wird die Zivilgesellschaft als Konkurrenz erlebt und es wird verweigert, diese in ihrer Funktion anzuerkennen. Dann greift man die zivilgesellschaftlichen Angebote an, bezichtigt sie irgendwelcher Fehler und versucht sie zu diskreditieren, sodass sie sich nicht entfalten können.

Die Zivilgesellschaft kann dann eine Bereicherung für das Gemeinwesen sein, wenn Staat und Bürgerinitiativen sich aktiv und willentlich ergänzen und zueinander sich aufmerksam verhalten und sich gegenseitig unterstützen.

Dann setzt der Staat die Rahmenbedingungen, die grobe Orientierung und die Zivilgesellschaft komplettiert das Geschehen im Gemeinwesen, mit ihren Angeboten.

Samstag, 22. November 2025

Welches Gesellschaftssystem?

Immer wieder hört man Menschen sagen, der Sozialismus sei schlecht. Sie kämen selbst aus diesem und das sei keine Alternative.

Aber im Kapitalismus haben wir ständig zunehmende Armut. Die Leute dort, leben nicht selten in prekären Verhältnissen. Kann es sein, dass beide Konzepte ungeeignet sind und wir Erdenbewohner nach neuen Lösungen Ausschau halten müssen?

Zum Beispiel Kunst und Kultur. Diese Gesellschaftsbereiche können sich in der Regel nicht selbst tragen. Sie brauchen oft eine Finanzierung von außen. Im Sozialismus ist diese vom Staat getragen. Im Kapitalismus soll es Schenkgeld sein. Schenkgeld bedeutet, dass Unternehmen einen Teil ihres Gewinns an soziale und kulturelle Einrichtungen abgeben. Aber dies ist nicht festgelegt. Es wäre der Entscheidung der Betriebe überlassen, wie sie das handhaben.

Thema Armut. Im Sozialismus gibt es keine Armut. Aber jeder ist zur Arbeit verpflichtet, wie im Kapitalismus auch. Armut soll in beiden Systemen durch Unfreiheit des Einzelnen abgeschafft sein. Aber dies ist keine Option und es gelingt in vielen Fällen auch nicht. 

Der Arbeitszwang im Kapitalismus zeigt, dass dort die Menschen gar nicht frei sind, wie so oft behauptet wird. Und dass die Leute im Sozialismus unfrei sind, war schon lange bekannt. 

Gesellschaftssysteme, in denen die Menschen ihre Arbeitskraft an andere Personen verkaufen müssen, sind kein Fortschritt und können nicht empfohlen werden. 

Also was dann?

Das Sozialsystem, die Wirtschaft, die Arbeitsordnung in einem Gemeinwesen, müssen so gestaltet sein, dass sie die Würde der Menschen, die sich aus den Grundrechten und Menschenrechten ergibt, achten.

Jedes Gesellschaftssystem, welches diese Aufgabe nicht leistet, ist ungeeignet.

Was macht man heute, um Menschen in Armut zu helfen, in den kapitalistischen Ländern? Die Armen müssen Einkommensnachweise erbringen, damit die privaten und staatlichen Hilfen an sie weitergegeben werden. Und was ist mit den Armen, die so etwas nicht tun? Sie bekommen halt nichts. 

Das ist eine Form von Aggression gegen die Armen. Denn diese sollen etwas tun. Sie sollen die Behördenformalitäten erledigen, sie sollen Anträge ausfüllen, sie sollen Nachweise erbringen. Gegen diejenigen Armen, die sich nicht anpassen und nicht das tun, was in solchen Ländern verlangt wird, werden Maßnahmen ergriffen. In manchen Ländern werden z.B. Arme aus den Städten gegen ihren Willen wegtranportiert, in Gegenden, in denen sie sich nicht ernähren können und aus denen sie schlecht wieder herauskommen, weil sie keine Transportmittel haben und diese nicht bezahlen können.

Es wäre zu vermuten, dass in Zukunft verstärkt mit Gewalt gegen Arme vorgegangen wird, weil man die Angebote nicht abändern will, die für die Armen vorgesehen sind?

Die bestehenden Gesellschaftssysteme funktionieren nicht mehr und es besteht keine Bereitschaft, von innen heraus etwas zu ändern? Dann werden diese Formen des Zusammenlebens zugrunde gehen, weil in ihnen keine Perspektive besteht. 

Aber eine Weiterentwicklung der Gesellschaften ist immer möglich. Sie geschieht durch den einzelnen Menschen. Dieser muss sich entscheiden, welche Welt er bejaht und wie sie aussehen soll. Und dann kann der Einzelne sich für dieses Ziel engagieren. Das ist der Ausweg.

Montag, 17. November 2025

Betreuungsgutscheine?

 Wer Kinder in Betreuungseinrichtungen geben will, muss in manchen Ländern für diese Betreuung bezahlen. Da Eltern aber oft unterschiedliche hohe Einkommen haben, ist es für Eltern mit geringem Einkommen schwer, Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder zu finden.

Aus dieser Situation heraus, entstand die Idee von Betreuungsgutscheinen. Eltern mit geringem Einkommen sollen diese Gutscheine erhalten und damit die Betreuung ihrer Kinder finanzieren.

Sowohl zur Idee als auch zur Ausgestaltung, gibt es unterschiedliche Ansichten.

Betreuungsgutscheine werden von der Regierung und den Verwaltungen der Länder ausgegeben und von der Gemeinschaft finanziert, über Steuern. Dies wird von manchen Personen abgelehnt, weil sie der Meinung sind, jede Familie sei für ihre Situation selbst verantwortlich. Und wer kein Geld hat, muss eben zusehen, wie das Leben zu gestalten ist.

Dann gibt es eine Gruppe, die der Finanzierung von Betreuungsgutscheinen durch die Gemeinschaft zustimmt, aber die Ausgestaltung wird unterschiedlich gesehen. Die einen wollen, dass nur Familien mit geringem Einkommen diese Gutscheine bekommen. Und es gibt jene, die wollen, dass diese Gutscheine allen Familien zustehen. 

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Dadurch käme eine zusätzliche Variante ins Spiel. Da die Kinder als auch die Eltern ein BGE hätten, könnten die Eltern oder ein Teil der Eltern zuhause bleiben und selbst die eigenen Kinder betreuen und großziehen. 

Diese Variante kommt bei den Betreuungsgutscheinen gar nicht zum Zug.

Und das BGE käme allen Personen zugute, nicht bloß Eltern, die ihre Kinder zur Betreuung weggeben.